Blackberry-Hersteller RIM baut 2.000 Stellen ab
26.07.2011
Der Mobiltelefon-Markt ist von starkem Wettbewerb gezeichnet - vor allem Apples iPhones und die zahlreichen Android-Smartphones stellen eine mächtige Konkurrenz für weitere Anbieter dar. Diese hat den kanadischen Blackberry-Anbieter Research in Motion (
RIM) nun zu weitreichenden Sparmaßnahmen gezwungen, wie die Firmenzentrale des Unternehmens in Waterloo mit einer Pressemitteilung bekannt gibt. Insgesamt sollen weltweit rund 2.000 Stellen gestrichen werden. Die betroffenen Personen würden noch in dieser Woche informiert und mit einer Abfindung bedacht werden. Nachdem sich die Anzahl der Mitarbeiter in den vergangenen fünf Jahren nach Unternehmensangaben mehr als vervierfacht hätte, seinen die Kündigungen nun ein vernünftiger und notwendiger Schritt, um der aktuellen Situation begegnen zu können.
Bereits im vergangenen Juni kündigte die RIM-Zentrale an, noch im laufenden Quartal einen Stellenabbau vornehmen zu wollen. Nähere Details wurden dabei jedoch nicht genannt. RIM wird auch sein Management neu strukturieren. Nach Vollzug aller Maßnahmen werden noch rund 17.000 Mitarbeiter im Unternehmen beschäft sein.
Schon im April dieses Jahres musste RIM seine Prognosen für den Verkauf seiner Blackberrys nach unten korrigieren. So gehört der Konzern zwar zu den Pionieren bei den Smartphones, hat die Vorliebe der Nutzer für Touchscreen-Handys jedoch zu spät erkannt. Auch im Bereich der Multimediafunktionen waren andere Hersteller deutlich innovativer. RIM hielt zu lange an seiner Tastatur und seinem E-Mail-Dienst fest, verpasste den aktuellen Trend und verlor damit Kunden an die Konkurrenz. Die Aktie des Konzerns fiel als Reaktion auf die jüngste Nachricht um mehr als ein Prozent.