Testurteil: "6.5 / 10"
Test: Einzeltest: Tomb Raider Underworld
Zitat: Pro: + Sehr gute deutsche Synchronsprecher, abwechslungsreiche Spielwelten, sehr fair verteilte Speicherpunkte, spannende Story, Lara Croft, das erweiterte Bewegungsrepertoire, die Rätsel die sich auf mehrere Ebenen verteilen
Contra: Zickige Kamera, unterirdische Gegner-KI, Rätsel in der PS2-Version viel zu einfach, ungenaue Steuerung welche für Frustmomente sorgt, im Vergleich mit den anderen Versionen noch viel geringerer Umfang, schwankende technische Umsetzung, Lara macht viele blinde Sprünge, die langweiligen Fahrsequenzen, kein Croft-Manor, optisch schwächer als Legend
Die Frage aller Fragen ist nun ob sich Underworld auf der PS2 lohnt? Für Fans der Serie auf jeden Fall. Nebst grafischen Einbußen – im Vergleich mit den Next-Gen-Fassungen – bekommt man abseits der gleichen Handlung quasi ein anderes Tomb Raider-Abenteuer präsentiert. Das Spiel hinterlässt insgesamt einen moderaten Eindruck gepaart mit einem schlechten Beigeschmack. Die optische Präsentation hätte auf jeden Fall besser ausfallen können, dafür sind die Ladezeiten von Underworld sehr kurz ausgefallen, aber die technische Umsetzung hat einige Macken. Zu oft bleibt Lara an unsichtbaren Ecken und Kanten hängen und Sprünge enden in einem Fehlschlag weil unsere Heldin eine Wand eben nicht als diese erkennt. Und oft muss man Türen genau in der Mitte passieren damit Lara nicht an einer unsichtbaren Wand hängen bleibt. Ein fader Beigeschmack weil vor allem die ungenaue Steuerung des Titels einige davon abschrecken könnte sich in das kurzweilige Abenteuer zu stürzen. Frust kommt auf, wenn man 40 Minuten lang versucht an der selben Stelle des Spiels einen Wall-Jump mit Lady Croft auszuführen, diese sich jedoch weigert die Aktion auszuführen. Es nervt wenn man zum wiederholten male Zeuge wird wie Lara sich dazu entschließt nicht nach oben zur nächsten Kante zu greifen sondern stattdessen einen Freiflug in ihren ganz persönlichen Untergang nimmt und sich in die Tiefen stürzt. Hat man sich jedoch an die Kontrollen des Spiels gewöhnt und bringt es fertig nach einiger Zeit die technischen Macken auszublenden bleibt ein durchaus unterhaltsames Action-Adventure übrig. Unspielbar ist das Abenteuer auf keinen Fall. Fans holen es sich sowieso. Alle anderen – ausgestattet mit Nerven aus Stahl – dürfen, wie bereits erwähnt, einen Blick riskieren. Bliebt nur noch zu hoffen das Crystal Dynamics im Falle eines nächsten Teils – und der kommt bestimmt – dafür sorgt, dass eine eventuelle PS2-Version weniger Fehlerbehaftet erscheint.