Super-gut, aber immer noch ganz leichtes Verbesserungspotenzial
Auf meiner Suche nach meinem neuen Kopfhörer-Headset für unterwegs habe ich folgende Produkte bestellt, getestet und verglichen:
- AKG K551 (siehe Review dort)
- Audio Technica ATH-WS55i (siehe Review dort)
und ebend den Sony MDR1, den ich von Anfang an favourisiert hatte.
Letztlich hat er den Vergleich auch gewonnen und ich behalte ihn, aber auch er ist eben nicht perfekt. Aber halt am dichtesten dran.
Ich hatte, obwohl ich den Sony von vorn herein haben wollte, ein sehr günstiges Angebot für den AKG K551, das so verlockend war, dass ich es annehmen wollte. In Sachen Verarbeitung und verwendete Materialien ist das AKG aus meiner Sicht klar der Beste der 3. Leider war Sound nicht so 100%ig meins - er gibt die Musik sehr analytisch wieder. Alle Instrumente wirken gleich laut. Auf diese Weise hört man zwar auch die feinsten Details heraus, aber irgendwie nimmt dadurch aus meiner Sicht die "ursprüngliche Atmosphäre" eines Songs ab, das ist mir dann einfach zu viel Hifi. Auch der Bass war sehr seltsam: zwar klar vorhanden und präsent mit einer ordentlichen Portion Tiefbass, aber irgendwie auch zu analytisch und dadurch irgendwie "kalt" - ist schwer, das zu beschreiben.
Nachdem ich den AKG zurückgesendet hatte, bestellte ich bei Amazon den Sony und den Audio Technica, den ich in Japan schon mal ausprobiert und für ziemlich gut befunden hatte.
Kurz noch zum Audio Technica: Er gefiel mir vom Sound her beinahe am besten, da eine sehr gesunde Mischung aus Hifi und trotzdem krätigen Bass vorhanden war. Nur störte mich der Druck auf meinen Ohren (es war der einzige On-Ear-Kopfhörer), und der Sony hatte einfach durch seine großen Membrane noch mehr "Sound-Atmosphäre" (dadurch aber natürlich weniger Hifi), die mir besonders unterwegs sehr zusagte. Wäre der starke Druck auf meine Ohren nicht gewesen bzw. wären die Audio Technica Over-Ears gewesen, hätte ich vermutlich diese dem Sony vorgezogen, aber erfühlte sich einfach viel angenehmer an und klang noch voller und wärmer.
So, nun zum Sony:
Verarbeitung:
Obwohl größtenteils aus Plastik fühlt er sich trotzdem recht wertig an und ist sehr gut verarbeitet. Er ist leichter als der AKG und trägt sich somit am angenehmsten, zudem liegt er auch größentechnisch zwischen den beiden Kontrahenten und ist somit noch ausreichend einfach zu transportieren. Etwas mehr Metall hätte ich trotzdem besser gefunden - er ist der teuerste der 3 und bietet dafür eigentlich nicht gerade die besten Materialien.
Zudem habe ich ihn einmal umgetauscht, weil mein erstes Model sehr viel Spielraum beim Klinkeneingang des Kopfhörers hatte und es ab und zu knisterte, wenn ich das Kabel zu sehr bewegte. Dafür war mir der Preis dann doch zu hoch.
Hier gebe ich, besonders am Preis gemessen, nur 3 von 5 Sternen.
Zubehör:
Hier schlägt Sony die beiden Kontrahenten gnadenlos: 2 Kabel dabei (eins mit Micro und Steuerung, eines ohne), ebenso ein Pouch (leicht gepolsterte Tasche). Bei den beiden Anderen ist gar nichts dabei. Klare Sache, 4 von 5 Sternen.
Warum nicht 5? Weil die Tasche durchaus besser gepolstert sein dürfte, um ausreichend Schutz zu bieten, aber vor allem wegen einem meiner größten Kritikpunkte an dem Produkt:
Wie ich erfuhr kann man bei Sony keine Ersatzkabel bekommen, falls mal eines kaputt gehen sollte. Ist ja toll, dass man das Kabel wechseln kann, aber wenn es gar keine Ersatzkabel GIBT, die man verwenden könnte, wenn mal ein Kabelbruch vorliegt, welchen Sinn hat dieses Feature dann noch? DAS sind aus meiner Sicht genau die Details, an die Sony noch nie so richtig gedacht hat. Sehr schade, dass Sony da immer Chancen verpasst - ich hoffe, jemand von Sony Deutschland liest das und gibt es weiter...
Lieber 2-3 weniger Kopfhörermodelle auf den Markt schmeißen, und dafür mit geilem Zubehör, guter Qualität und viel "drum herum" - das wäre ne tolle Chance, einen neuen "Kult" zu generieren.
Für mich ist das wechselbare Kabel somit kein sinnvolles Feature des Kopfhörers mehr.
Klang:
Der Son