Gutes Werkzeug für präzises Arbeiten
Was als erstes auffällt ist die sehr wertige Optik und Haptik des Gerätes.
Ebenso die Anwendung. Nichts vibriert, nichts eiert, die Bohrlöcher sind exakt, Drehgeschwindigkeit sehr fein dosierbar.
Man hat eher das Gefühl mit einem Werkzeug für Feinmechaniker zu arbeiten, wobei hier aber auch ein Problem liegt. Bohren in Holz und Ziegel kein Problem, zu Deckenbeton kann ich nur wertungsfrei festhalten: Die Makita DF330 ist keine Schlagbohrmaschine.
Da musste ich dann doch wieder die gefühlt tonnenschwere blaue AEG über Kopf wuchten und das war eigentlich das, was ich nicht mehr wollte.
Aber gut, vielleicht ist das etwas was man von einer so kleinen und zugegebenermassen sehr handlichen Maschine auch nicht erwarten darf. Das Arbeiten auf engstem geht im übrigem hervorragend, sie kommt an jede Schraube.
Was allerdings wirklich zu kritisiern ist, ist die Akkulaufzeit. Ok, sie sind wirklich sehr klein, aber trotzdem: länger als 30 Minuten sollten sie bei intensivem Einsatz schon halten. Ich meine 30 Minuten ist die Laufzeit, nachgelassen haben sie schon vorher.
Gott sei Dank dauert das Aufladen nur 45 min und es werden 2 Akkus mitgeliefert. So dass man paralell laden und arbeiten kann.
Fazit: Für feines und präzises arbeiten wunderbar, vor allem für das Geld. Für die harten Jobs wohl leider doch ein grösseres und schwereres Gerät.
Ich habe die Maschine im DWLE Set gekauft, also mit Lampe. Hinweis zur minimalistischen Betriebsanleitung: Der
"aussagekräftige" Satz. "Stellen Sie das Drehmoment auf die für Sie geignete Stufe" bedeutet, dass man über das Rad einstellen kann, wie schwer die Maschine drückt, bevor sie durchdreht.
Der Akkubohrer liegt gut in der Hand, wirkt stabil, robust und die Leistung reicht für meine Zwecke auch aus. Die Lampe ist für meinen Geschmack etwas zu lasch und fällt für mich unter „nettes Zubehör“. Bei dem Preis wurden meine Erwartungen aber übertroffen.