Testurteil: "7,0/10"
Test: Einzeltest: God Eater 3
Zitat: „Flotte Anime-Action mit viel Story und kurzweiligen, wenn auch oft einfachen Kämpfen.“
Klar, durch die offensichtlichen Ähnlichkeiten zu Monster Hunter liegt der Vergleich nahe, aber God Eater orientiert sich nicht zu stark an der Vorlage und bewahrt sich so eine eigene Identität. Das Kampfsystem etwa erinnert eher an Bayonetta, die Story ist viel komplizierter und allgegenwärtig. Die bombastische Musik setzt die Kämpfe schön in Szene, schade nur, dass die meisten schon nach wenigen Minuten vorbei sind und man wieder ohne große Mühen die Bestwertung für die Mission einfährt. Aber trotzdem: Ich hatte Spaß beim Metzeln und vor allem beim Herumprobieren mit diversen Ausrüstungsoptionen, sogar ein paar der Charaktere sind mir trotz ganz viel Klischeeballast irgendwie ans Herz gewachsen. Jemanden, der Zeke Wassernabel heißt, kann man ja eigentlich nur lieben. Die Monster hingegen bleiben kaum im Gedächtnis, sie sehen vollkommen austauschbar aus, genau wie die leeren Umgebungen - auch in dieser Hinsicht behält Monster Hunter die Oberhand. Trotzdem hat mich der Ausflug in die Zerstörte Welt von God Eater 3 gut unterhalten und ich würde auch eine Fortsetzung spielen.
+ Abwechslungsreiches Kampfsystem
+ Mit lokalem Koop-Modus und Online-Part
+ Gute Portierung, läuft meistens flüssig
+ Ordentliche, wenn auch manchmal langatmige Story
+ Ausrüstungsvielfalt
- Kamera und KI haben oft Probleme
- Kämpfe fallen zum Teil sehr einfach aus
- Karge Umgebungen und lahmes Monster-Design