Testurteil: "9 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Helios
Zitat: Gehen wir es an, es gibt viel zu tun! So könnte der Leitspruch von Helios lauten. Leider habe ich so wenige Aktionen zur Verfügung, dass ich mich stets für das geringste Übel entscheiden muss. Eines ist aber ganz wichtig: komplette Farbsets für Bonuszüge sammeln! Da die Zahl der Züge insgesamt sehr gering ist, macht ein Zug mehr oder weniger enorm viel aus.
Interaktion steht durchaus hoch im Kurs: Man muss sich rechtzeitig die richtigen Aktionen und/oder Farben sichern, ehe die Mitspieler zugreifen. Auch bei der Landerweiterung oder bei den Personenkarten herrscht ein strikt begrenztes Angebot, was taktisch kluge Entscheidungen erfordert. Gerade bei Personen muss man aber auch darauf achten, wann man sie aktiviert! Mitunter benötigt man das Mana nämlich an anderer Stelle dringender…
Im Groben gibt es zwei Strategien: Entweder während des Spiels Siegpunkte sammeln (durch Umrundungen mit der Sonne, das Erreichen bestimmter Landfelder, Gebäude,…) oder Sonderplättchen bzw. Personen die am Spielende kräftig Punkte in das Säckchen, den Aufbewahrungsort für die erhaltenen Siegpunkte, schaufeln. Ich bin eher der, der lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach hat und gleich auf Punkte geht; das ist auch psychologisch ein Vorteil, weil der andere merkt wie man immer weiter enteilt. Aber auch die umgekehrte Strategie kann klappen, wenn sich für das Spielende eine gute Kombination ergibt.
Für mich ist Helios eines der anspruchsvollsten Spiele, die Hans im Glück in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht hat. Strategen sind mit Helios gut bedient, auch Familien dürfen sich über eine gute thematische Einbettung freuen und einen Versuch wagen.