Test: Einzeltest: Ein Glanzstück?
Zitat: Die KEF Reference 1 überzeugt durch eine insgesamt balancierte tonale Abstimmung. Im Hochton ist vielleicht eine kleine Prise Extraglanz am Werk, ansonsten gehen diese Boxen aber als neutral durch.Eine sehr konturierte und strukturierte Tieftonwiedergabe, die gleichzeitig substanziell ist, sodass in normal großen Räumlichkeiten der Wunsch nach mehr Bass selten aufkommen dürfte. Für mich eine echte Überraschung. Der absolute Tiefgang ist gut, aber konzeptionell bedingt geht es natürlich nicht bis ganz nach unten. Etwas Saft und Kraft darf der die KEF antreibende Verstärker gerne mitbringen. Hoch aufgelöste Mittellagen. Gemütliche Wärme muss man woanders suchen, Kühle lässt sich aber gleichfalls nicht diagnostizieren. Monitoresk, das passt. Mit guten Aufnahmen eine Wucht, mit grenzwertigen ehrlich, aber auch nicht gleich vernichtend. Strahlende, härtefreie und ziemlich gut aufgelöste oberste Lagen. Wer unbedingt will, findet in dieser Preisklasse aber noch mehr Auflösung im Hochton (z. B. mit Bändchen-Konzepten). Eine Grobdynamik, die man ihrer Größe nicht zutraut – für den Preis aber auch kein Ding der Unmöglichkeit darstellt. Feindynamisch ist die Reference weit vorne, und genau deshalb wirkt sie so lebendig. Eine realistisch große Bühne mit guter Tiefenstaffelung und das auch an den Rändern des virtuellen Klangraums. Die Musik spielt völlig frei und losgelöst von den Lautsprechern. Hohe Abbildungspräzision, guter 3-D Eindruck der Klänge. Perfekte Verarbeitung und standesgemäßes Finish.