Gutes Hintergrundwissen macht gute Benutzeroberflächen
Es gibt Web Usability-Bücher, die gehen in die Breite, es gibt welche, die gehen in die Tiefe, und es gibt einige wenige, die tun beides. Beispielweise dieses Buch von Henrik Arndt. Er lotet das Thema umfassend aus und erzählt nicht nur vom Wie, sondern auch vom Warum. Ergiebig.
Typische Stelle: "In dem Märchen Hänsel und Gretel der Gebrüder Grimm lassen die beiden Geschwister auf dem Weg durch einen ihnen unbekannten Wald in reglmässigen Abständen Brotkrumen auf den Weg fallen, um dadurch
visuell starkes und tiefgründiges Werk zur Konzeption medialer Anwendungen
Das Buch kann nun mittlerweile schon als Klassiker gelten und ist sicher in seinem Feld im deutschsprachigen Raum eine absolute Empfehlung. Wissenschaftlich fundiert und mit reichlich Quellen für eigene weitere Schritte, kann ich dieses Buch als Informationshub empfehlen.
Wer allerdings einen fertigen Baukasten mit Handlungsanweisung für spezielle praktische Fragestellungen erwartet wird sicherlich enttäuscht, da in diesem Buch Grundlagen und wesentliche Themen der Konzeption und Gestaltung,
Hier wird nicht nur das "wie", sondern auch das "warum" erklärt.
Henrik Arndt erklärt, wie man gute Websites konzipiert. Von der Anforderungsanalyse über die Strukturierung und Benennung der Sektionen bis hin zum Navigations- und Gestaltungskonzept. Vor allem aber liefert er die Gründe für alle konzeptionellen und gestalterischen Entscheidungen. Und dabei hat er sich die Arbeit nicht leicht gemacht. Denn anstatt die üblichen allgemeinen Empfehlungen zu wiederholen, stellt er unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen gegenüber und bewertet diese, ohne
für alle, die mehr wissen wollen, als die üblichen Tips und Tricks
Neben den intensiv recherchierten Inhalten und den sehr gut ausgewählten Beispielen aus Wissenschaft und Praxis besticht dieses Buch, im Gegensatz zu so manchem Website-Ratgeber, durch die Verknüpfung der Informationen innerhalb des Buches und darüber hinaus. Da wird auch nicht Halt gemacht an den oft so beliebig gezogenen Grenzen zwischen den einzelnen Design-Disziplinen. Sein Modell der User Experience leitet Henrik Arndt unter anderem von Theorien des Industrial Design ab, zur Strukturierung
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