Wie dieses klapprige, ständig nach neuen Patronen verlangende Gerät in den Tests zu solch guten Ergebnissen und in einer Bewertung sogar zu der Bezeichnung "Oberklassedrucker" kam, ist mir mehr als rätselhaft. Auch wenn man den relativ günstigen Preis in die Beurteilung mit einbezieht: Die Kosten für die Tintenpatronen machen diesen schon nach kurzer Zeit mehr als zunichte. Abzocke ohne Ende!
Immenser Patronenverbrauch
Am 05.10.2008 erwarb ich den Epson D120. Der Drucker wird hier im Netzwerk betrieben. Nach der Installation fiel uns sehr schnell der immense Verbrauch der Patronen auf. Teilweise konnten wir weniger als 20 Seiten drucken und der nächste Wechsel stand an. Wir reklamierten den Drucker und schickten ihn nach Aufforderung zum Tausch zum Support. Nach vier bis fünf Tagen erhielten wir den Drucker getestet und für gut befunden zurück. Der hohe Verbrauch änderte sich nicht im Dauerbetrieb im Netzwerk. Wir sollten ein neues Gerät geliefert bekommen, doch die Servicestelle bekam es nicht hin, das im Hause umzusetzen. Insgesamt schickten wir das Gerät drei mal ein und bekamen es regelmäßig unverändert zurück. Heute sind wir völlig genervt von Epson und haben das Gerät in den Keller gestellt um es zu entsorgen. Wir erwarben einen überholten Canon 550i - dieser ist bewährt, verbraucht wenig und funktioniert seit Jahren hervorragend. Moral: Don´t change a running system.
Für meine privaten Druckaufgaben völlig ausreichen. Sehr schneller Textdruck und auch der Fotodruck hat mich überzeugt. Für den Profi-Anwender könnte es mehr sein.
Für den Heimanwender zu teuer, für den Profi zu schlecht
Da ich ich als Grafiker fast täglich einige Ausdrucke benötige, seien es Rechnungen, Konzepte oder qualitativ höherwertige Vorlagen oder Fotos, war nach einigen Druckern der HP-Reihe und dem Canon PIXMA IP5200 wieder einmal ein neuer Drucker fällig. Ich habe mich diesmal für den EPSON Stylus D120 entschieden.
Zunächst möchte ich jedoch auf meine vorherigen Drucker eingehen, was mich letztendlich zur Kaufentscheidung gebracht hat. Mit meinen HP Druckern war ich bislang immer vollstens zufrieden, nur hatten die Treiber meines letzten Druckers ständig meinen Mac zum Absturz gebracht bzw. diverse Programme. Dieser Fehler lies sich auch durch Neuinstallation nicht beheben. Auf eine Anfrage bei HP bekam ich leider keine Antwort, weswegen der neue Drucker vor 1,5 Jahren der IP5200 von Canon wurde. Testergebnisse und Kundenmeinungen haben mich in der Entscheidung bestärkt. Der Canon lieferte einwandfreie Foto- und Grafikdrucke, Textdrucke in annähernd Laserdruck-Qualität und war zudem noch sehr schnell. Einziges Manko waren die extrem hohen Druckkosten (5 Patronen, 4 á 13-14 Euro, Pigmentschwarz 16-17 Euro). Durch tägliches Drucken von mehreren Seiten beliefen sich die Druckkosten monatlich auf mehr als 70 Euro, eindeutig zu teuer. Durch den patentierten Chip war ein einfaches Nachfüllen der Patronen bzw. der Kauf von Patronen anderer Billighersteller nicht oder nur schwer möglich. Der Chip musste aufwendig ausgetauscht werden und führte bei 2 Patronen zum Totalschaden. Füllte man die Patronen nach, musste man alle paar Tage nachsehen, ob noch genug Tinte in den Tanks war, da ansonsten der Druckkopf beschädigt wird. Allerdings konnte man den Tintenstand aufgrund von Restttinte im Schwamm nur sehr schwer abschätzen, was bei mir zu einer leeren Patrone führte und den Druckkopf beschädigte. Neukosten für Ersatz: 40,- Euro. Zudem reinigt sich dieser Drucker alle paar Tage von selbst und verbraucht dabei ebenfalls eine Unmenge an Tinte. Die Patronen des Canon beinhalten zwar 2-3x soviel Tinte wie HP oder Epson, dies steht jedoch in keinem Verhältnis zum Verbrauch und zu den Kosten, da durch die Ständige Reinigung dieser Vorteil neutralisiert wird. Für mich war aufgrund dieser Tatsachen die Entscheidung contra Canon klar.
Also ab zum Händler, Mehrkosten von 20,- Euro im Vergleich zu Onlineshops in Kauf genommen, musste ja schnell Drucken und nicht erst einige Tage warten müssen und den Epson D120 gekauft. Die Installation ging sehr schnell und ohne Probleme, die Patronen ließen sich ganz einfach einsetzen. Als ich nun die ersten Drucke tätigen wollte, fiel mir der erste negative Punkt an diesem Modell auf: die Klappe der Papierausgabe lässt sich nur umständlich öffnen. Genügt bei Canon ein einfacher Tastendruck, muß man beim Epson erst den Deckel des Patronenfachs ein wenig hochheben, bevor man die Papierausgabe öffnen kann. Ok, nervt zwar ein wenig, stellt aber kein großes Problem dar.
Dann habe ich erstmal einen Entwurf, wo noch ein Ausdruck des Canon rumlag, in den Epson zum Drucken geschickt und siehe da: ich habe nur Normalpapier, diverse glossy oder semi-glossy Fotopapiere und Envelope zur Auswahl – natürlich alle von Epson. Was ist mit matt-gestrichenen Papieren oder anderen Druckmedien, z.B. CD-Labels, Textilfolien, Transparentfolien? Bei Canon und HP hatte ich zahlreiche Auswahl- und Einstellungsmöglichkeiten, für jeden Druck die richtige Einstellung, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Beim Epson fehlt dies und ist somit ein schwerwiegendes Manko bei meiner Bewertung. Ein Blick in die Bedienungsanleitung (leider nur als PDF dabei) und siehe da: matt-gestrichenes hochqualitatives Papier zählt bei Epson zu Normalpapier. Unglaublich! War schon leicht angesäuert...
Also erstmal einen Druck in den Drucker gesendet (hochauflösende Grafik), Normalpapier und Einstellung "normaler Druck" gewählt und los ging's. Die angegeben 20s/Seite beim Farbdruck wurden um das doppelte überschritten, die Qualität des Drucks im Verg