Testurteil: "7.0/10"
Test: Einzeltest: Hey! Pikmin
Zitat: Pro: + Knuffige Präsentation
+ Intuitive Steuerung
+ Solider Umfang
+ Viele Geheimnisse
Contra: - Einige Features sind an Amiibo gebunden
- Gerade zu Beginn viel zu einfach
- Strategische Tiefe fehlt
Hey! Pikmin ist ein Puzzle- und Strategiespaß für warme Sommernächte. Schwierig genug, um gut zu unterhalten, leicht genug, um bei der Hitze nicht die Geduld zu verlieren. Wäre es nicht Bestandteil eines etablierten Franchises, würde man Hey! Pikmin wohl attestieren, mal was ganz Neues, Mutiges aus dem Hause Nintendo zu sein. Ist es aber nicht, stattdessen die 2D-Interpretation eines ohnehin schon bemerkenswerten Titels, die an Tiefe etwas einspart. Die Preisgestaltung ist angesichts des reduzierten Umfangs etwas überzogen und die Amiibo-Exklusivität bestimmter Features schlicht dreist. Könnt ihr bei beidem ein Auge zudrücken, habt ihr ein paar vergnügliche Stunden auf dem 3DS. Nun nimm doch einer Captain Olimar endlich den Zündschlüssel für seine Rakete weg! Bereits zum vierten Mal stürzt der nur wenige Zentimeter kleine Weltraumforscher unglücklich auf einen unerforschten Planeten ab. Um von dort wieder wegzukommen, braucht er die Hilfe der Pflanzenwesen mit dem Namen Pikmin, um sein Raumschiff neu zu betanken. Nicht ganz neu Als 2002 der erste Teil der Strategiereihe erschien, war das von Nintendo Gezeigte ein Wagnis. Echtzeitstrategie? Von Nintendo? Ein guter Witz, feierten PC-Generäle ihre Echtzeitschlachten doch mit Command & Conquer, Homeworld oder StarCraft. Darin wurden Ressourcen abgebaut, Waffen entwickelt, eine Streitmacht aufgestellt – und irgendwann metzelte sich der halbe Bildschirm. Gewonnen hatte zumeist, wer als letzter noch über eine halbwegs intakte Basis verfügte. Pikmin dagegen war anders. Echtzeit ja, Strategie auch – aber eben auf eine knuffige Nintendo-Art. Statt in ganz großen Maßstäben zu denken, waren die Levels zwischen Grashalmen angelegt. Kiesel wurden zu großen Felsbrocken, kleine Rinnsale zu reißenden Bächen, eine leere Fischdose war ein nur schwer zu bewegendes Hindernis. Eine Frage der Perspektive also, aber dennoch eine Mammutaufgabe, die Olimar ohne die tatkräftige Unterstützung der Pikmin nicht hätte meistern können.