AV Akademikerverlag Anton Bruckners Siebente Symphonie
Anton Bruckners Siebente Symphonie in E-dur zählt zu den beliebtesten Werken des Meisters und ist mehr als die meisten ihrer Schwestern fest im internationalen Konzertrepertoire verankert. Dennoch war sie (und ist sie zum Teil auch noch heute) in der Fachwelt nicht ganz unumstritten - ihre hohe Emotionalität und formale Eigenwilligkeit finden nicht nur Freunde. Keine andere Symphonie des Meisters wurde anlässlich der Wiener Erstaufführung von der heimischen Kritik derart mit Gehässigkeit und Häme überschüttet, und bis in unsere Tage stoßen sich so manche Musikkommentatoren beispielsweise an der Kürze des Finales oder an vorgeblichen Banalitäten etwa am Schluss des Kopfsatzes oder am Höhepunkt des Adagios. Die vorliegende Schrift versucht, dieses trotz aller Popularität immer noch verkannte Werk in neuem Licht erscheinen zu lassen, indem das dahinter stehende formale und, damit eng verbunden, harmonisch-tonale Konstrukt erstmals aufgezeigt und erläutert wird.
Europäischer Literaturverlag Loerke, O: Anton Bruckner
Der expressionistische Dichter Oskar Loerke (1884-1941) war ab 1917 Lektor im S. Fischer Verlag und seit 1926 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, aus der er 1933 von den Nationalsozialisten ausgeschlossen wurde. Sein Charakterbild des Komponisten Anton Bruckner entstand 1938: »In allen Schichten seines (Bruckners) Daseins waltet der Zug von der Mitte der Person in die Mitte des Ungeheuren. Dem zu folgen ist unser einfaches Glück.«