Die Nintendo Switch möchte als Spielkonsole alles vereinen, was den japanischen Spiele-Hersteller weltweit bekannt gemacht hat. Spieler sollen bequem zu Hause vor dem eigenen Fernseher zocken können und gleichzeitig nicht auf mobilen Spielspaß verzichten müssen. Dafür bietet die Konsole verschiedene technische Eigenheiten, die es bisher noch bei keiner anderen Konsole gegeben hat. Bei der Auswahl der Games sind bekannte Nintendo-Vertreter wie Mario Kart, The Legend of Zelda oder Metroid: Dread für die Konsole erhältlich. Ferner finden sich viele Games für die Konsole, die im Multiplayer mit mehreren Spielern gezockt werden können und so Spaß für Freunde und Familien bieten.
Für wen ist die Nintendo Switch besonders geeignet?
Die Nintendo Switch richtet sich an zwei Zielgruppen: Einerseits ist die Konsole für Nutzer gedacht, die sowohl zu Hause als auch unterwegs im Zug oder im Urlaub ihre Games zocken möchten und sich für die First-Party-Exklusivtitel von Nintendo (wie Zelda, Mario und Co.) interessieren. Die Konsole bietet dafür drei unterschiedliche Modi. Im Handheld-Modus kann man die Switch wie eine tragbare Konsole verwenden. Dafür lässt sich der kleine Bildschirm mit den Joycons zusammenstecken.
Außerdem kann der Bildschirm im Tisch-Modus auch alleine aufgestellt werden. Die Joycons lassen sich dabei als einzelne Controller für zwei Spieler verwenden. Im klassischen TV-Modus wird das Handheld-Modul in die Docking-Station der Nintendo Switch gesteckt und überträgt das Spielerlebnis dann auf einen angeschlossenen Fernseher. Der Übergang zwischen den drei Spiel-Modi läuft dabei nahezu nahtlos ab, sodass Spieler keine langen Ladezeiten oder sonstige Pausen in Kauf nehmen müssen.
Zweitens ist die Konsole besonders für Mehrspieler-Runden im Familien- oder Freundeskreis gedacht. Neben den zwei integrierten Joycons können auch zwei weitere Controller mit kabellos mit der Konsole verbunden werden und erlauben dadurch Spiele-Erlebnisse für bis zu vier Spieler. Nintendo ist dafür bekannt, besonders einsteigerfreundliche Familien- und Mehrspieler-taugliche Gaming-Titel anzubieten, was die Switch auch für Nutzer interessant macht, die mit Videospielen sonst wenig Kontakt haben.
Welche Unterschiede gibt es zwischen Nintendo Switch und Nintendo Switch Lite?
Die Nintendo Switch Lite ist eine etwas vereinfachte Version der Konsole, die das Spielerlebnis der Nintendo Switch zu einem günstigeren Preis vermitteln will, aber auf ein paar Vorzüge verzichtet. Anders als bei der normalen Switch liegt der Fokus der Switch Lite ausschließlich auf dem Handheld-Modus. Die Switch Lite besteht deshalb nur aus dem Handheld-Modul ohne abnehmbare Joycons. Dadurch kann die Konsole nicht wie eine Nintendo Switch mit einer Docking-Station verbunden werden, um im TV-Modus zu spielen. Weil der Switch Lite ein Videodisplay-Prozessor fehlt, kann sie an einem Fernseher kein Bild ausgeben. Es ist aber möglich, die Switch Lite im Tisch-Modus zu verwenden. Dafür benötigt man aber zusätzliche Joycons oder einen Pro-Controller und einen Extra-Aufsteller.
Ferner verfügt die Switch Lite im direkten Vergleich zur Switch oder zur OLED Switch über einen kleineren Bildschirm. Während bei der Switch mit Docking-Station und abnehmbaren Controllern das Display eine Bildschirmdiagonale von 6,2 Zoll (15,75cm) hat, beträgt die Bildschirmdiagonale bei der Nintendo Switch Lite 5,5 Zoll (13,97cm). Die OLED ist dagegen die größte Variante der Konsole mit einer Bildschirm-Diagonale von 7 Zoll (17,78cm).
Auch die Akkuleistungen der Switch-Modelle unterscheiden sich voneinander. Die Nintendo Switch bietet im Schnitt fünf Stunden an Laufzeit. Die Lite-Variante benötigt dagegen nach viereinhalb Stunden wieder eine Aufladung. Insgesamt hat die OLED wieder die Nase vorn und kann mit bis zu fünfeinhalb Stunden Akkulaufzeit glänzen.
Welche Zubehörteile sind für die Nintendo Switch erhältlich?
Neben Ersatzteilen für die einzelnen Bedienelemente der Nintendo Switch gibt es auch eine Reihe von Zubehörteilen, die sich Nutzer für ihre Konsole zulegen können. Unter anderem haben sie die Möglichkeit, den Speicherplatz ihrer Switch vergrößern, indem sie MicroSD-Karten zum Austauschen zur Konsole dazukaufen. Neben handelsüblichen Speicherkarten gibt es auch spezielle MicroSD-Karten im passenden Nintendo-Design.
Für Spieler, die die Steuerung mit den Joycons etwas ungelenk empfinden, hat Nintendo sogenannte Nintendo Switch Pro Controller im Sortiment, die vom Design und der Button-Belegung eher wie ein normaler Gaming-Controller aufgebaut sind und für das Spielen im TV-Modus oder im Tisch-Modus genutzt werden können. Außerdem bietet Nintendo einen Retro-Controller an, der wie der Controller des Nintendo Gamecubes aufgebaut ist.
Wer dagegen mit den Joycons spielen möchte, kann sich nicht nur die Controller in den unterschiedlichsten Farben kaufen, um damit seine Nintendo Switch zu personalisieren. Es gibt auch die Handschlaufen in unterschiedlichen Farben. Ebenso können sich Switch-Besitzer eine Aufladehalterung für die Joycons kaufen. Werden die Mini-Controller in die Halterung gesteckt, lassen sie sich wie ein handelsüblicher Controller benutzen und werden gleichzeitig beim Spielen aufgeladen. Zusätzlich gibt es auch Lenkradhalterungen, in die jeweils ein Joycon eingesetzt werden kann, um bei Rennspielen ein etwas realistischeres Lenkgefühl zu haben.
Damit die Nintendo Switch im Tisch-Modus möglichst lange Spielspaß bietet, kann für die Konsole eine Halterung gekauft werden, mit der sie unterwegs beim Spielen aufgeladen wird. Überdies lassen sich für das Handheld-Modul der Konsole Sicherheitstaschen und Display-Folien kaufen. Hier muss man aber aufpassen, dass die richtigen Teile gekauft werden, da die Display-Folie für eine Nintendo Switch OLED bspw. deutlich größer ist als für die Switch Lite.
Gibt es Multiplayer- oder Online-Spielmöglichkeiten auf der Nintendo Switch?
Es ist bei der Nintendo Switch möglich, online zusammen mit anderen Spielern zu spielen oder auch einen für bis zu vier Spieler ausgelegten lokalen Multiplayer für einige Spiele zu erstellen. Während ein lokaler Multiplayer ohne weitere Voraussetzungen funktioniert, müssen Spieler für Online Multiplayer allerdings ein kostenpflichtiges Abo für Nintendo Online abschließen.
Im normalen Abo sind neben einem vergrößerten Cloud-Speicher auch einige Retro-Spiele vom NES und Super NES enthalten. Wer dagegen ein Nintendo Switch Plus Abo abschließt, bekommt außerdem Zugang zu ausgewählten Titeln des N64 und des Sega Mega Drives. Zusätzlich haben Spieler durch dieses erweiterte Abo Zugriff auf Bonus-Inhalte für einige Spiele, die ansonsten separat zum Spiel gekauft werden müssten.
Wie lade ich meine Nintendo Switch auf, und wie lange hält der Akku?
Die Nintendo Switch und die OLED-Variante lassen sich einfach aufladen, indem das Handheld-Modul in die Docking-Station gestellt wird. Dabei werden die Joycons automatisch mit aufgeladen, wenn sie an das Modul angesteckt sind. Zusätzlich lassen sich die Konsolen mit einem USB-C-Kabel aufladen, wenn man gerade mal unterwegs ist. Bei der Switch Lite ist das USB-C-Kabel die einzige Möglichkeit, um den Handheld zu laden.
Wie lange ein Akku bei voller Aufladung hält, hängt sowohl von der Nutzung als auch von der Konsole ab. Die Nintendo Switch OLED hat die beste Akkulaufzeit und kann knapp fünfeinhalb Stunden zum Zocken im Handheld-Modus verwendet werden, ohne aufgeladen zu werden. Die Standard-Switch ist hier ein klein wenig im Nachteil, weil ihre Akkulaufzeit gut eine halbe Stunde kürzer ausfällt. Schlusslicht bei der Akkuleistung ist dagegen die Switch Lite, die bei 100 % Akkuleistung nur viereinhalb Stunden Spielspaß bieten kann.
Interessanterweise ist die reine Akkulaufzeit der Joycons deutlich höher. Sie können bis zu zwanzig Stunden benutzt werden, ohne aufgeladen zu werden. Wer die Laufzeit zusätzlich erhöhen möchte, kann außerdem ein Battery-Pack für die Mini-Controller kaufen.
Wie funktioniert der Datentransfer und die Datensicherung auf der Nintendo Switch?
Die Nintendo Switch erlaubt es den Nutzern, ihre Spielprofile von einer Konsole zu einer anderen zu verschieben. Das geht relativ einfach, indem man zunächst die alte Konsole als Ausgangskonsole und die neue Switch als Zielkonsole festlegt.
Über die Systemsteuerung im Home-Menü können Spieler beim Nutzer-Abschnitt bequem ihre Nutzerdaten verschieben. Damit die neuen Daten auf der Zielkonsole empfangen werden können, müssen die Nutzer sich allerdings vorher mit ihrem Nintendo-Account auf der neuen Switch-Konsole einmal anmelden. Den restlichen Vorgang erledigt das Gerät dann von selbst.
Wer dagegen eine Datensicherung machen möchte, der benötigt dafür ein Online-Abo von Nintendo Switch. Einzelne Spielstände lassen sich dann in den jeweiligen Spielen über das Optionsmenü anlegen. Hier haben Nutzer auch die Möglichkeit, ein automatisches Cloud-Speichern ein- oder auszuschalten.
Sollen die Daten aus der Cloud dann wieder auf die Konsole zurückübertragen werden, geht das über die Systemsteuerung im Home-Menü des Gerätes. Hier können Nutzer die Datenverwaltung auswählen und haben Zugriff auf die Cloud-Speicher ihrer Switch-Profile.
Auch die Spieldaten lassen sich auf einer Switch-Konsole vergleichsweise bequem verschieben. Das ist auch notwendig, da der eingebaute Speicher mit 32 GB sehr knapp ausfällt. Glücklicherweise können Nutzer aber Zusatzspeicher in Form von MicroSD-Karten zukaufen und dann Spiele vom internen Speicher einfach auf die SD-Karten übertragen. Im Datenmanagment-Abschnitt des Home-Menüs können die Spieler einfach auswählen, welche Spiele auf die Wechseldatenträger verschoben werden sollen, um dadurch wieder Platz auf der Konsole zu schaffen.
Fazit
Die Nintendo Switch ist eine ausgewogene Konsole, mit der man sowohl zu Hause vor dem eigenen Fernseher als auch unterwegs bequem zocken kann. Die verschiedenen Spiel-Modi und das Wechseln sind sehr einfach und es gibt hilfreiches Zubehör, um das Spielgefühl etwas individueller anzupassen. Lediglich die Abo-Pflicht zum Online-Spielen im Multiplayer ist etwas störend, wird dafür aber durch Zugriff auf eine Auswahl an Retro-Spielen etwas gemildert.
vielseitige Verwendungsmöglichkeiten
nahtloser Übergang der Spielmodi
Zugang zu großer Online-Retro-Bibliothek
geringer Speicher
Akkulaufzeit etwas niedrig
Online-Features nur mit kostenpflichtigen Abos möglich













































