Test: Einzeltest: The Lost Crown
Zitat: Brrrrrr. Beim Starten von The Lost Crown erfasst mich das Grauen jedesmal aufs Neu´... und jetzt nicht im sarkastischen Sinne, weil das Spiel womöglich schlecht wäre, nein The Lost Crown ist gut... vielleicht sogar zu gut, denn eher zarten Gemütern wie mir empfehle ich dann doch eher bei dezenten Horrorfilmen zu bleiben - die sind weniger nervenaufreibend. The Lost Crown versteht es, wirklich geschickt mit Horror-Elementen umzugehen, um dem Spieler weit mehr als ein Adventure zu geben. Tatsächlich fühlt es sich weniger als typisches Adventure, sondern eher wie ein Horrorfilm zum Mitwirken an. Das liegt unter anderem am beklemmenden Grafikstil, der ununterbrochen beunruhigenden Musik und der packenden Handlung, welche durch einen sehr langsamen Aufbau des Handlungsbogen diese Wirkung noch zusätzlich unterstützt. Gerade dieser langsame Handlungsaufbau hat allerdings zur Folge, dass jedes auch noch so minimale Detail erkundet werden muss, bevor man zum nächsten Geschichtsabschnitt (in Form eines neuen Tagesanbruchs) gelangen kann. Das kann mitunter recht frustierend sein, wenn man zum x-ten Male durch die selben Gassen wandelt und wie wild herumklickt, nur damit man endlich weitermachen kann. Besonders gilt das, wenn man sich dann nochmal die Dialoge der Figuren anhören muss, die, gerade was Nigels Antworten angeht, den Eindruck erwecken, als würde man seinem Navigationsgerät zuhören: Langweiliges Palaver in einer stocksteifen Art. - Ach wie oft ich mir beim Spielen wünschte, dass ich einen Dialog abbrechen könne :-(.