Testurteil: "7 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Meins!
Zitat: Die kleine Box für Kartenspiele ist man von Amigo gewohnt. Umso überraschender ist es, wenn man die Box öffnet: Die Karten sind deutlich kleiner als das übliche Format, deren Stärke allerdings gleich. Warum ist das so? "Weil man sonst zu viel Platz am Tisch benötigen würde" erklärte mir Autor Alexander Pfister - eine plausible Erklärung! Braucht es doch die Auslage der Beschaffungsmittel, ausliegende Exponate, die beiden Nachziehstapel, die Auslagen der Spieler und die zwischen den Spielern platzierten Kategoriekarten.Ob die benötigten Karten ausliegen oder nicht, ist natürlich an Glück gekoppelt. Mitunter kann man aber so taktisch spielen, dass andere Spieler es zumindest nicht ganz so einfach haben Exponate abzuräumen.Wer die Illustrationen der Exponate genauer betrachtet, wird viele lustige Details erkennen. So etwa eine Zeitschrift namens "X", die im Design ganz offensichtlich ein "Yps" darstellt. Oder einen Schaukasten mit einer goldenen Hand darin, unter der ein Schild "Diego" montiert ist - wenn das nicht Maradonas "Hand Gottes" sein soll...Abstriche muss man in Meins! in der Spielatmosphäre machen. Mitunter wird die Partie langatmig, wenn eine bestimmte Sorte Beschaffungsmittel oft gebraucht werden würde, selbige aber selten bis gar nicht aufgedeckt wird. Insgesamt ist Meins! aber ein solides Spiel, das in einer unscheinbaren Box geliefert wird. Es richtet sich an all jene, die einer Portion Glück nicht abgeneigt sind und es nicht übel nehmen, wenn die anvisierte Karte kurz vorher von einem Mitspieler weggeschnappt wird.