Profiabzieher mit Detailschwächen…
Die Zusammenfassung vor ab:Die Arbeit zwei 8,5“ Felgen von den Antriebswellen, wo die Felgen 25 Jahre ohne Wenn und Aber ihren Dienst verrichteten, loszueisen hat der Abzieher ohne nennenswerte Schäden in 2h bei +34°C im Schatten vollbracht ;-) (je ein ca. 8 cm tiefer Passsitz Nabe/Welle mit quadratischer Feder für Drehmomentenübertragung, gesichert mit Sprengring)Die sogenannten Schäden werden im Weiteren noch beschrieben und obliegen der Bewertung des Lesers.Beim Begutachten des Köfferchens mit sattem Gewicht gefiel die ordentliche Teileunterbringung obwohl keine technischen Daten und oder Bedienungsanleitungen beiliegend sind.Als Zweites fiel mir auf, dass die Arme entgegen anderer Qualitätshersteller „unten“ bei der Verschraubungsseite, mordsmächtig sind und gut und gerne das dreifache an Querschnitt (bei Lochachse) gegenüber der Zugquerschnittes des Armes bei der Einhängung der Scheibentraversenseite.Damit nehmen die Arme sehr viel Platz bei dem abzuziehenden Teil ein, was im Falle meiner Felgen für einen Abziehlochkreisdurchmesser von 100 mm bei vier Arme grenzwertig war.Die Ausnehmungen der Arme für das Einhängen in der Scheibentraverse sind gut aber eckig ausgeführt. Damit meine ich, dass die Kanten der Ausnehmung eckig sind. Das führt bei der Handhabung im Montagezustand des Abziehers schnell zur Verkantung der Arme. So wird das gleichmäßige und zentrische Einrichten recht fummelig.Ich wollte natürlich die Hydraulik nutzen und schraube die Spindel in die Traverse. Da die Spindel nicht lang genug ist probiere ich die Verlängerungen die Bestandteil des Kastens sind.Die Verlängerungen sind mit kleinem Ansatz auf dem fixen Kopf (der fixe Kopf hat eine Zentrierkugel)l der Hydraulikspindel zentriert werden aber sonst nicht weiter gehalten. Wenn man nun nicht gerade senkrecht nach oben Arbeitet nutzen diese frechen Teile jede Gelegenheit der Schwerkraft zu Folgen, sobald die Spindel 3mm Spiel vor dem Kraftpunkt hat. Da fände ich eine Magnetisierung oder eine einfache O-Ring-Fixierung schon sehr hilfreich.Diese Wahrnehmung bewog mich es doch mit der mechanischen Spindel zu probieren.Leider dürfte die Spindel der CAD-Fertigung zum Opfer gefallen und bei der Qualitätsprüfung durchgerutscht sein. Nach dem die Spindel schwergängig, beim Gewindeansatz noch 5 mal geprüft und neu angesetzt damit das Gewinde nur ja nicht verschnitten wird, ca. 5 cm in die Traverse geschraubt wird (das ging noch mit einer Hand zentrisch am Schlaggriff) wird der notwendige Kraftaufwand für das Spindeldrehen noch einmal schwerer. Mein Gewindemesszeugs und die Schublehre nicht verfügbar, habe ich die Spindel nochmal rausgeschraubt die Traverse geprüft, die Hydraulikspindel nach einmal probiert und dann wieder die mechanische Spindel eingeschraubt. Es gibt keine verschnittenen Gang in der Traverse, aber die mechanische Spindel verliert nach den ersten 5 cm Gewinde die noch schwarz sind immer mehr die Farbe, und mir steigt die Zornesröte ins Gesicht. Am liebsten würde ich das Teil jetzt quer durch den Schuppen schießen.Die erste Welle/Nabenverbindung kann ich noch mit der mechanischen Spindel lösen. Der Geruch dabei ist deutlich metallisch, die Spindel hat mehr als Handtemperatur und von der Spindel heben sich Späne ab. Beim zweiten Durchgang stand ich gegen das Spindelmoment und festen Verbindung an. Und dem Schlaggriff mit gut 1,5 mm Schlüsselweitenspiel wollte ich dann nicht einmal mit dem Gummihammer eine weitere Verarbeitungsqualitätsprüfung angedeihen lassen.Also wechselte ich wieder auf Hydraulikspindel, bastelte mir aus langen Schrauben und Muttern eine nicht so fummelige Verlängerung (das war dann wenigstens nur ein stabiler Teil den ich zusätzlich halten musste und nicht zwei) und arbeitet mich Schritt für Schritt, dem kleinen Hydraulikhub entsprechend mit jeweiligem Nachstellen, durch die ganze Verbindung.Eigentlich schade, wenn die mechanische Spindel funktioniert hätte, wäre ich in der halben Zeit fertig gewesen.So hat nur die mehrfache Improvisation mit dem Werkzeug zum Ziel geführt. Ich werde mich noch ein paar mal mit dem Ding spielen und auch noch prüfen was da mit diesen Gewinden los ist (die Hydraulikspindel lässt sich nach wie vor normal einschrauben und außer kleinen Traversenresten auf der mechanischen Spindel, scheint die Traverse unbeeindruckt.Es kann schon mal was schief gehen, und wenn ich den Gewindemangel als einmaligen Ausrutscher betrachte ist da Gerät zwar noch immer nicht optimal, aber die 200 EUR jedenfalls wert…. Darüber würde ich mich eher für andere Hersteller und Abzieher entscheiden.
Was soll ich sagen?! Einfach nur genial und super gut! KS ist halt KS! Super Kraftübertragung, Super Qualität und daher den Preis auch wert, also einfach PREISWERT!!!Nur Klasse!