













































Das Fassungsvermögen wird von Herstellern meist in Litern angegeben. Die Größe des Rucksacks sollte sich dabei nach der Körpergröße des Trägers richten. Je kleiner und leichter ein Rucksack ist, desto besser.
Rucksack ist nicht gleich Rucksack! Für den alltäglichen Gebrauch eignet sich besonders ein City-Rucksack, also ein relativ kleiner Rucksack, bei dem es nicht so sehr auf Funktionalität, sondern eher auf gutes Aussehen ankommt. Er dient auch als klassische Arbeitstasche. Laptop- oder Notebookrucksäcke sind eine spezielle Form der "Arbeitsrucksäcke". Hier ermöglichen Extra-Polsterungen und Innentaschen für das Notebookzubehör wie zum Beispiel Kabel, Akkus und Eingabegeräte den sicheren und guten Transport der Laptops. Ein Tourenrucksack hat ein Fassungsvermögen von ungefähr 30 bis 45 Litern, in der Regel nur ein großes Fach und ein nicht in der Länge verstellbares Tragesystem. Er ist nur für kleinere Lasten ausgelegt und leitet das Packgewicht nicht optimal auf den Körper. Die besseren Modelle haben ein Innengestell und einen gepolsterten Hüftgurt. Ein Trekkingrucksack ist wesentlich größer (je nach Körpergröße 55 bis 70 Liter) und verfügt über ein Außengestell oder ein Innengestell. Er sollte zudem in der Länge verstellbar sein. Große Reise-Rucksäcke haben viele Seitentaschen, verschiedene Ebenen und meist seitliche Eingriffe in den Hauptraum. Für größere Gegenstände wie Zelte und Isoliermatten gibt es in einigen Fällen sogar extra Schlaufen und Klammern, um diese an der Außenseite des Rucksacks befestigen zu können. Bei Sportler-Rucksäcken ist oft ein Schlauchsystem mit integriertem Wasserbehälter, welches das Trinken während der Fahrt oder des Trekkings ermöglicht, eingebaut. Des Weiteren kann an dieser Art von Rucksack auch oft Ausrüstung angebracht werden. Spezielle Wanderrucksäcke haben in der Regel ein Volumen von 30 bis 120 Litern. Sie bieten Lufträume zwischen dem Träger und dem Rucksack (kein Schwitzen) und Multifunktionsstoffe, die die Stabilität und auch die Eigenschaften der Trocknungsfähigkeit verbessern. Kinderrucksäcke sind bezüglich der bunten Motive und vor allem der Größe auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Oft werden jedoch auch normale City-Rucksäcke von Schülern für den Schulalltag verwendet. Man sollte allerdings immer beachten, dass Kinder generell nicht mehr als 10% ihres Körpergewichtes im Rucksack/Schulranzen tragen sollten.
Wenn möglich, sollten Rucksäcke vor dem Kauf getestet werden. Am besten wird der Rucksack mit Gewicht befüllt, nur so lässt sich feststellen, ob der Rucksack ein angenehmes Tragen möglich ist. Die richtige Größe eines Rucksacks ist das wichtigste Kriterium. Beachten sollte man folgende Kriterien: Körpergröße, Hüftumfang und Schulterbreite. In der Regel verfügen alle größeren Rucksäcke über einen breiten, gepolsterten Hüftgurt. Das ist auch wichtig, denn die Hauptlast soll bei einem Rucksack vom Hüftgurt getragen werden und nicht auf den Schultern lasten. Wenn der Hüftgürtel um den Bauch liegt, ist der Rucksack in jedem Fall zu klein. Es gibt allerdings auch Modelle mit verstellbarer Rückenlänge: So kann der Rucksack genau auf die Körpergröße angepasst werden. Auch der Verarbeitung kommt eine große Bedeutung zu. In der Regel gilt: Je teurer ein Rucksack, desto besser die Verarbeitung und die Qualität der Materialien. Einen ordentlichen Rucksack bekommt man jedoch schon ab 100 Euro, wobei es auch Rucksäcke für 300 Euro und mehr gibt. Praktisch sind Rucksäcke mit Seitenbeladung, weil sie sich sowohl von oben als auch von der Seite füllen lassen. So ains die schweren Gegenstände besser da positioniert, wo sie optimalerweise liegen sollten, nämlich möglichst nah am Rücken, in der Vertikale mittig. Mit einer Deckelhöhenverstellung können zum Beispiel Isomatten oder Decken zwischen Rucksack und Deckel eingeklemmt werden oder - je nach Wunsch - das innere Volumen des Rucksacks vergrößert werden. Praktisch sind auch separate Außentaschen, Deckelfächer und Bodentaschen, in denen man kleine Gegenstände und Dokumente (Karten, Pässe oder Ausweise) verstauen kann, die schnell erreichbar sein sollen. Sie sollten aber nur mit leichten Dingen befüllt werden. Wichtig sind außerdem eine gute Polsterung des Rückenteils und der Schultergurte, ein Brustgurt (sorgt dafür, dass die Schultergurte in Position bleiben und nicht verrutschen), festes Material, ein verstärkter Boden, solide Reißverschlüsse, außen sinnvolle Kompressions- bzw. Befestigungsbänder (verkleinern das Volumen, so dass die Last näher am Rücken liegt) und eine passende Regenhülle (sollte am besten abnehmbar sein, so dass man sie zum Trocknen aufhängen kann).