Test: Einzeltest: Beats, Bambus & Behaglichkeit
Zitat: Fassen wir‘s ganz salopp: Wer nach nüchternen Hörwerkzeugen sucht, ist bei Denons „Holzserie“ grundsätzlich falsch. So auch beim Denon AH-D9200. Wer nach überdrehten oder aufmerksamkeitsheischenden Klangbildern sucht, befindet sich mit den Denon-Hörern aber gleichsam auf dem Holzweg.
Ein auf oberflächliches Hören ausgerichtetes, glutamatgetuntes Instant-Klangbild ist deren Sache nämlich so gar nicht. Der Denon AH-D9200 schmeckt, um im Bild zu bleiben, in gewisser Weise nach hochwertiger, unverstellter Hausmannskost und vermag tatsächlich so etwas wie ein Gefühl von „besonderer Vertrautheit“ mit der Musik auszulösen, die auch bei langen Hörsessions und unterschiedlichen Musikgenres nicht nachlässt. Ursächlich hierfür sind nicht zuletzt seine tonale Wärme, die durchaus offensive, anmachende Räumlichkeit sowie nach meinem Dafürhalten vor allen Dingen die empfundene Reinheit – aus technischer Sicht sicherlich ein Resultat sehr weit fortgeschrittener Verzerrungsarmut.
Dafür, dass bei aller Heimeligkeit die Analytik nicht zu kurz kommt, sorgt schließlich ein tonal durchaus prägnanter Hochton, der mit Blick auf das Zusammengehen von Präzision/Transparenz auf der einen sowie Seidigkeit/Langzeittauglichkeit auf der anderen Seite in seiner Preisklasse Seinesgleichen sucht.