Testurteil: "7.4 / 10"
Test: Einzeltest: Tornado Outbreak
Zitat: Pro: + sehr gute Steuerung; hübsche Comic-Grafik mit partiell sehr viel Liebe zum Detail; dezent gehaltene Hintergrundmusik; angenehmer Schwierigkeitsgrad mit gelegentlichen trickreichen + fordernden Passagen; Koop Spiel möglich, bei dem ein zweiter Spieler jederzeit einund wieder aussteigen kann; witzige Animationen nebst lustigen Geräuscheinlagen; ordentlicher Spielumfang für einen sogenannten „Low Budget“ Titel
Contra: Speichersystem etwas unglücklich geraten – immer erst möglich, wenn man alle drei Bereiche und damit ein Level komplett abgeschlossen hat; Zeitfenster oftmals sehr knapp bemessen; Manche Bereiche / Areale sind im Verhältnis zu klein ausgefallen; man kann sich zwar mit dem Tornado frei bewegen, aber durch die Level-Grenzen (in Form der Sonnenstrahlen) fühlt man sich in der Bewegung partiell eingeschränkt
Viel Wind um Nichts? Mitnichten – auch wenn sich zum Teil im Netz breit macht, dass sich „Tornado Outbreak“ nicht lohnen würde. Wir können nur das Gegenteil behaupten, erweist sich der Titel erst mit fortgeschrittenem Spielverlauf als tricky und herausfordernd. Anfänglich mag es sicher ein wenig stupide wirken, wenn man mit der dunkelblauen Windhose durch die Level bügelt und ein Objekt nach dem anderen zu Kleinholz verarbeitet. Aber spätestens dann, wenn der Faktor Zeit eine Rolle spielt, bestimmte Aufgaben erledigt werden sollen als auch die Tatsache, dass beide Versionen mit z.T. sehr anspruchsvollen Erfolgen aufwarten, ist die möglich aufkommende Langeweile wie weggeblasen. Das schmückende Beiwerk der Story, die sich versucht ernst zu nehmen, kann man getrost hinten runter fallen lassen. Dagegen weiß die grundsolide Optik aufgrund ihres partiell sehr detailreichen Comic-Designs zu gefallen. Auch die Steuerung ist über jeden Zweifel erhaben. Wer auf eine einfache, aber durchaus saubere Ansicht steht, dazu ein irgendwie süchtig machendes Gameplay als auch gelegentlich die Herausforderung nicht scheut, ist mit „Tornado Outbreak“ genau richtig bedient. Kurzweiliger Spaß, der zwischendrin auch seine Ansprüche hat und zudem mit einem günstigen VK-Preis daher kommt (kostet knapp 30 Euro – und damit in der Riege der sogenannten Low-Budget Titel zu Hause), darf ruhig mit nach Hause genommen werden.