Microsoft kauft Skype für 8,5 Millarden US-Dollar
10.05.2011
Einst war das von Bill Gates gegründete Unternehmen
Microsoft der weltweit größte Software-Hersteller. Doch es drängen immer mehr Konkurrenten auf den Markt, so dass Microsoft inzwischen in starkem Wettbewerb mit Unternehmen wie
Goolge oder
Apple steht. Um weiter vorne mit dabei zu sein, kauft Microsoft nun den Internet-Telefondienst
Skype auf – für 8,5 Milliarden US-Dollar. Dies ist der teuerste Zukauf in der Geschichte des Microsoft-Konzerns.
Wie Microsoft-Chef Steve Ballmer mitteilte, solle durch die Übernahme der früheren Ebay-Tochter die „Zukunft der Echtzeit-Kommunikation“ geschaffen werden. Denn weltweite Vernetzung sei in der heutigen Welt sehr wichtig. Skype wird von Millionen Privatnutzern in Anspruch genommen, die über diesen Dienst weltweit kostenlos telefonieren und Videokonferenzen führen. Durch die Übernahme des Dienstes hat Microsoft automatisch zahlreiche Kunden. Dies soll u.a. den Mobilfunkplänen des Konzerns dienlich sein, denn sein Smartphonegeschäft schwächelt derzeit. Der bisherige Skype-Chef Tony Bates werde als Chef einer neuen Microsoftsparte direkt Ballmer unterstellt sein.
Insgesamt soll die Skype-Integration Microsofts Angebote aufwerten und mehr Kunden anlocken. Die Dienste beider Unternehmen sollen nämlich eng zusammengeführt werden. Beispielsweise ist eine Verknüpfung von Skype mit der Spielekonsole Xbox geplant. Auch eine Skype-Verbindung mit Outlook, Microsofts E-Mail-Service, ist angedacht.
Berichten zufolge waren auch Google und Facebook an dem Skype-Kauf interessiert. Damit ist vermutlich der hohe Kaufpreis von 8,5 Milliarden US-Dollar zu erklären, denn durch eine Skype-Übernahme durch Google wäre Microsoft im Kampf um die digitaler Marktführung im Internet recht weit abgeschlagen worden.