Wir hatten die Nähmaschine wirklich nicht viel in Benutzung und schon war der Vorlauf kaputt. Die Welle des Vorlaufs wird durch zwei Krampen gehalten, die aus billigem Blech sind und eine davon ist gebrochen. Wenn ich mir die Konstruktion genauer ansehe, ist die wohl eine von Singer einkonstruierte "Sollbruchstelle", um auch noch was an der Reparatur zu verdienen. Selbst wenn die Welle unbelastet ist, wird die Krampe schon plastisch verformt, somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese bricht und es hat nicht viel Zeit gebraucht. Ich kann nur von dieser Nähmaschine abraten, sie ist ihr Geld nicht wert. Singer darf man anscheinend nicht mehr mit "Made in Germany" gleichsetzen, das ist auch die Meinung eines Fachverkäufers, der ebenfalls zu anderen Herstellen rät.
Das Modell 2263 ist eine einfache, moderne Nähmaschine und weist eine hohe Bedienerfreundlichkeit auf. Wer bereits mit einer Nähmaschine gearbeitet hat, findet sich schnell zurecht. Allerdings wird die 2263 vermutlich nicht die Lebenserwartung von Omas Nähmaschine haben. Neben dem Gehäuse sind leider auch einige mechanische Komponenten wir z.B. der obere Garnrollenhalter in Kunststoff ausgeführt. Ich hatte Bedenken, dass das Teil bereits beim ersten Probebetrieb abbricht, aber zumindets die ersten 30 Minuten überstand die Mechanik. Der Hinweis "Made in China" deutet darauf hin, dass mittlerweile auch Traditionsmarken wie Singer "gezwungen" sind, ihre Produkte an Niedriglohnstandorten zu fertigen. Wenigstens wurde die Erstellung der Bedienungsanleitung anscheinend nicht im Off-Shoring erstellt, alles ist gut verständlich und prima illustriert.
Fazit:
Alles in allem eine gute Maschine für das Geld (150 EUR), aber leider tendentiell ein Wegwerfartikel und keine Anschaffung für das Leben.
Bewertung im Detail:
Design: 5 Punkte
Bedienungsanleitung: 5 Punkte
Langlebigkeit: 3 Punkte
Ausstattung: 4 Punkte
Produktionsort: 1 Punkt
Gesamtergebnis: 3,6 Punkte