Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-801_HansKock" Werke des Bildhauers Hans Kock (1920–2007) finden sich nicht nur in privaten und öffentlichen Sammlungen Deutschlands, vor allem prägen sie den öffentlichen Raum in norddeutschen Städten wie Hamburg und Kiel. Aufgestellt an zentralen Orten, gestalten die großen Granit- oder Bronze-Skulpturen den Stadtraum aktiv mit. Einzigartig ist der Skulpturenpark der Hans-Kock-Stiftung auf dem Gut Seekamp in Kiel-Schilksee, wo eine Vielzahl an plastischen Werken im Einklang mit der Natur zu erleben ist. Wie viele andere Kunstschaffende der Nachkriegszeit in Europa und den USA, beschäftigte sich Kock intensiv mit dem Verhältnis von Gegenständlichkeit und Abstraktion. So entstanden an der Natur orientierte Aktfiguren und Porträts zur gleichen Zeit wie abstrakte Skulpturen aus stereometrischen und organischen Elementen. Letztlich ging es Kock jedoch um die Aufhebung der scheinbaren Gegensätze, mit denen die Kunst seiner Zeit rang.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-794_GoldenePassion" Die Publikation löst ein spannendes Rätsel im Werk des berühmten Augsburger Barockbildhauers Georg Petel (1601/02–1634); der im 18. Jahrhundert als »deutscher Michelangelo« gerühmt wurde. Sie präsentiert die spektakuläre Rekonstruktion seiner vergoldeten Kreuzigungsgruppe aus einem bislang verschollen geglaubten Kruzifixus des Bayerischen Nationalmuseums in München und seinen virtuos gestalteten Schächern aus dem Berliner Bode-Museum. Im Buch werden zum einen die Vita des bedeutenden Bildhauers und sein künstlerischer Werdegang näher beleuchtet, andererseits steht die Diskussion der Zusammengehörigkeit der Bronzefiguren der Schächer mit dem Münchner Christus im Mittelpunkt. Darüber hinaus: Wie lässt sich der genaue Darstellungszeitpunkt innerhalb des Passionsgeschehens identifizieren? Und was ist die Geschichte der vielfältigen künstlerischen Bezüge, unter anderem zu Michelangelo und Rubens, zu Meisterwerken der Antike und des römischen Hochbarock? Spannend zu beobachten sind zudem die Nachbildungen der Schächer, die die Bekanntheit von Petels Erfindungen eindrucksvoll demonstrieren. Ein kunsttechnologischer Beitrag schließt das Buch und führt mit Hilfe computertomografischer Aufnahmen die Herstellungstechnik der Bronzen vor Augen
Der fotografische Nachlass von Heinrich und Thea Weskamp in der Deutschen Fotothek bildet den Ausgangspunkt für eine vergleichende Untersuchung der Bildpublizistik zum Thema Arbeit im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit der BRD. Das Fotografenpaar arbeitete zwischen 1930 und 1960 für verschiedene illustrierte Zeitschriften. Mit ihren Bildern speisten sie den für die nationalsozialistische Ideologie zentralen Topos der »Deutschen Arbeit«. Mit der Frage nach dessen Fortleben in den Bild- und Mediendiskursen der Nachkriegszeit widmet sich der Band einem Desiderat der fotohistorischen Forschung. Anhand der drei Bereiche Landwirtschaft, Industrie und Hauswirtschaft analysiert die Autorin die Fotografien der Weskamps in ihren medialen und gesellschaftlichen Kontexten und zeigt dabei Kontinuitäten sowie Brüche in den (visuellen) Leitbildern von Arbeit auf. Die Publikation leistet zugleich eine erste kritische Aufarbeitung des fotografischen Nachlasses von Heinrich und Thea Weskamp sowie ihrer Netzwerke und Arbeitsweisen und verweist auf das Potenzial für weiterführende Forschungen.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-833_DoraHitz" Die Malerin Dora Hitz (1853–1924) brachte die Moderne nach Berlin. Zusammen mit Max Liebermann zählte sie zu der künstlerischen Avantgarde der Vereinigung der XI und war 1899 Gründungsmitglied der Berliner Secession. Von München ging sie als Hofmalerin an den Königshof nach Bukarest. Es folgten inspirierende Jahre in Paris, anschließend ließ sie sich im kaiserlichen Berlin nieder. Das Buch untersucht, inwiefern sie »um das Neue« kämpfte und was an ihren Werken bereits 1925 als »das Alte« charakterisiert werden konnte. Trotz der Herausforderungen ihrer Zeit, in der Frauen der Zugang zu Kunstakademien noch verwehrt blieb, gelang es ihr, sich einen Namen zu machen, Erfolg in Ausstellungen zu erzielen und Beachtung in der Kunstkritik zu finden. Hitz, zeitlebens alleinstehend, führte eine eigene Malschule am Lützowplatz in Berlin und war auf den Verkauf ihrer Bilder angewiesen. Zum 100. Todestag erscheint diese Publikation als Gemeinschaftsprojekt der Liebermann-Villa am Wannsee, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Bröhan Museums, um das Leben und Werk der Künstlerin genauer in Augenschein zu nehmen.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-860_WunderWissenschaft" Im frühen 18. Jahrhundert wurde Europa von einer fieberhaften Begeisterung für ein neues Material erfasst: das echte Porzellan. Weiß, fein und glänzend repräsentiert es wie kein anderes das Lebensgefühl dieser Epoche. Am Anfang standen Forschergeist und Sammellust, aber auch das Ziel einer wirtschaftlichen Blüte. Von den Porzellanen aus Ostasien mit ihren nie zuvor gesehenen Farbklängen und Dekoren beeindruckt, machten sich Alchemisten, Mediziner und Apotheker auf die Suche nach der Rezeptur. Schließlich wurde in einem geheimen Laboratorium nahe dem Gartenpalais Liechtenstein 1718 die Wiener Porzellanmanufaktur – die zweite in Europa nach der in Meißen – von dem Entrepreneur Claudius Innocentius du Paquier unter kaiserlichem Schutz gegründet. Ihre charaktervollen Werke reflektieren zeitgenössische Kunst und Naturwissenschaften, aber auch Festkultur und Alltag bei Hof.
Michael Tank hat sich an der DDR gerieben, Missstände prangerte er beharrlich an. Gleichzeitig ist in seinen Fotografien eine gewisse Sehnsucht nach einem Aufbruch spürbar, Hoffnung auf Veränderung, später dann zunehmend Resignation. Wie und unter welchen Umständen Tank das Leben in der DDR bis zu seiner Flucht fotografisch ins Bild gesetzt hat, ist bemerkenswert, auch weil er von Rostock aus weit abseits der Ostberliner Bohème agierte, von der die kritische ostdeutsche Fotografie der 1980er-Jahre maßgeblich geprägt worden ist. Seine Motive fand Tank im privaten und betrieblichen Umfeld, mitten im Alltag, aber auch an den Rändern der Gesellschaft. Die erste umfangreiche Auswahl aus dem Werk von Michael Tank lädt ein zur Wiederentdeckung eines Fotografen, dessen Bilder durch einen authentischen, immer empathischen und vor allem fordernden Blick geprägt sind. Michael Tank wollte zeigen, was ist, mit dem Anspruch, dass es nicht so bleibt.
Im Festjahr Bauhaus Dessau 100 wird mit Fritz Winter ein Maler in den Fokus gestellt, dessen künstlerische Entwicklung aufs Engste mit dieser Kunstschule der Moderne verbunden ist. Ausgehend von Arbeiten, die in seiner Studienzeit ab 1927 in Dessau entstanden und die Einflüsse des Unterrichts der Bauhausmeister – insbesondere Paul Klees – widerspiegeln, soll seine Entwicklung über die formalen Experimente der 1930er-Jahre bis hin zu den Werken der unmittelbaren Nachkriegszeit präsentiert werden. In den 1950er-Jahren war Winter zu einer der prägendsten Figuren der westdeutschen Nachkriegskunst avanciert und prominent auf den ersten documenta-Ausstellungen vertreten. Seine öffentliche Wahrnehmung war noch immer von seiner Herkunft aus dem Bauhaus bestimmt. In Dessau erhielt er aber nicht nur seine Ausbildung, mit dem Blonden Mädchen wurde 1928 auch erstmals eines seiner Werke von einem Museum angekauft.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-800_100Positionen" 100 Jahre Deutsche Fotothek sind 100 Jahre Entwicklung und Veränderung. Namen und Standorte haben gewechselt, Funktionen und Aufgaben haben sich gewandelt, Sammlungsprofile wurden geschärft. Heute ist die Deutsche Fotothek mit ihrem Profil als Archiv der Fotografen eines der bedeutendsten Bildarchive in Europa. Das Buch blickt zurück auf eine wechselvolle Geschichte und vor allem auf das, was die Institution heute ausmacht: ein zentraler Ort zu sein für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des fotografischen Erbes. Anhand von 100 Positionen wird das ganze Spektrum dessen aufgeblättert, was Fotografie ist: Dokumentation, Kunst, Reportage, Werbung oder Experiment – mit vielen bekannten Fotografinnen und Fotografen und solchen, die neu oder wieder zu entdecken sind. Der abwechslungsreiche Bildparcours durch die Fotografiegeschichte bietet überraschende und assoziationsreiche Begegnungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Ost und West, zwischen Nah und Fern und zeigt die Vielfalt der Sammlung.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-771_GreteRing" Schon ein kurzer Blick auf Leben und Werk von Grete Ring (1887–1952) verdeutlicht ihre bemerkenswerten Leistungen als Kunsthistorikerin und Kunsthändlerin. Als eine der ersten Frauen, die Kunstgeschichte studierten, promovierte sie bei Heinrich Wölfflin. Schon Anfang der 1920er Jahre arbeitete sie als Kunsthändlerin im renommierten Kunstsalon Cassirer in Berlin, daraufhin sogar als Geschäftspartnerin. Über die Jahre hinweg trug Ring eine beeindruckende Sammlung französischer und deutscher Zeichnungen zusammen und publizierte in Fachzeitschriften in ganz Europa. Ihre Entdeckung der berüchtigten Wacker’schen Van-Gogh-Fälschungen war 1928 eine Sensation. Ein entscheidender Wendepunkt in ihrem Leben war ihre Flucht aus Deutschland im Jahr 1938 und die anschließende Eröffnung einer Filiale der Firma Cassirer in London. Ihre Monografie über französische Malerei im 15. Jahrhundert blieb über Jahrzehnte ein Standardwerk für dieses Gebiet. Trotz dieser beeindruckenden Karriere geriet Grete Ring in Vergessenheit. In der Publikation werden ihr Leben genauer in Augenschein genommen und ihre herausragende Stellung im Kunsthandel der Weimarer Republik hervorgehoben.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-773_HausAmHorn" Das »Haus Am Horn« ist das einzige vom Staatlichen Bauhaus in Weimar errichtete Gebäude – ausgestattet von Studenten als Muster- und Experimentalbau zur großen Bauhaus-Ausstellung 1923 – und feiert 2023 das 100-jährige Jubiläum. 1996 wurde es mit weiteren Bauhaus-Bauten in Weimar und Dessau zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Freundeskreis der Bauhaus-Universität Weimar übernahm kurz darauf das Haus, organisierte die denkmalpflegerische Sanierung und machte das Gebäude zu einem Treffpunkt für Bauhaus-Interessierte aus aller Welt. Im Buch berichten Experten sowie Zeitzeugen von der komplizierten Nutzungsgeschichte des Hauses, das heute Teil des Bauhaus-Museums der Klassik Stiftung Weimar ist. Damit wird es in die Politik-, Sozial- und Kulturgeschichte Deutschlands seit 1919 eingebettet. Zugleich spiegelt die Publikation die Entwicklung der Rezeption des Bauhauses und die der Denkmalpflege von Bauten der Klassischen Moderne in dieser Zeit wider.
Die meisten Gäste besuchen das Museum für Sächsische Volkskunst in der Weihnachts- und Osterzeit, um sich von den festlichen Dekorationen und den vielen Ständen mit Kauf- und Mitmachangeboten anregen zu lassen. Ganzjährig nutzen Familien den Kinderpfad mit verschiedenen Aktivitäten, während Touristenpaare die landeskundlichen Aspekte schätzen und Stammgäste die wechselnden Sonderausstellungen besuchen. Auch Künstler und Künstlerinnen berichten von der Inspiration durch die Authentizität der Volkskunst. Das Museum vertritt verschiedene Perspektiven, wobei es sich bemüht, die Vergangenheit durch einen fächerübergreifenden kulturhistorischen Ansatz zu beleuchten. Dieses Buch folgt dem Rundgang des Museums, stellt einzelne Exponate vor, dokumentiert Ausstellungstexte und reflektiert Sonderausstellungen.
Quirlig, vital, kreativ – die Äußere Neustadt gilt in Dresden als Szene-, Kneipen- und Studentenviertel schlechthin. Zwischen Bautzner Straße und Bischofsweg brennt auch spät noch Licht, das unzählige Nachtschwärmer anzieht. Und auch bei Tage geht es bunt und tolerant zu, denn: Die Kulisse ist bewohnt! Mit der höchsten Einwohnerdichte in der Landeshauptstadt, der jüngsten und sehr geburtenfreudigen Bevölkerung, mit seiner Urbanität, der regen Gewerbetätigkeit und seinen aktiven Bewohnern hat der Stadtteil inzwischen eine Anziehungskraft gewonnen, die an jene in der Gründerzeit anknüpft. Una Giesecke, selbst mit der Äußeren Neustadt verwachsen, spürt der Geschichte des Viertels nach und fördert durch intensive Recherchen und Interviews mit Zeitzeugen aufschlussreiche Fakten zutage. Die vor über zehn Jahren in erster Auflage entstandene Stadtteil- Broschüre hat sie nun komplett überarbeitet und um wichtige Kapitel erweitert. Die Entwicklung vom unwirtlichen Sande zur Gartenvorstadt, die Stadterweiterung im 19. Jahrhundert und das Leben bis 1945 wurden mit viel Wissenswertem angereichert. Außerdem spannt sich der Bogen nun weiter über die Nachkriegsjahre und die DDR-Zeit, während derer dem Stadtteil der Flächenabriss drohte. Den Anfang der 90er Jahre hingegen kennzeichneten Spekulation und Verdrängung – der Widerstand der Bewohner war beflügelt von Kreativität und Eigeninitiative. Den fröhlichen Aufbruch in die Meinungsvielfalt konnten alle Widrigkeiten nicht aufhalten. Der reich bebilderte Band widmet sich dem bewegten Schicksal eines Stadtteils, dem Aufbruch und Verfall, der allgegenwärtigen Lebendigkeit und Anziehungskraft der Äußeren Neustadt.
Mit dem Schaufler Lab@TU Dresden schaffen die TU Dresden und The Schaufler Foundation ein lebendiges und spannendes Forum für einen zukunftsweisenden Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. 2021 setzte sich der Künstler Anton Ginzburg (geb. 1974 in St. Petersburg, lebt in New York) im Rahmen der Schaufler Residency@TU Dresden mit Konzepten von Kreativität und kultureller Arbeit im historischen Kontext auseinander, wobei Künstliche Intelligenz vornehmlich als übergeordnetes gesellschaftliches Narrativ zwischen Utopie und Disruption fungierte. So sind seine Werke beseelt von dem Geist maschineller Teilhabe, die sich auch in der Öffentlichkeit immer mehr in die Prozesse ihrer Organisation einschreibt und diese verändert.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-680_JanusLaCour" In einem Europa der fortschreitenden Industrialisierung und der modernen Stile hat der dänische Maler Janus la Cour (1837–1909) eine Vision: Er will einen leeren dänischen Strand malen, karg und einsam. Er macht sich auf die Suche nach der Macht der Stille, meidet dabei die Großstädte, die Bahnhöfe sowie die Menschen. La Cour entwirft in seiner Heimat, aber auch in der Schweiz und in Italien kühle Gemälde, die immer wieder die gleichen menschenleeren Naturorte und -motive umkreisen, vor allem Strände, Felsen, Steine. Fast konzeptuell wirkt sein Werk, welches der Moderne stilistisch ausweicht und bei realistischen Maltechniken bleibt. La Cour hat die Überformung der Natur durch den Menschen gespürt. Seine Gemälde sind wie letzte Denkmäler aus einer Zeit, in der man in Europa noch Stille finden konnte. Mit erzählerischem Schwung entdeckt Simon Elson diesen vergessenen europäischen Künstler neu. Zugrunde liegen dabei insbesondere die mehr als 60 Werke aus der Berliner Sammlung von Christoph Müller.
Sandstein Kultur Die Landschaft Ubbelohdes A1069682704
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-774_OttoUbbelohde" Der Marburger Künstler Otto Ubbelohde (1867–1922) hatte einen besonderen Blick für das Wesentliche der Natur und seiner heimatlichen Landschaft. Die von ihm geschaffenen Gemälde und Grafiken können sein Naturempfinden »hier und jetzt« erlebbar machen, geprägt von der Energie und Dynamik der Natur, von der Schönheit der Landschaft. Das vom Künstler selbst entworfene Wohn- und Atelierhaus in Goßfelden unweit von Marburg bildete das Zentrum seines Schaffens. Eine Auswahl aus den reichen Beständen der Otto Ubbelohde-Stiftung und des Kunstmuseums Marburg führt, ergänzt um Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen, das ganze Spektrum der Kunst Ubbelohdes vor Augen. Zwölf Textbeiträge würdigen sein malerisches und grafisches Werk und beleuchten wesentliche Kontexte wie das Künstlerhaus, die Studienaufenthalte in München und Worpswede, den Ersten Weltkrieg oder die ökonomischen Bedingungen der Künstlerexistenz.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-735_SehnsuchtLandschaft" Ihr 100-jähriges Bestehen nimmt die Grafische Sammlung der Kunstsammlungen Chemnitz zum Anlass, eine exquisite Auswahl eines bisher wenig beachteten Schatzes zu präsentieren: Im Mittelpunkt von Sehnsucht Landschaft stehen 100 Zeichnungen und Aquarelle des 18. und 19. Jahrhunderts, die sowohl einen wesentlichen Sammlungsschwerpunkt widerspiegeln als auch die bildliche Poesie und den Drang nach Freiheit der damaligen Zeit in sich vereinen. Denn bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert suchte man als Reaktion auf die Strenge des Klassizismus und als Ruhepol zur stärker werdenden Industrialisierung Zuflucht in der Betonung von Individualität und Gefühlen. Die Natur als gottgeschaffene Schönheit wurde damit zur Projektionsfläche menschlicher Empfindungen. Der hier gezeigte Streifzug durch die zu Papier gebrachten Landschaften lässt die unglaubliche Vielfalt an Natureindrücken sichtbar werden: Die Reise führt durch Waldidyllen, flache Flussebenen sowie imposante Felslandschaften und zeigt sehnsuchtsvolle Motive aus Sachsen sowie den damaligen Reisezielen Italien, Böhmen und der bizarren Bergwelt der Alpen. Drei ausgewählte Arbeiten zeitgenössischer Künstler unterstreichen dabei die Aktualität und die zeitlose Wandelbarkeit des Sehnsuchtsmotivs.
Eine Leseprobe finden Sie unter "https://verlag.sandstein.de/reader/98-817_MoritzGoetze" Moritz Götze passt künstlerisch in keine Schublade. Der zeitgenössische deutsche Maler, Grafiker und Objektkünstler verwebt Einflüsse aus Pop-Art, Comic und der Vergangenheit zu einem unvergleichlich originellen Werk. Seine Handschrift ist insbesondere in seinen grafischen Arbeiten unverkennbar. Inhaltlich verarbeitet der Hallenser Künstler Kulturgeschichtliches und Kunsthistorisches mit besonderem Interesse an ostdeutscher Gesellschaftsgeschichte. Dabei lässt er Alltagsgegenstände und Erlebnisse aus seinem Leben in seine Bildsprache einfließen. Rastlos trägt der leidenschaftliche Sammler und talentierte Tausendsassa Moritz Götze neue Ideen, Visionen und Gegenstände zusammen, die der von Inspiration und dem Willen zur bildenden Kunst Getriebene in seinen Werken bildnerisch umsetzt.
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