Dem auch als Organisten und Musikpädagoge hervorgetretenen Anton Bruckner (1824¿1896) blieb lange die Anerkennung der Zeitgenossen als einer der innovativsten Komponisten seiner Epoche verwehrt; erst 1884 gelang ihm mit der Uraufführung seiner 7. Symphonie der Durchbruch. Neben seinen spätromantischen acht Symphonie ¿ eine neunte blieb unvollendet ¿ , ist Bruckner auch als Kirchenmusiker hervorgetreten. Der Autor Ernst Décsey (1870¿1941) hat Romane und Libretti sowie zahlreiche Musikerbiografien verfasst. Nachdruck der Erstausgabe aus dem Jahr 1920.
Oskar Loerke: Anton Bruckner. Ein Charakterbild Erstdruck: Berlin, Suhrkamp, 1938 Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2018. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Anton Bruckner, fotografiert um 1890 von Anton Huber. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Der 64-jährige österreichische Komponist Anton Bruckner steckt inmitten letzter Korrekturarbeiten zum Finale seiner Dritten Sinfonie. Es ist die mittlerweile dritte Fassung dieses Werkes, das er einst seinem Idol und Vorbild Richard Wagner widmete, und Bruckner hat aus ihm fast sämtliche Zitate, die den weltberühmten Dichterkomponisten vormals noch verherrlichten, getilgt. Gab es womöglich ein "Problem", das Bruckner mit dem Wagner hatte? In dem vorliegenden Kammerspiel wird eine fiktionale Plausibilität, was Bruckners schwierige und schräge Zwischenmenschlichkeit betrifft, versucht - auch was die Frauen und die Liebe in dem alten, kranken Brucknerleben anbelangte. Stückbesetzung: 3 Personen (2 H/1 D); ein Bühnenbild. Aufführungsrechte: stückgut Bühnen- und Musikverlag München