Bibliothek und Notizverwaltung für unterwegs
Scribe ist sehr groß, was für die tägliche Nutzung sehr gut ist. Neben den normalen Kindle-Funktionen ist die Notizfunktion herausragend. Ich habe eine ziemlich abgeschliffene Handschrift, aber trotzdem ließen sich Zusammenfassungen automatisch erstellen, Scribe konnte das lesen.
Bisher habe ich nur einen Bruchteil der Möglichkeiten ausgenutzt. Für mich ist aber wichtig, das ich meine eigenen Kindle-Ebooks lesen und bearbeiten kann (ich erstelle meine Bücher als Epub3-Bücher, die ich zu Kindle konvertiere).
Klaischer kindl mit der Möglichkeit Notizen zu erfassen
Ich wollte einen kindl mit dem ich ganz normal Bücher lesen kann. Das funktioniert einwandfrei. Zusätzlich habe ich etwas gesucht, um im Urlaub nicht immer Stift und Papier mit rum schleppen zu müssen. Auch hier bin ich maximal zufrieden. Größe ist genau richtig, um gut lesen zu können (nicht zu schwer) aber auch um Notizen (es gibt mehrere Vorlagen, wie z.B. karriert oder Checkliste) erfassen zu können (vergleichbar mit einem DIN A5 Block)
Auch kann man Notizen in einem Buch erfassen. Das nutze ich aber selten bis gar nicht.
Kein Ersatz für meinen alten Kindle Touch!
So langsam werde ich unruhig - Amazon hat beschlossen das ich meinen alten Kindle Touch (der seit 2014 fehlerfrei seinen Dienst tut und immer noch super funktioniert) entsorgen muss.
Nur ERSATZ dafür findet sich NICHT!
Ich habe den alten Touch ja nicht für "nix" noch nicht ersetzt....
Alle Versuche mit normalem Kindle, Paperwhite, Oasis, und was es noch so gab brachten exakt 1 Ergebnis: das Display JEDES aktuellen Gerätes ist unscharf und dunkel im Vergleich zu meinem geliebten alten Kindle Touch!
Lesen macht mir auf diesen bräunlichen und verwaschen wirkenden Displays einfach keine Freude. Ich habe eine sehr hohe Sehleistung (über 160%) und sehr empfindliche Augen. Diese dumme moderne integrierte Beleuchtung strengt meine Augen sehr an. Mit geht also nicht - und ohne sind die Displays absolut unbenutzbar.
So auch wieder bei diesem hier - er ist deutlich weniger dunkel als das Nachfolgemodell, ich kann sogar den "Fett-Grad" einer Schrift in vielen kleinen Schritten verstellen - eigentlich super - wenn er nur nicht wieder so verwaschen wirken würde im Vergleich zu meinem alten (hat man den Vergleich nicht ist er nicht gar so übel - mir ist er aber definitiv "nix").
So langsam befürchte ich das ich kein neues Gerät finden werde. Auch Andoid-Geräte helfen nicht da die Kindle-Lese-App den Lesespaß ruiniert (die ist nicht genug einstellbar, Schriften werden dann viel zu dünn dargestellt obschon die Geräte das viel besser könnten - und einstellbar war da auch nichts).
Zudem steht im Internet das dieser verwaschene Eindruck der Schrift scheinbar durch eine zusätzliche Displayschicht hervorgerufen wird die für die dumme Beleuchtung benötigt wird. Das aber auch Geräte OHNE Beleuchtung (die es als Kindle leider gar nicht mehr gibt) diese Schicht haben (ist halt günstiger als ein 2. ordentliches Display zu bauen....).
Momentan stehe ich vor der Entscheidung beim lesen angestrengt/genervt zu werden durch ein unpassendes Gerät (ein NO GO) - oder mein Kindle Unlimited nach 12 Jahren zwangsweise zu kündigen. Toll.
Ich werde noch einen letzten Versuch mit normalem Kindle und Paperwhite machen - da die Displayqualität bei denen scheinbar sehr "streut" habe ich vielleicht Glück und bekomme doch mal einen brauchbaren in die Finger (die Hoffnung stirbt zuletzt....).
Ein hochwertiger E-Reader und digitaler Notizblock mit KI-Funktionen
Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich mir ein refurbished Kindle Scribe kaufen sollte. Da der Preis zum Zeitpunkt des Kaufs jedoch nur knapp über dem der aktuellen Kindle Paperwhite Signature Edition lag, habe ich mich schließlich dafür entschieden.
Optik und Gewicht
Geliefert wurde ein optisch neuwertiges Gerät mit Ladekabel, einem ebenfalls neuwertigen Premium-Stift sowie fünf Ersatzspitzen. Das Kindle besitzt ein dunkelgraues, metallisch schimmerndes Finish, das an Apples „Space Grey“ erinnert. Eine Seite des Geräts ist mit einem breiten Rand versehen, der ein bequemes einhändiges Halten ermöglicht, ohne dabei den Bildschirm zu berühren.
Mit einem Gewicht von 433 g ist der Kindle Scribe mit dem 10,2 Zoll-Display ist etwa doppelt so schwer wie der Paperwhite und knapp 2,5-mal schwerer als das Basic Kindle Modell. Da auf dem Kindle kein stufenloses Zoomen möglich ist und ich viele Bücher im PDF-Format lese, war mir genau diese Displaygröße besonders wichtig. So lässt sich Text in einer angenehmen Größe lesen, ohne ständig scrollen oder Seiten verschieben zu müssen.
Funktionen
Der Kindle Scribe (Modell 2022) wirkt im direkten Vergleich schneller als der Paperwhite (2025). Die Reaktionszeiten sind kürzer, alles läuft insgesamt sehr flüssig. Das hochauflösende Display sorgt für gestochen scharfen Text und ein angenehmes Lesegefühl.
Premium-Stift
Der Premium-Eingabestift verfügt über eine seitliche Taste sowie einen Radiergummi mit beweglicher Spitze. Markierungen und Notizen lassen sich direkt mit dem Radiergummi entfernen, ohne zuvor das entsprechende Werkzeug in der Leiste auswählen zu müssen. Beim Schreiben mit Stift, Füller oder Bleistift unterstützt der Stift sowohl Druck- als auch Neigungssensitivität, wodurch sich Strichbreite und Intensität beim Schreiben und Zeichnen variieren lassen.
Anmerkungen und Notizen erstellen
Anmerkungen lassen sich direkt im Buch erstellen. Über die obere Menüleiste kann man eine Übersicht aller im jeweiligen Buch oder Dokument angelegten Notizen aufrufen und bequem zwischen ihnen navigieren.
Das Schreiben auf dem Kindle Scribe fühlt sich dank der matten, papierähnlichen Bildschirmoberfläche sehr natürlich an. Die Software bietet vier Stiftvarianten – Stift, Füller, Marker und Bleistift – sowie einen Textmarker mit unterschiedlich breiten Spitzen. Zusätzlich lassen sich Notizbücher mit verschiedenen Layouts anlegen. Aktuell stehen 18 Vorlagen zur Verfügung, darunter horizontal oder vertikal linierte Seiten (schmal, mittel oder breit, mit oder ohne Rand), Blankoseiten, karierte und gepunktete Seiten, Checklisten, Tages-, Wochen- und Monatsplaner, Gewohnheitstracker, Storyboard und Musikpapier. Für jede Seite eines Notizbuchs kann ein eigenes Layout gewählt werden.
Das gepunktete Layout hat mich nicht überzeugt: Die Punkte sind relativ groß und treten stark in den Vordergrund. Zudem lässt sich weder die Punktgröße noch der Abstand anpassen, was gerade für Bullet Journaling hilfreich gewesen wäre.
KI-Werkzeuge
In der vorinstallierten Software-Version 5.18.3 waren die KI-Funktionen, unter anderem zum Systematisieren und Zusammenfassen von Notizen, noch nicht enthalten. Ein automatisches Update war über das Gerät nicht möglich. Um in den Genuß der KI-Funktionen zu kommen, muss man die neueste Software Version 5.18.6 von der Amazon Webseite herunterladen und ein manuelles Update durchführen.
Fazit
Insgesamt bin ich mit dem Kindle Scribe sehr zufrieden. Das große, scharfe Display ist insbesondere beim Lesen von PDFs ein klarer Vorteil, und das natürliche Schreibgefühl in Kombination mit dem präzisen Premium-Stift eignet sich nicht nur für handschriftliche Notizen, sondern ebenso für Zeichnungen und das strukturierte Arbeiten mit To-do-Listen. Die ergänzenden KI-Funktionen erleichtern das Organisieren umfangreicher Inhalte zusätzlich. Gerade als refurbished Gerät zum relativ günstigen Preis (219,00 EUR für das 16gb bzw. 245,00 EUR für das 32gb-Modell zum Zeitpunkt des Kaufs) ergibt sich daraus ein sehr stimmiges Gesamtpaket, das sich klar von kleineren Kindle-Modellen abhebt.
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