Testurteil: "7.0/10"
Test: Einzeltest: Juiced 2 - Hot Import Nights
Zitat: Pro: + Tuning-Möglichkeiten
+ Schön modellierte Fahrzeuge
+ Witziges Streckendesign
+ Schadensmodell
Contra: - Zu viele Ladebildschirme
- Mittelmässige Grafik
- Keine wirklich neuen Ideen
- K.I.
Kollege Mancebo hat es im Test der Xbox 360-Version schon angesprochen: ´Juiced 2 ist nicht gerade die Innovation des Jahres´. Das stimmt, doch gelungene Strecken gefallen und die Idee mit der Fahrer-DNA hat seinen Reiz. Zudem können unzählige Tuning-Teile erworben werden, um das Auto nach eigenen Wünschen zu gestalten. Da schlägt jedes Tuner-Herz schneller! Was mir persönlich neben den mühseligen Ladezeiten wirklich zu schaffen machte, war die furchtbare künstliche Intelligenz. Es kann doch nicht sein, dass man sensationell fährt, den Gegner meilenweit hinter sich lässt, dieser aber innert kürzester Zeit den Zeitunterschied trotz nahezu perfekter Fahrweise aufholt. Mit einem grösseren Zeitvorsprung als fünf Sekunden konnte ich nie gewinnen. Und wenn der Spieler im Hintertreffen ist, fährt der Computer einfach schneller. Spannung ist ja schön und gut, aber nicht so! Technisch und spielerisch ist der Titel gut, die Langzeitmotivation hoch, da doch einige Zeit vergeht, bis die zehn Ligen gewonnen sind. Rennspielfreunde mit einem Tuning-Faible werden sicherlich nicht abgeneigt sein, ein Hit ist das Spiel aber aufgrund der genannten Mängel leider nicht. Es darf wieder geschraubt, lackiert, gepost und vor allem Gas gegeben werden. Mit ´Juiced 2´ wollen die Entwickler an den Erfolg des Erstlingswerkes anknüpfen. Neue Konzepte und Ideen sind vorhanden, aber reichen diese aus, um sich von der Masse abzuheben? Anders als beispielsweise bei der Need for Speed Underground-Serie, in der man in einer frei befahrbaren Stadt zu bestimmten Punkten fahren musste, erfolgt bei Juiced 2 die Auswahl der nächsten Rennen über simple und farbenfrohe Menüs. Das mag dem einen gefallen, dem anderen weniger. Fakt ist, dass es ohne die Stadtfahrten schneller zum nächsten Event geht. Einziges Manko in dieser Hinsicht sind die vielen und oft unnötigen Ladebildschirme. Nach einem erfolgreichen Rennen beispielsweise landet ihr nicht etwa im Rennmenü, sondern kriegt erst eine Siegesfeiersequenz vorgesetzt, die man auch getrost hätte weglassen können. Von der Wahl einer Disziplin bis zum Rennen selber und dann wieder zum Menü zurück werdet ihr mit einigen Zwangspausen vorlieb nehmen müssen.