Testurteil: "5.0/10"
Test: Einzeltest: WRC 5
Zitat: Pro: + Große Anzahl an Strecken
+ Karrieremodus mit drei Klassen
+ Splitscreen-Modus
+ Präzise Ansagen des Kopiloten
Contra: - Schwache Technik
- Keine authentischen Strecken
- Kein Shakedown, kein Qualifying
- Zeiten der Konkurrenten werden nicht berechnet
WRC 5 kaufen oder nicht? Och, eigentlich nicht, denn ihr verpasst nichts. Was hat Verleger Bigben auch von Kylotonn erwartet? Ein Debüt mit Potenzial für Fabelwertungen? Einen Meilenstein der Offroad-Raserei, möglicherweise ein höchst innovatives Produkt? Das wäre unrealistisch, und die Entwickler selbst sollten wissen, dass ihre Vorgänger von Black Bean zwei, drei Jahre brauchten, ehe ihr Rally-Ausflug überhaupt in passablen Wertungsregionen ankam. Was WRC fehlt, sind eine stabile Technik, mehr Emotionen und mehr Action. Dynamisches Wetter, eine authentischere Umsetzung des Reglements und die Gründung eines eigenen Rally-Rennstalls kommen noch hinzu. WRC 5 empfehle ich nur denen, die ohne Rally gar nicht mehr leben könnten. Ein neues WRC! Munteres Fahren über Stock und Stein fetzt, doch die Rallyspiele der vergangenen Jahre waren biedere, unemotionale Kost. Ein neues Studio soll den Karren nun stilsicher in den Dreck driften lassen. Ob es geklappt hat? Um im Rennfahrer-Jargon zu bleiben: Kylotonns Debüt ist kaum mehr als ein Shakedown. Trophäen-Jagd Kennt ihr noch die Trickfilm-Serie Avatar: Herr der Elemente? Die Versoftung auf Xbox 360 war seinerzeit legendär. Nicht, weil es spielerisch herausragend war, sondern weil binnen wenigen Minuten um die 1.000 Gamerscore gesammelt werden konnten. Durch simples Knöpfchendrücken. Wenn Kylotonns WRC 5 also ein Kaufargument bräuchte, wäre es eben dieses: Ihr verdient ohne große Anstrengungen Trophäen und Gamerscore. Hier eine Etappe gewonnen, dort einen Pokal eingeheimst, gegen einen Freund im Splitscreen oder online gespielt – es dauert nicht lange, dann ist der Weg zur Platintrophäe auf PlayStation oder die Freischaltung aller Gamerscore auf Xbox One geschafft.