Testurteil: "7 von 10 Punkten"
Test: Einzeltest: Norderwind
Zitat: Das Auffälligste an der Teuber-Neuheit sind sicherlich die imposanten Pappschiffe für die Spieler. Stilecht und von hervorragender Qualität lassen sich die Materialien ohne große Probleme in der Spielschachtel unterbringen. Lediglich das Entfernen des Mastes samt Krähennest muss erledigt werden, um die Rümpfe der Schiffe sicher verwahren zu können.
Spielerisch kommt Norderwind gewiss nicht mit innovativ Neuem daher, doch gerade für Familien bieten die Handelsfahrten genügend Optionen und einen großen Spielspaß. Ein einfaches Regelwerk verbunden mit einem atmosphärisch dichten Spielgefühl konnten in entsprechenden Spielrunden durchwegs gefallen, zumal auch die Spielzeit unter einer Stunde angenehm kurz ist. Trotzdem wartet Norderwind mit einigen Entscheidungsprozessen auf, die das Spiel immer wieder anders verlaufen lassen. Wo setze ich meine Matrosen ein? Oder kaufe ich doch lieber erst weitere Kanonen? Sollte ich vielleicht doch erst meine Segelreichweite ausbauen?
Verschweigen möchte ich bei aller Lobpreisung aber auch nicht den hohen Glücksanteil im Spiel, der mit dem ständigen Mischen der Meerkartenstapel und dem Auswürfeln der Ereignisse und Treffer einhergeht. Dies wird sicherlich Vielspieler davon abhalten, Norderwind auf den Tisch zu bringen.