Theorie schlägt Praxis zu wenig Spielspaß erschlagen von der Anleitung
Wir spielen wirklich sehr viel Bier zuhause und fast täglich lese ich Spielanleitungen, aber als das Spiel Doodle Dungeon kam war ich von der Anleitung echt erschlagen.
Ich gebe zu das mir die Illustration und auch die Kennzeichnung Fun einen ganz anderen Eindruck hinterlassen hat. Ein schönes schnelles Spiel für zwischendurch.
Aber das durcharbeiten der Anleitung war doch mehr ein Kampf. Und ja man benötigt auch sehr viele Beschreibungen um zu verstehen was man machen darf und nicht. Aber für Gelegenheitsspieler ist es dann eher ungeeignet da sie bei der Anleitung doch recht schnell kapitulieren werden.
Positiv ist das an alles gedacht wurde der Block ist doppelseitig bedruckt und aus festerem Papier. Außerdem käsend Bleistifte enthalten ein mir zu weiches Radiergummi und ein Anspitzer der gleichzeitig unser Startspieler Marker ist.
Außerdem noch Würfel und Karten und zum Glück Schablonen mit denen man die Mauern Gobelins usw. Einzeichnen kann ohne künstlerisch begabt zu sein.
Es werden Karten aufgedeckt jeder entscheidet sich für eine und schon beginnt das zeichnen. Am Anfang mag man den Gesichtern noch suchen etc. dazu malen aber das hört man doch schneller als gedacht auf da es so schon zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ist alles eingezahlt reicht man das Blatt weiter und die Mitspieler zeichnen den Weg ein. Jetzt mischt man seine Karten die man aufgenommen hatte am Anfang und kämpft sich damit durch das Dungeon.
Dieser Teil geht auch so schnell vorbei so das man das Gefühl hat man zeichnet 1 Stunde und spielt 10 Minuten.
Irgendwie klingt die Theorie einfach cooler sich ein Dungeon zu bauen und es dann durchzuspielen besser als es in der Praxis ist. Wir konnten dem Spiel leider nichts abgewinnen.
Ich hoffe ich konnte mit meiner Rezension behilflich sein.
Als aktuelles Angebot: absolute Empfehlung
Für aktuell 20 Euro erhält man eine gut gefüllte Box: 2x 100 doppelt bedruckte Spielblätter, Holzfiguren, Bleistifte, Radiergummi und sogar ein Anspitzer liegen bei. Ganz abgesehen von 60 toll bedruckten Spielkarten (Munchkin-Design sei dank) und vier zehnseitigen Würfeln. Bedenkt man, dass manches Kartenspiel mit dieser Anzahl an Karten schon für sechzehn Euro und mehr über den Ladentisch gehen, ist das äußerst fair.
Das Spiel basiert in Phase eins aus Karten ziehen und Dungeon malen bzw. Dungeon-Inhalt verbessern. Da man stehts aus mehreren Karten auswählen kann ist der Glücksfaktor zwar gewichtig, aber nicht allein entscheidend. In der nächsten Phase plant man den Weg für seinen Helden, um das gegnerische Dungeon zu durchlaufen. In der entscheidenden dritten Phase spielt man die Begegnungen mit Monster und Fallen aus und zählt letztlich die verbliebenden Dungeon Inhalte für die Gesamtwertung zusammen.
Das macht Spaß und geht ab dem zweiten mal schon richtig flott. Die Anleitung ist leider nicht perfekt und lässt ein paar Fragen offen, die man mittels Logik oder googln aber klären kann. Egal, wie clever der Dungeon aufgebaut wurde, ein Held ist bei uns noch nicht gestorben - hier macht es vielleicht Sinn, die Lebenspunkte von 20 auf 15 oder weniger zu reduzieren. Durch die ausspielbaren Heldenkarten Heiltrank oder Schild sind noch genug Boni im Spiel - und nach Originalregelwerk scheinen die Helden so nahezu unsterblich.
Ein lustiges Spiel, das in dieser Ausstattung für rund 20€ ein wirklich guter Kauf sind. Beim OVP 4/5, aktuell 5/5.
Der neue Dungeon Keeper… Selbstverwirklichung als Heldenschreck und Malermeister
Das Spiel selbst besteht aus eigentlich 3 Phasen, Dungeon Bauen, Heldenweg festlegen und Verteidigen. Zuerst wird mit den beiliegenden Karten (14 Runden), ein Deck ausgelegt, welches zum einen Fähigkeiten für Helden und zur Abwehr des eigenen Dungeons in Phase 3 helfen. Zum anderen auch die Monster, Fallen, Aufwertungen und Mauern die man im eigenen Dungeon eingemalt werden muss. Die müssen unter bestimmten Regeln eingezeichnet werden. Dann muss der Heldenweg festegelegt werden, den er zu bestehen hat. Nun wandert das Dungeon zum Mitspieler, der seinen Helden dadurch bringen muss, dazu werdend die handkarten aus Phase 1 verwendet (Verteidigung oder Boni für Helden), Fallen erzeugen Schaden, basiswerte werde berücksichtigt und die Spielphase endet, wenn die Helden Tot sind oder geflüchtet. Dann werden die Punkte saldiert und wir haben den neuen Dungeon Master
Die Spielidee finde ich an sich Klasse, gerade als ehermaliger Spieler von Dungeon Keeper, eine Freude, wieder selbst einen Dungeon zu bauen bzw. zu malen. Das ganze geschieht auf einem Block mit 100 Dungeonblättern, die wenn sie alle sind, alle sind. Bei mehrere Spielern, muss man den schon teilen und aufsplitten. Dazu ein Wertungsblock mit ebenfalls 100 Blättern. Bei Zeichnen unterstützen einen Schablonen (4), für jeden Spieler ein, zur Hilfe beim Zeichnen von Fallen und Monstern, damit man die auch als solche einheitlich wahr nimmt. Nimmt ein wenig die Freude am Malen, aber macht Sinn. Dazu kommen Spielfiguren, Würfel, Stifte, Anspitzer und eigentlich alles was man für dieses Spiel braucht.
Etwas müßig ist das einzeichnen schon und auch das Auswerten des Ganzen. Die Idee ist witzig und macht auch die ersten Spiele noch Spaß. Eine Langzeitmotivation sehe ich hier nicht, denn die Spiele laufen einfach zu ähnlich ab, in Wertung und Ausgestaltung. Taktiken ähneln sich häufig und es wird immer durschaubarer. Daher wird es nicht sofort den Platz auf den Tisch finden. Vielleicht aus deswegen nur 100 Blatt für knapp 25 Partien mit 4 Spielern? Das Spielmaterial ist jedoch sehr gut! Daher ist das Ganze ein schönes Spiel für zwischendurch.
Tolle, spaßige Spielidee mit kleinen Schwächen
In Doodle Dungeon darf jede Person ihren eigenen Dungeon entwerfen mit dem Ziel, einen gegnerischen Helden bei seinem Weg durch den Dungeon aufzuhalten und dabei die meisten Punkte zu erbeuten.
Die Spielanleitung ist überschaubar und verständlich formuliert. Der Einstieg in das Spiel wird zudem durch eine witzige Geschichte begleitet.
> Material
Das Material ist toll und liebevoll gestaltet. Die Blätter für den Dungeon sind doppelseitig bedruckt und es wird alles Benötigte mitgeliefert: Stifte, Radiergummi, Anspitzer, Würfel kleine Helden und Schablonen. Der Anspitzer dient gleichzeitig als Startspielmarker.
> Spielidee
Das Spiel selbst gibt sich recht unkompliziert. Es gibt drei Phasen, in denen erst der Dungeon über die Wahl von Karten gebaut wird. In jeder Runde liegen ein paar Karten aus, welche dann gedraftet werden. Wenn eine Karte aufgenommen wurde, werden die entsprechenden Elemente auf dem eigenen Blatt eingetragen beziehungsweise bei den Aufwertungen Kreuze in den Kästchen gesetzt. Im unteren Bereich zeigt die Karte, mit was der Dungeon jetzt ausgebaut werden darf, im oberen Bereich, welche Auswirkungen sie in der Verteidigungsphase hat. Man wählt also in der ersten Phase schon die Karten für die letzte Phase aus. Zum Zeichnen der Elemente liegen, wie erwähnt, Schablonen bei.
Sind alle Karten verteilt, gibst jeder Mitspieler seinen Dungeon nach links weiter. Alle zeichnen jeweils auf dem fremden Dungeon einen Weg ein, auf dem sich später der Held durch den Dungeon bewegt. Es gibt einige Regeln, die dafür sorgen, dass der Weg des Helden nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen ist. Danach werden die Blätter nach rechts zurückgegeben.
Schlussendlich steht die dritte Phase an, die Verteidigung des eigenen Dungeons. Die Helden gehen ihren Weg durch den Dungeon und müssen dabei am Leben bleiben. Zusätzlich kann der Kampf durch die in Phase 1 gesammelten Karten beeinflusst werden. Hat ein Held das Ende des Dungeons erreicht oder wurde besiegt, darf die besitzende Person trotzdem noch Karten ziehen und spielen. Diese Phase endet, sobald der letzte Held besiegt wurde oder das Ende des Dungeons erreicht hat.
> Erfahrung
Schön ist, dass jeder Dungeon durch das Draften der Karten von Beginn an anders aufgebaut wird. Jede Person kann dabei den Schwerpunkt auf ein anderes Element setzen, wodurch verschiedene Strategien verfolgt werden können. Erfahrungsgemäß sollte die Verbesserung des Dungeons keineswegs vernachlässigt werden. Die erste Phase machte uns am meisten Spaß. Sich ein Konzept zu überlegen und den eigenen Dungeon zu entwickeln war jedes Mal sehr interessant.
Phase 2 ist schnell vorbei und hat kaum Einfluss auf das Spielerlebnis.
Bei der dritten Phase sehe ich die größten Schwächen. Hier kann es sogar zu spürbare Wartezeiten kommen. Nach unserer Erfahrung sind die Helden etwas zu stark, sodass diese bisher in keiner gespielten Partie aufgehalten werden konnten. Das ist teilweise auch dem Würfelglück der einzelnen Spieler geschuldet. Das Spiel kann also auch etwas frustrierend sein, wenn ein Held einfach so durch den durchdachten Dungeon spaziert.
Insgesamt macht es dennoch viel Spaß und ist ein wunderbares Spiel für zwischendurch.
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