Lego Icons 10321 Corvette C1 Rezension und MODs
Ein schönes Modell mit ein paar Schwächen, weil es aus Klemmbausteinen besteht. Klingt komisch, ist aber so. Sicherlich hätte dieses Lizenzmodell noch originalgetreuer aussehen können, wenn es aus mehr speziellen Farben und Formteilen bestehen würde. Die Frage, die sich damit stellt ist, ob ein Lego-Fan (Klemmbausteine-Fan) so ein Modell haben möchte. Ein 100% originalgetreues Vitrinenmodell aus Metall, kostet etwa 50-70 Euro; der Aufbauspass liegt dabei ziemlich genau bei 0%. So ähnlich ist es auch, wenn ein Lego-Modell zu viele Spezialteile (besonders große Formteile) hat, die den Aufbauspass einfach mindern. Meiner Meinung nach, hat Lego es geschafft, mit wenig Spezialteilen auszukommen, und trotzdem ein Modell mit einem sehr hohen Wiedererkennungswert zu schaffen.
Dieses Set hat folgende Vor und Nachteile im Überblick:
+ Gute Größe und Bespielbarkeit
+ Eine funktionierende Lenkung
+ Die alten Lego Technic Männchen passen in das Auto
+ Kaum Farbabweichungen; außer bei den Türscharnieren
+ Versteckter Heckklappenöffner
+ Coole Bautechniken; ich sage nur graue Bananen und Würstchen
+ Das Hardtop lässt sich (problemlos) abnehmen
- Die Türen lassen sich komplett umschlagen; das sieht einfach nur traurig aus
- Unnötige sichtbare Pins, z.B. am Dach; aber die Lego-Philosophie möchte das anscheinend so
- Ein zusätzlicher Aufkleberbogen, obwohl das Set auch Prints beinhaltet; "Hallo Lego, es ist ein Lizenzprodukt! Niemand möchte Aufkleber anbringen müssen, die spätestens nach 2 Jahren gammelig aussehen oder sich ablösen!"
- Die Scheinwerfer haben entfernte Ähnlichkeit mit der Corvette C1 bis 1961; das bekanntere Design ist aber das ab 1962 mit verchromten Doppelscheinwerfern (wie z.B. aus "Marvel's Agents of Shield" => Agent Coulson's fliegende Lola oder aus der 80er TV-Serie "Ein Trio mit 4 Fäusten")
- Die Fronthaube lässt sich sehr schlecht öffnen; ein Haubenlifter/-öffner fehlt
- Die Heckklappenscharniere sind zu beweglich; ein riesiger Spalt entsteht beim Schließen der Klappe.
- Die Prints auf den Felgen sind nicht mittig; es sieht so aus, als ob die Reifen beim Fahren eiern
- Das Auto hat einen riesigen Wendekreis
- Alle Chromteile wurden in grau ausgeführt (aber der verdeckte Luftfilter ist silbern; Klasse! *kopfschüttel*)
- Die UVP ist viel zu hoch, aber mit Rabatt wird es langsam annehmbarer
Fazit:
Das Modell hat eine Chance verdient. Es hat sogar die eine oder andere Schokoladenseite, aber es ist und bleibt nur ein Lego-Auto mit einer Lizenz. Ob das potentiellen Käufern genügt, wird sich früher oder später (preislich) zeigen!
Meine Modifikationen: (siehe Video- und Bilderreihe)
- Alle sichtbaren Pins entfernt
- Versteckten Fronthaubenöffner eingebaut
- Heckklappenöffner umgebaut
- Heckklappenscharniere modifiziert; Beweglichkeit eingeschränkt
- Frontscheinwerfer (ab 1962), Innen- und Außenspiegel angepasst
- Türoberkante/Fensterlauf geändert; Lücke zum Radlauf verringert
- Hardtop (Höhe und Optik) angepasst, sodass auch bei geschlossenem Verdeck die alten Lego Technic Männchen weiterhin hineinpassen.
Viel Spaß beim Nachbauen!
Man kann nicht einfordern was es nicht gibt. Alle Teile die vielleicht besser aus Chrom währen sind in dieser Farbe leider nicht verfügbar.
DAS SOLL LEGO SEIN? ICH möchte wieder lego wie vor ca 20 jahren
Ich verstehe diese Firma einfach nicht. Neben den aufgerufenen Mondpreisen und den immer abgespeckter wirkenden Sets...
Hier bauen sie unter der Motorhaube, wo es im Regal wahrscheinlich später niemand mehr sieht, runde Metallicelemente ein. Dafür versauen sie die Radkappen und die Stoßstangen in lahmem Grau. Das macht doch wirklich absolut keinen Sinn, und lässt das Modell einfach nur billig wirken. Was in vieler Hinsicht schade ist, wie so einiges an diesem Auto. Die Drucke wirken teilweise billig, noch billiger aber natürlich die Aufkleber. Bei dem Preis müssen letztendlich bei einem Lizenzmodell mehr Drucke drin sein.
Die Steinequalität ist ansonsten okay.
mehr Ergebnisse anzeigen