Beliebte Hersteller für Studiolautsprecher sind beispielsweise Yamaha, JBL, Pioneer, Magnat und Kali Audio. Ihre Geräte beeindrucken durch ein sattes und ausgewogenes Klangerleben und halten sich seit Langem in den Herzen von Musikliebhabern und Musikschaffenden. Doch was sind Studiolautsprecher eigentlich genau, wie unterscheiden sie sich von normalen Lautsprechern, welche unterschiedlichen Arten gibt es und was ist bei der Einrichtung des Heimstudios zu beachten? Wir liefern die Antworten in unserer Kaufberatung.
Was sind Studiolautsprecher?
Studiolautsprecher, oder auch Studiomonitore genannt, sind Lautsprecher, welche vornehmlich zum Abhören von Tonaufnahmen in einem Studio dienen. Sie bieten meist einen sehr klaren Klang, welcher das präzise Finden von Fehlern und Ungereimtheiten in der Aufnahme ermöglicht. Studiomonitore ermöglichen ein unverfälschtes Abhören von Musik und sind zudem hochauflösend in der Klangqualität, sodass selbst feine Störgeräusche o. ä. schnell erkannt werden.
Normale Lautsprecher hingegen zeigen oft ein verfremdetes Bild der Musik, oftmals werden dort Anpassungen der Frequenzen vorgenommen. Klassischerweise werden die Bässe und die Höhen etwas angehoben, was von vielen Hörern als angenehm empfunden wird, da der Sound so voller klingt. Dieses Ziel verfolgen Studiomonitore nicht, sie wollen das Klangbild so wenig verzerren, wie möglich und einen möglichst neutralen Sound bieten. Zudem decken sie ein breites Frequenzspektrum ab, überwiegend im Frequenzbereich von etwa 50 Hz bis weit über 20 kHz, also sogar über das Hörspektrum des Menschen hinaus.
Welche Arten von Studiolautsprechern gibt es?
Man unterscheidet Studiolautsprecher in zwei gängigen Kategorien, aktive und passive Monitore. Aktive Monitore haben bereits einen Verstärker integriert, passive Monitore benötigen einen externen Verstärker, um betrieben zu werden. Es handelt sich hierbei lediglich um die Betriebsweise, die Wahl eines aktiven oder passiven Monitors hat keinerlei Einfluss auf den zu erwartenden Sound. Es kann allerdings gesagt werden, dass die Installation von Aktivboxen aufgrund der geringeren Verkabelung einfacher und kostengünstiger als die Installation von Passivboxen ist, da kein zusätzlicher Verstärker und keine zusätzlichen Kabel erworben werden müssen.
Ein offensichtlicher Unterschied zwischen Studiolautsprechern ist die Größe der einzelnen Geräte. Grundlegend kann gesagt werden, dass größere Lautsprecher auch den besseren Sound liefern. Dies hängt natürlich auch mit den eingebauten Verstärkern zusammen, aber generell bieten große Studiolautsprecher eine größere Leistung, als kleine Lautsprecher am selben Verstärker. Welche Größe für den jeweiligen Gebrauch am geeignetsten ist, kommt auf die gewünschten Anforderungen an. In einem kleinen Heimstudio reichen daher auch kleinere Lautsprecher, wer aber einen großen Raum beschallen will, braucht auch größeren Sound.
Zudem werden Studiomonitore anhand ihrer Leistung unterschieden. Diese gibt an, wie belastbar das jeweilige Gerät ist, beziehungsweise wie viel Watt, oder Musikleistung, das Gerät aushalten kann, bis es kaputtgeht. Die Leistung gibt keine Aussage über die Klangqualität eines Monitors und sollte beim Kauf eher nebensächlich behandelt werden.
Was ist bei der Einrichtung eines Heimstudios zu beachten?
Bei der Einrichtung des Heimstudios sollte auf einige Dinge besondere Rücksicht genommen werden. Beispielsweise sollte vermieden werden, die Studiomonitore parallel zueinander aufzustellen. Optimalerweise stehen sie in einem 60 Grad Winkel zueinander und sind dabei auf den Hörer oder die Hörerin ausgerichtet, dies nennt man Abhördreieck.
Zudem ist auf einen geeigneten Abstand der Boxen zu den Wänden zu achten, um ungewollte Reflexionen des Schalls zu verhindern. So sollten Lautsprecherboxen mit der Rückseite beispielsweise mindestens einen halben Meter, bestens allerdings einen ganzen Meter, von der Wand entfernt platziert werden.
Zu beachten ist auch, dass die Boxen auf die Kopfhöhe der hörenden Person ausgerichtet sind. Stehen die Studiolautsprecher von vornherein auf der Höhe des Kopfes, ist dies kein Problem. Sind die Monitore allerdings an der Decke des Raumes befestigt, so müssen sie nach unten geneigt werden, um auf den Kopf ausgerichtet zu sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frequenzoptimierung des Raumes, da sich in Ecken unangenehme Frequenzen aufbauen können. Zudem spiegeln Wände die Schallwellen, was das Klangbild schädigt und unsauber macht. Dies wird durch die Installation von geeigneten Absorbern und anderen schallschluckenden Gegenständen verhindert. Es kann ebenfalls schon eine große Verbesserung bewirken, einen Teppich auf den Boden zu legen oder Vorhänge an den Fenstern anzubringen.
Fazit
Studiolautsprecher sind geeignet für das präzise Hören von Feinheiten in der Musik. Sie liefern ein klares und großes Klangbild ohne ungewollte Frequenzanpassungen. Studiomonitore unterschieden sich in aktiv und passiv, anhand der Größe und Leistung. Bei der Installation ins Heimstudio ist auf die Einhaltung der richtigen Abstände und auf die akustische Behandlung des Raumes zu achten.











































