Testurteil: "8 / 10"
Test: Einzeltest: Trauma Center: Under The Knife
Zitat: Pro: + interessantes Konzept, Steuerung sehr genau, cooler Comic-Stil
Contra: Schwierigkeitsgrad sehr hoch, innerhalb der OPs wenig Abwechslung da nur zehn Instrumente vorhanden
Mit "Trauma Center: Under the Knife" wird dem DS-Zocker ein völlig neues Spielprinzip geboten. Man schlüpft in die Rolle des jungen Arztes Dr. Stiles und operiert mittels Stylus und Touchscreen - noch nie waren Tumore und Polypen so unterhaltsam. Weil die Grafik weit davon entfernt ist fotorealistisch zu sein, können auch sanfte Gemüter zum Skalpell greifen. Es macht unheimlich viel Spaß selbst eine Operation durchzuführen und von der hübschen Schwester assistiert zu werden. Die Mischung aus Fachchinesisch und verständlicher Sprache ist ebenfalls sehr gut unter einen Hut gebracht worden. Natürlich fallen einige spezifische Begriffe, doch ihr wisst stets genau was gemeint ist. Die Steuerung per Stylus funktioniert einwandfrei und präzise. Durch zusätzliche Aufgaben, abseits des OPs - wie etwa Bomben entschärfen - wird für Abwechslung gesorgt. Das Herzstück ist aber auf jeden Fall das Behandeln von Patienten in fast 40 Operationen. Hier hätte man sich allerdings das ein oder andere Werkzeug mehr gewünscht, denn mit nur zehn verschiedenen Instrumenten wiederholen sich einige Vorgänge häufig. Außerdem ist der Schwierigkeitsgrad extrem knackig und hin und wieder etwas frustrierend. Wenn ihr euch nicht tierisch konzentriert und beeilt, passiert schnell ein Fehler. Im Verlauf des Spiels werden so manche Patienten wegsterben, doch die OPs können beliebig oft wiederholt werden. Wer die Herausforderung sucht und schon immer einmal Arzt spielen wollte, der kann bedenkenlos zugreifen, Grobmotoriker werden jedoch schnell frustriert sein. Dennoch ein sehr gelungenes Spiel - ab in den OP!