Testurteil: "6 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Theomachie
Zitat: Theomachie hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Düstere Schachtel, düstere, teilweise hässliche Kartengrafik, suboptimale Spielregel, um es freundlich auszudrücken (ich mag meine polnischen Freunde), auf der einen Seite – sehr gelungene Verbindung von Deckbau und Poker mit Rollenspiel- und Workerplacement-Elementen auf der anderen Seite. Wieso Workerplacement – es gibt sog. Ortskarten, auf die ein Geistlicher gelegt werden muss, um bis auf weiteres dauerhaft ihre Vorteile nutzen zu können. Bei Niederlage in einer Spielrunde wird die Karte getappt, der Ort ist beschädigt, aber noch wirksam, bei erneuter Niederlage ist der Ort zerstört.
Insgesamt ist außerdem die doch recht große Textlastigkeit der Karten nachteilig, die den Spielfluss nicht unerheblich stört. Und wenn erst noch die Gottheitskarten mit speziellen Fähigkeiten (Rollenspielelement), die Mythenkarten und Wundermarker ins Spiel kommen, wird’s noch komplexer, aber auch spannender. Wer bereit ist, sich durch viele Unzulänglichkeiten zu kämpfen, findet in Theomachie (Götterschlacht) ein vielschichtiges, interessantes Deckbauspiel mit in dieser Kombination ungewöhnlichen, weiteren Spielmechanismen. Ich kann weder zu- noch abraten – vielleicht hilft dieser Bericht ja manchem bei der Entscheidung, sich mit Theomachie zu beschäftigen. Das kann sich lohnen, aber es könnte auch mit etwas mehr investierter Entwicklungszeit um vieles leichter sein. Die beiliegenden Übersichtskarten sind ... unübersichtlich, ihre Symbolik erschließt sich mir nicht.
Das ist auch nicht nötig, denn meine eigene Kurzspielregel verschafft den Durchblick.
Dritter Autor des Spiels ist Tomasz Bylina