Hab für einen Freund gekauft, hat ausgepackt, zusammen gebaut (hat 2 Stunden gedauert) und sich gefreut, also alles perfekt.
Es handelt sich hierbei selbstverständlich um kein Modell, das von kleinen Kindern bespielt wird, sondern um eine Variante die für Star Trek Fans als vitrinenmodell geeignet ist.
Der Preis von aktuell ca 300 € ist natürlich nicht niedrig angesetzt, man sollte aber auch nicht vergessen, wie gut die Qualität von Playmobil tatsächlich ist.
Das Modell hat eine stattliche Größe und ist detailreich gestaltet. Ähnlich verhält es sich mit den Figuren Punkt hier hätte ich mir noch ein wenig mehr Detailfreude gewünscht. Im großen und ganzen ist dieses Produkt aber auf jeden Fall zu empfehlen.
Der Preis ist heiß. Für Fans definitiv verlockend und einen Blick wert.
Als die Box ankam, war ich erstmal baff und ja, es ist eine ordentlich große Kiste. Insgesamt sind ca. 94 Einzelteile drinnen, Klingonen mitgezählt 🙂
Verpackung:
Verpackt ist alles recht übersichtlich und man findet sich beim Aufbau gut zurecht. Die Anleitung ist aus meiner Sicht gut geschrieben und verständlich. Es gibt etwas Hintergrundgeschichte zum Setting und alle Funktionen des Soundmoduls bzw. des Cockpits werden beschrieben und erklärt. Die Features werden ebenfalls alle beschrieben.
Aufbau:
Es hat etwas gedauert, aber es sind auch einige Teile zu verbauen. Ich bin da auch eher Genießer, als dass ich bei so einem Teil Hektik mache. Ich finde, solche Anschaffungen sollte man auch ein wenig zelebrieren und Spaß dabei haben. Zuerst wird die Bodenplatte bzw. Diorama gebaut, auf der dann die BoP, per transparenten Stützen, gehalten wird. Insgesamt keine Probleme. Danach geht es an den Schiffbau. Das Soundmodul kommt in den hinteren Teil des Schiffs. Es gibt eine Art Kabelkanal, der teilweise etwas eng ist und vom Cockpit zum Modul gelegt wird. Das Kabel ist flexibel und insgesamt ging es gut von der Hand. Das Modul wird dann mit einer Sicherung arretiert und kann über drei AA-Batterien oder USB-C betrieben werden. Für die Tragflächen gibt es Korrekturblätter in der Anleitung, hier wurde scheinbar nachgebessert. Man sollte statt den ursprünglich gedachten gelben Pöppel die grünen verwenden. Ich habe gleich die grünen genommen. Wie sich herausgestellt hat, halten die gelben nicht und man bekommt die Tragflächen nicht richtig befestigt. Insgesamt hat es Spaß gemacht, das Schiff zusammenzubauen. Wo ich keinen Spaß hatte, waren die Aufkleber. Vielleicht macht es Leuten Spaß, aber ich bin so ein Monk, dass mich das stresst, weil ich Angst habe, mich zu verkleben. Ich hätte es cooler gefunden, wenn die HMS Bounty schon fertig dekoriert wäre bzw. die Cockpitdisplays. Ich vermute, dass solche Details kostenintensiver wären. Ich habe auch schon bei Brettspielen sehr viel Zeug klebt, was den halben Tag gedauert hat, also was solls.
Features:
Das Soundmodul ist schonmal genau mein Geschmack. Klar könnte man über eine App alles fernsteuern, aber es ist auch schön ohne App und mir ehrlich gesagt auch lieber. Ich bin der Typ oldschool und kann auch noch echte Knöpfe drücken, außerdem kann man dann das Handy auch mal in der Ecke liegen lassen. Es gibt direkt am Modul mehrere Knöpfe und dort kann man Antriebs- und Feuersequenzen, Sprachschnipsel und ein Ambiente Modus steuern. Der Ambiente-Modus läuft in einer Art Schleife. Mit Batteriebetrieb läuft die Schleife ca. 3min, dann schaltet das Modul aus. Alternativ kann man das Modul auch über den integrierten USB-C Stecker betreiben. Mit dieser Art läuft das Modul laut Anleitung 120min. Wie lange es genau läuft, habe ich nicht getestet, aber es läuft eine ganze Weile. Über das Cockpit kann man weitere Sequenzen wie Dialoge zwischen Kirk und Kruge oder kurze Kampfsequenzen samt Sprachschnipsel abrufen. Insgesamt sehr cool, wenn auch teilweise etwas leise. Die Lichteffekte des Schiffs sind auch cool und machen besonders im gedimmten Licht gut was her. Das Licht pulsiert und ist z. B. an der Front als Kanone sichtbar oder am Soundmodul direkt, was gleichzeitig den Antrieb simuliert. Sehr nerdig und äußerst cool. Ansonsten gefällt mir die Außenhülle der Prey sehr gut. Es gibt Roststellen und insgesamt sieht es nicht zu geleckt aus und ist sehr stimmig lackiert. Die Figuren sehen sehr, sehr nice aus. Hach, die Klingonen sehen schon sehr cool aus und sind auch unterscheidbar. Spock hat seine typischen Ohren und die markanten Augenbrauen. Insgesamt bin ich echt begeistert. Am Diorama finde ich cool, dass man die Figuren an bestimmten Stellen feststecken kann. Das Ganze wird über sechseckige Steine gelöst und fügt sich insgesamt sehr gut in die Landschaft ein. Weiterhin kann man die austauschbaren Cockpit-Monitore in einem Felsen des Dioramas schön verstauen. Alternativ kann man die Bird of Prey auch per mitgelieferter Seilvorrichtung an die Decke anhängen. Lediglich einen Haken muss man sich organisieren. Für das Soundmodul sind keine Batterien mitgeliefert.
Fazit:
Insgesamt ein sehr cooles Teil. Bis auf die Aufkleber habe ich kaum etwas zu meckern.
Die Größe muss man sich bewusst machen und man benötigt man gut Platz, da das Teil echt ein Geschoss ist. Beim Preis muss ich sagen, für Fans ist es sicherlich etwas. Viele Hobbys sind teuer und am Ende muss jeder für sich entscheiden, ob er das Geld ausgeben möchte und was es einem Wert ist. Als reines Spielzeug sicher etwas heftig, aber als Sammelstück schon ein fettes Teil mit coolen Effekten, wenn das Soundmodul gut durchhält, dann ist es auch etwas Zeitloses und schon fast nostalgisches. Erinnert mich echt an meine Jugend und den ganzen geilen 80er und 90er-Spielzeugkram.
Ganz ehrlich, welcher Trekkie gibt dafür 300 Euro aus? Bei jedem anderen Modell, das deutlich weniger kostet, wird ohne Ende gemeckert, wo wieder was nicht so aussieht wie im Film oder in der Serie, aber ich gebe 300 Euro für einen birdofprey aus, der so maßstabsgerecht ist, dass auf der Brücke ein Klingone Platz hat? Ihr habt echt zu viel Geld, und Playmobil weiß das, sonst würde man nicht so einen Preis dafür nehmen.
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