Das Kino kann immer nur einen Teil der Wirklichkeit, einen Ausschnitt von Welt sichtbar machen. Alles andere bleibt unsichtbar, wohnt dem Sichtbaren aber inne und verleiht ihm gerade durch die Abwesenheit Präsenz. Für eine filmische Welt bedeutet das im Idealfall, dass sie über die gezeigten Szenen hinaus im Kopf des Zuschauers entsteht und weitergedacht wird. Der innere Abgleich mit dem eigenen bisher Erfahrenen und Gesehenen schließt nicht nur Ähnliches, sondern auch oder gerade eben Gegenteiliges ein: Kein Anwesendes ohne Abwesendes, kein Selbst ohne Anderes, kein Glück ohne Schmerz, keine Demokratie ohne zumindest das Echo der Autokratie, keine Wahrheit ohne Lüge. So erschreckend es ist, was Verschwörungstheorien derzeit in der Welt mithilfe einer Verunglimpfung der Begriffe Wahrheit und Wirklichkeit anrichten, so notwendig erscheinen umfassende, fantasievolle und wirkmächtige Erklärungsmodelle in der Kunst. Im vorliegenden Heft zeigen uns Filmemacher*innen in Ghana, Nicaragua, Südafrika und Deutschland, wie das Kino im Spannungsverhältnis zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem Räume öffnet, in denen Wirklichkeit nicht nur abgebildet, sondern geteilt, verhandelt und imaginiert werden kann.
Die Welt ist komplex, also muss auch mein Film komplex sein, antwortet Gerd Kroske einem Förderreferenten. Aber die Algorithmen diktieren anderes. Sie gehorchen einer Logik, die entmündigt und den Menschen auf ein kalkulierbares Konsumverhalten reduziert. Wie können wir dieser Reduktion entgegenwirken in einer industriellen Kunst, deren Beziehung zum Geld innerlich ist? Die Frage nach der Rolle des Kinos in einer Gesellschaft, die sich in einer Systemkrise befindet, zieht sich wie ein roter Faden durch diese Ausgabe. Zur rechten Zeit, finden wir. Die marktradikale Regierung in Argentinien versucht gerade, eine blühende Filmkultur und ein über Jahrzehnte aufgebautes Fördersystem auf einen Schlag zu zerstören. Diese Sabotage der eigenen Kultur ist mit der versprochenen Einsparung nicht zu erklären; die „Politik der Kettensäge“ findet in der Gewalt ihren Ausdruck. Angesichts wachsender autoritärer Tendenzen in Deutschland und der Welt müssen wir uns darauf besinnen, was die Diskurs-Maschine Kino für eine demokratische Gesellschaft leisten kann.
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Wir haben uns angewöhnt, Bäume zu zeigen, die fallen oder gefällt werden, statt den Wald, wie er stetig wächst. So heisst es sinngemäss in einem Interview dieses Heftes. Die laufenden Bilder der Weltlage folgen der Dramaturgie der Krise - aber das Kino ist nicht an diese Sicht gebunden. Es entsteht meist langsam, teuer und mühevoll und trifft am Ziel seine Freunde zur konzentrierten, emotionalen Begegnung. Filme können sehr persönlich sein, werden aber regelmässig erfasst und vereinnahmt von den Launen derer, die sie finanzieren. In diesem Zwiespalt widmet sich diese Ausgabe einmal mehr den Geduldigen, die dem Wald beim Wachsen zusehen und den Abenteurern, die der aktuellen Unsicherheit zum Trotz Möglichkeitsräume öffnen.
Für eine ordentliche Stange Geld und eine große Wohnung nimmt die Polizistin Soo-yeong nach einem Bestechungsskandal unter ihren korrupten Kollegen die Schuld auf sich. Nach zwei Jahren wird sie aus dem Gefängnis entlassen – und stellt fest, dass sie betrogen wurde. Ihre einstigen Kollegen wollen nichts mehr von ihrem Versprechen wissen. Doch Soo-yeong schlägt zurück und beginnt einen erbarmungslosen Kampf um Gerechtigkeit. Nach THE VILLAINESS und den beiden Teilen von THE WITCH ein weiterer Rachethriller mit weiblicher Hauptfigur aus Südkorea – der eine gehörige Portion bitterbösen schwarzen Humor mitbringt. In dem Female Action-Highlight betört die für ihre Leistung in SECRET SUNSHINE in Cannes ausgezeichnete Hauptdarstellerin Jeon Do-yeon als ebenso tougher wie süffisanter Racheengel mit Schlagstock und Knarre.
REVOLVER versammelt Gedanken, Ansichten und Träume filmschaffender Leute und will direkt, präzise und ehrlich über den Film der Zukunft sprechen. Wir fühlen uns den Puls und wundern uns ein bisschen, dass da immer noch Druck ist. Revolver geht ins 25. Jahr. Für eine Filmzeitschrift Greisenalter. Und es gibt Gegenwind. Die analoge Leserschaft schwindet. Papier- und Druckkosten steigen. Der Zugang zu Texten und Interviews über das Kino ist schier unendlich. Ist unser Projekt noch zeitgemäß? Wir finden, dass sich Konzentration mehr denn je lohnt. Falls das eine anachronistische Haltung ist: Wir können sie empfehlen.
Seit sie sich von ihrem Mann getrennt hat, lebt Mrs. Delaphine in bescheidenem Luxus - nicht selten auf Kosten Dritter. So schafft sie sich eine Reihe von Feinden - bis einer von ihnen die bösartige Schmarotzerin endgültig beseitigt. Die Tatwaffe - ein Revolver - bringt eine Gruppe exzentrischer Künstlernaturen in arge Bedrängnis... Der Roman DER VERSTECKTE REVOLVER der US-amerikanischen Kriminal-Schriftstellerin Margaret Scherf (* 01. April 1908 in Fairmont, West Virginia; † 12. März 1979 in Kalispell, Montana) erschien erstmals im Jahr 1949; eine deutsche Erstveröffentlichung erfolgte 1959. Der Signum-Verlag veröffentlicht eine durchgesehene Neuausgabe dieses Klassikers der Kriminal-Literatur.
Die Flexvit Revolve Bänder sind ideal als Trainingsgeräte für verschiedenste Kräftigungs- & Dehnungsübungen Ihres Ganzkörpertrainings. Die spezielle Herstellungsweise erlaubt diesen Bändern eine besondere Dehnfähigkeit von ca. 230 %. Ein weiterer großer Vorteil der Revolve-Bänder: Durch ihre Flexibilität und Waschbarkeit (bis 60° C) können diese Bänder auch ideal in der Therapie und so z. B. schon am ersten Tag nach einer OP im Krankenhaus eingesetzt werden. Durch die Stoffumwebung des Gummi sind die Bänder allergikergeeigent und ziepfrei. Das Set besteht aus jeweils einem Band aller 4 Stärken.