Testurteil: "65%"
Test: Einzeltest: Holt mich hier raus, ich bin kein Avatar
Zitat: Ein Fazit zu diesem Spiel ist wahrlich nicht schwer. Die Macher hätten den grünen Wahnsinn aus dem Kino lieber nicht auf die virtuelle Welt projizieren sollen. Wer es noch nicht wusste: Alle Figuren, Schauplätze, Fahrzeuge wurden komplett vom Creative-Team des Streifens übernommen - auch weil Cameron das so wollte. Aus "Zeitgründen" hieß es in einem TV-Interview. Das Spiel hat demnach nicht, wie in vielen Medien berichtet, seine eigene Geschichte mitsamt Inventar. Nimmt man die Lovestory aus dem Film, sind beide Varianten sehr ähnlich. Wer beispielsweise die Halo Saga und die neuen Star Wars Episoden kennt, der hat eine gute Vorstellung von dem, was "Avatar: The Game" zu bieten hat. Von wegen eigene Ideen. Auch ein Blick auf den Film "Delgo" ist hier sehr aufschlussreich.Aber nun zurück zum Spiel. Bei der Vorführung auf der Gamescom war ich persönlich noch begeistert. Tolle Grafik, fetter Sound: Man, hatte ich einen "Bock" auf das Spiel. Und dann das! Flache Dialoge, schlechte Story und die im Verlauf auftretenden Grafikfehler - das darf einem solch gehypten Titel einfach nicht passieren. Ok, im Großen und Ganzen ist die Grafik schon akzeptabel, doch überzeugt hat sie auf keinen Fall. Alleine der Multiplayer bekräftigt meine harte Haltung. So weiß ich als Gamer über den Titel "Modern Warfare 2", dass dieser Hundertausende Gamer ins Netz lockt. Selbst "Battlefield 1943" oder "Halo 3" haben einen Spielerandrang, der Camerons Umweltdilemma um Längen schlägt. Und dabei ist die Grafik vom Japankrieg und die des in die Jahre gekommenen Science-Fiction-Shooters nicht wirklich zeitgemäß Eine Empfehlung werde ich daher nur für Fans des Films aussprechen. Denn wer langweiliges Entertainment sucht, findet "Avatar: The Game".