Buch für Kinder ab 4 Jahre
Es ist toll, dass es Bücher von „Wieso? Weshalb? Warum?“ auch für Kinder ab 4 Jahre gibt. Das Buch über den Zoo ist sehr schön gestaltet.
Und zum Verschenken ist es ideal. Welches Kind mag denn bitte auch keinen Zoo mit Tieren?
Ein falsches und veraltetest Bild von Zoos.
In diesem Buch wird der Zoo als positive und nützliche Institution veranschaulicht. Es wird gesagt, dass es den Tieren hier so gut und sogar noch besser geht als in der Freiheit.
Es wird Werder Tierleid, Art ungerechte Haltung noch kaum bis gar nicht vorhandenen Sinn und Zweck dieser Einrichtungen behandelt. Wer 2022 noch positiv von Zoo Einrichtungen sprechen kann und dieses noch in Buchform presst lebt an der Realität vorbei.
Wimmeliges Bilderbuch mit etwas zu freundlichen Zoofakten
Wie immer ist auch in diesem Buch alles super toll und freundlich. Die "böse" Seite der Zoos wird nicht gezeigt. Und hey, es ist ein Buch für Kinder von 4-7 und das wahre Gesicht der Zoos könnte sie vermutlich verstören. Erinnert sich noch jemand an die Giraffe die vor laufenden Kameras in einem Zoo geschlachtet wurde? Na, vermutlich, wenn dann nur dunkel.
Also steigen wir ein in eine Welt voll Sonnenschein und etwas gebogener Grundfakten (nur meine Rezension wird vielleicht nicht ganz so sonnig).
📘 Dieses Buch beinhaltet folgende Themenseiten:
- Was ist ein Zoo?
- Wie wohnen Tiere im Zoo?
- Wer kümmert sich um die Tiere?
- Wird es Zootieren langweilig?
- Warum leben Zootiere in Häusern?
- Wie kommen die Tiere in den Zoo?
- Welche Technik braucht ein Zoo?
- Was passiert, wenn Zootiere krank werden?
- Zackige Zoorallye
- Wer kann im Zoo zur Schule gehen?
Bereits auf der ersten Seite steht dann etwas wie "Tiere sind vom Aussterben bedroht und werden deshalb in Zoos gehalten, damit sie geschützt und gezüchtet werden können" (vom Zoo getötete Giraffe *hust*) "und sie sind da, damit wir sie dort kennenlernen können!"... Ja... gut... sollten wir dann vielleicht auch Menschen in Zoos einsperren um sie kennenlernen zu können? Gibt ja genug Menschen auf der Welt, die nicht so sind wie man selbst. Denen reichen dann bestimmt auch ein paar Quadratmeter um dort gut und sicher zu leben, denn sie kriegen ihr Essen ja einfach geliefert. Sowas wie Freiheit um einfach mal "was anderes" zu sehen, brauchen sie doch nicht. Denn im Buch steht, dass die Gehege im Zoo ja nicht so groß sein müssen, weil die Tiere sich selbst kein Essen suchen müssen.
Ganz ehrlich, natürlich haben Kinder Spaß in Zoos (haben sie aber auch in Freizeitparks oder auf dem Spielplatz) - warum nehmen wir uns das Recht heraus einfach zur Belustigung, Tiere die normalerweise deutlich mehr Platz in ihrem Leben brauchen in viel zu kleinen "Schaukästen" auszustellen?
Ich habe schon als Kind Tiere geliebt und tue es auch heute noch. Ich habe zahlreiche Tierdokus gesehen oder große Tierlexika durchstöbert. Dadurch habe ich sie auch kennen und lieben gelernt - ganz ohne Zoo. Dinos lieben Kinder auch heute noch und lernen freiwillig viele Fakten über sie, ganz ohne sie jemals wirklich gesehen zu haben! Und auch die Argument der "Artenerhaltung" trifft nur bei einem geringen Bruchteil der Tiere zu. Vor allem gibt es eben auch genügend Tiere die vom Aussterben bedroht, aber nicht in Zoos zu finden sind.
Ich bin einfach der Meinung, dass in einem solchen Buch auch über die Schattenseiten informiert werden sollte, wie es zum Beispiel bei dem Wieso? Weshalb? Warum?-Buch über Wale und Delfine der Fall ist.
📘 Fazit:
Ich sehe das Buch kritisch. Es ist bildtechnisch wirklich wunderbar und lädt zum Stöbern und entdecken ein. Nur ist das was darin steht einfach nur eine schöne Geschichte an die viele glauben wollen, die so aber leider nicht stimmt. Wenn ich meinem Kind damit eigentlich nur die Tierwelt näher bringen möchte, dann wäre vielleicht eher ein Tierlexikon die bessere Wahl.
Wimmeliges Bilderbuch mit etwas zu freundlichen Zoofakten
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Wie immer ist auch in diesem Buch alles super toll und freundlich. Die "böse" Seite der Zoos wird nicht gezeigt. Und hey, es ist ein Buch für Kinder von 4-7 und das wahre Gesicht der Zoos könnte sie vermutlich verstören. Erinnert sich noch jemand an die Giraffe die vor laufenden Kameras in einem Zoo geschlachtet wurde? Na, vermutlich, wenn dann nur dunkel.
Also steigen wir ein in eine Welt voll Sonnenschein und etwas gebogener Grundfakten (nur meine Rezension wird vielleicht nicht ganz so sonnig).
📘 Dieses Buch beinhaltet folgende Themenseiten:
- Was ist ein Zoo?
- Wie wohnen Tiere im Zoo?
- Wer kümmert sich um die Tiere?
- Wird es Zootieren langweilig?
- Warum leben Zootiere in Häusern?
- Wie kommen die Tiere in den Zoo?
- Welche Technik braucht ein Zoo?
- Was passiert, wenn Zootiere krank werden?
- Zackige Zoorallye
- Wer kann im Zoo zur Schule gehen?
Bereits auf der ersten Seite steht dann etwas wie "Tiere sind vom Aussterben bedroht und werden deshalb in Zoos gehalten, damit sie geschützt und gezüchtet werden können" (vom Zoo getötete Giraffe *hust*) "und sie sind da, damit wir sie dort kennenlernen können!"... Ja... gut... sollten wir dann vielleicht auch Menschen in Zoos einsperren um sie kennenlernen zu können? Gibt ja genug Menschen auf der Welt, die nicht so sind wie man selbst. Denen reichen dann bestimmt auch ein paar Quadratmeter um dort gut und sicher zu leben, denn sie kriegen ihr Essen ja einfach geliefert. Sowas wie Freiheit um einfach mal "was anderes" zu sehen, brauchen sie doch nicht. Denn im Buch steht, dass die Gehege im Zoo ja nicht so groß sein müssen, weil die Tiere sich selbst kein Essen suchen müssen.
Ganz ehrlich, natürlich haben Kinder Spaß in Zoos (haben sie aber auch in Freizeitparks oder auf dem Spielplatz) - warum nehmen wir uns das Recht heraus einfach zur Belustigung, Tiere die normalerweise deutlich mehr Platz in ihrem Leben brauchen in viel zu kleinen "Schaukästen" auszustellen?
Ich habe schon als Kind Tiere geliebt und tue es auch heute noch. Ich habe zahlreiche Tierdokus gesehen oder große Tierlexika durchstöbert. Dadurch habe ich sie auch kennen und lieben gelernt - ganz ohne Zoo. Dinos lieben Kinder auch heute noch und lernen freiwillig viele Fakten über sie, ganz ohne sie jemals wirklich gesehen zu haben! Und auch die Argument der "Artenerhaltung" trifft nur bei einem geringen Bruchteil der Tiere zu. Vor allem gibt es eben auch genügend Tiere die vom Aussterben bedroht, aber nicht in Zoos zu finden sind.
Ich bin einfach der Meinung, dass in einem solchen Buch auch über die Schattenseiten informiert werden sollte, wie es zum Beispiel bei dem Wieso? Weshalb? Warum?-Buch über Wale und Delfine der Fall ist.
📘 Fazit:
Ich sehe das Buch kritisch. Es ist bildtechnisch wirklich wunderbar und lädt zum Stöbern und entdecken ein. Nur ist das was darin steht einfach nur eine schöne Geschichte an die viele glauben wollen, die so aber leider nicht stimmt. Wenn ich meinem Kind damit eigentlich nur die Tierwelt näher bringen möchte, dann wäre vielleicht eher ein Tierlexikon die bessere Wahl.
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