Vorteile: Handlich, ansprechende Bedienung, volle Office-Funktionalität
Nachteile: Prozessor etwas schwach, Bedienkonzept nicht immer konsequent durchgezogen
Der Hype um das iPhone ist noch nicht ganz verflogen, da liegt auch schon das HTC Touch, bzw. das T-Mobile MDA Touch in den Regalen und mittlerweile auch in meinen Händen.
Zunächst einmal ist das Touch ein normales Handy mit den üblichen Funktionen wie Telefonie, SMS, MMS und Co. Allerdings handelt es sich hier um ein echtes Smartphone, also eine Kombination aus Handy und Organizer, und diese Kombination funktioniert beim Touch ausgesprochen gut.
*** Bedienung ***
Üblicherweise würde ich mit den Funktionen anfangen, aber da das Bedienkonzept des Touch doch recht spektakulär ist und so auch die Funktionalität beeinflußt, fange ich mit der "Touch"-Bedienung an.
Zunächst einmal besteht das Touch - wie der Name vermuten läßt - aus einem Touchscreen. Dieser Touchscreen läßt sich aber nicht mit einem bekannten Touchscreen eines üblichen PDAs vergleichen: Zwar kann man auch diesen Touchscreen mit einem "Stylus" genannten kleinen Stift bedienen, noch besser gehts aber schlicht mit dem Daumen. Denn das besonderer ist, dass das Touch unterscheiden kann, ob die ganze Daumenfläche aufliegt oder nur der Fingernagel.
Deutlich wird dieses Konzept insbesondere beim Betrachten von Dokumenten oder Websites. Ich habe also das Handy nun in der linken Hand liegen und betrachte eine Internetseite. Um das Dokument zu veschieben, drücke ich mit dem Daumen aufs Display und verschiebe - als würde das Dokument am Daumen kleben - das Dokument in eine andere Richtung. Fahre ich hingegen mit dem Fingernagel über eine Textpassage, so wird der Text nicht verschoben, sondern stattdessen markiert.
Dieses Konzept wird (in fast allen Bereichen) konsequent durchgeführt. So lassen sich die Hauptaufgaben durch Streichen des Displays nach oben - als würde man einen Mini-Rollo öffnen - angezeigt. Ein angedeuteter dreidimensionaler Würfel schiebt sich so nach oben. Durch Streichen von rechts nach Links, bzw. Links nach rechts wird dann der Würfel seitwärts geklappt und die anderen Seiten des Würfels erscheinen, die andere Menüs beschreiben. Allerdings hat dieser "Würfel" lediglich drei - nicht veränderbare - Seiten: Eine Art Startmenü, von dem aus sich das Internet, Emails, etc abrufen lassen können, ein Medienmanager zum Betrachten von Bildern, Videos und MP3s, sowie eine Seite mit den neun wichtigsten, bebilderten Kontakten.
Die einzelnen Menüpunkte werden dann ganz regulär durch Antippen ausgewählt.
Es braucht eine Weile, bis man sich von dem Gedanken - Touchscreen=Antippen - lösen kann und in alle Richtungen über das Display streicht, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat ist man schnell der Meinung so, und genau so hätte es eigentlich schon immer sein müssen. Die Bewegungen wirken unglaublich natürlich.
Zusätzlich zum Touchdisplay befinden sich noch ein Fadenkreuz am unteren Ende des Displays, als auch zwei Knöpfe zum Abheben und Auflegen bei Telefongesprächen, was ich sehr positiv empfinde. Es fühlt sich einfach besser an, ein Gespräch garantiert per Knopfdruck zu beenden als darauf zu hoffen, dass das Touchdisplay meinen Daumendruck auch wirklich angenommen hat.
Das Display reagiert jedoch sehr gut auf die angetippten oder "gestrichenen" Befehle. Es fühlt sich deutlich härter an (fast wie Glas) als bei üblichen PDAs. Das muss es wohl auch. Meinem PDA würde nicht zumuten mit einem Kräftigen Daumendruck zu navigieren.
*** Funktionen ***
Das Touch besitzt natürlich die standardmässigen Funktionen, die ein Handy beherrschen sollte: Telefonieren, SMS, MMS. Darüberhinaus besitzt es einige Funktionen, die man von einem PDA gewöhnt ist: Outlook läßt sich komplett mit dem PC über Bluetooth oder USB-Schnittstelle abgleichen; Excel, Word und Powerpoint sind ebenfalls an Board.
Zusammenfassung: ich finde es super!