Die DVD mit dem Titel "Die Kriegsmaschinerie. Kriegsentscheidende Waffentechnik" setzt sich ein anspruchsvolles Ziel. Am Beispiel der Panzer- und Raketentechnologie soll aufgezeigt werden, wie im Zweiten Weltkrieg "technische Innovationen ... das Militär von seinen historischen Ketten" befreiten (vgl. DVD-Cover). Zwei Filmberichte bringen es dabei auf die stolze Lauflänge von 110 Minuten. Im ersten Streifen wird die Entwicklung der Panzertechnik, vor allem aber die Revolutionierung der althergebrachten Strategie- und Taktiklehren durch den Kampfwageneinsatz beschrieben. Der Bericht rekonstruiert, wie die Schlachtfelder im Zweiten Weltkrieg durch den Panzereinsatz in Bewegung geraten sind. Statische Schlachtfelder wie früher gab es plötzlich nicht mehr. Richtigerweise heben die Macher der Dokumentation hervor, daß vor allem die Deutschen (Guderian; Rommel) die Panzertechnologie im Rahmen der Blitzkrieg-Feldzüge innovativ zu nutzen wußten. Aber auch die alliierte Seite kommt nicht zu kurz. Zudem werden einzelne Panzertypen vorgestellt und ihre Vor-und Nachteile angesprochen. In der modernen Kriegsführung, so das Fazit des Berichts, müssen Panzer, Infanterie und Logistik zusammenarbeiten, um siegreich zu sein. Die gezeigten Aufnahmen sind teilweise beeindruckend und auch der Kommentar ist um Sachlichkeit bemüht. Dies gilt im übrigen auch für den zweiten Filmbericht. Allerdings sind dem Sprecher drei Ausrutscher unterlaufen. So redet er die deutsche 8,8 cm-Flugabwehrkanone als "Flugabwehrrakete" an. Ungeschickt sind darüber hinaus Formulierungen wie "eingeschränkte schwenkbare Kanonen" oder "4. gepanzerte Einheit". Kommen wir nun zum zweiten Filmbericht, der weit mehr als nur die Entwicklung der Raketentechnologie zum Gegenstand hat. In ihm geht es stärker als im ersten Film um das Verhältnis von Wissenschaft und Militär. Genauer werden drei Technologiebereiche betrachtet. Einmal die bereits erwähnte Raketenentwicklung, eine Technologie, die besonders die Deutschen militärisch anwenden wollten. Dann aber auch die Radar- und Nukleartechnik, an der vor allem die Briten und Amerikaner Interesse hatten. Die Dokumentation zeigt anschaulich, wie Wissenschaftler im Auftrag der Militärs und der Politik die jeweiligen Technologien unter Zeitdruck zur Einsatzreife gebracht haben. Allerdings sind dem Kommentator aufs neue mißliche Falschaussagen unterlaufen. So heißt der Organisator des deutschen Raketenprogramms im Zweiten Weltkrieg nicht Walter "Dorenberger", sondern Dornberger. Bei einer Person der Zeitgeschichte ist eine Falschbenennung ein gravierender Fehler. Wenn sodann das amerikanische Flugboot Consolidated PBY Catalina als "katalanisches Flugboot" bezeichnet wird, kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln. Und auch die Tatsache, daß das amerikanische Bombenflugzeug Consolidated B-24 Liberator immer wieder als "Befreier" angesprochen wird, nervt den Flugzeugkenner. Zudem hört sich die Formulierung: "U-Boote, um Schiffe zu berauben", mehr als seltsam an. Dann wundert man sich auch nicht mehr, wenn die "Luftschlacht um England" plötzlich zur "Schlacht in England" wird. Die Fehler im Kommentar hätten durch die Hinzuziehung eines militärhistorischen Fachmannes vermieden werden können. Hier wurde von den Produzenten der DVD allem Anschein nach gespart. So reicht es für die Dokumentation zu keiner besseren Bewertung.
Der Titel versprach etwas davon dass es auf der DVD umPanzer und Raketen geht.Da ich mich für Geschichte und Panzertechnik interessiere dachte ich mirkauf ich mir die DVD als ich sie bekam freute ich mich natürlich und dann kam es ,es ging auf einmal nur um Flugzeugträger und Flugzeuge.War zwar interessant,aber nicht was ich eigentlich erhofft hatte.Pro :Lange Spieldauer von 110 Min.InformativContra :Es kommen weder Panzer noch Raketen vor.Titel der DVD ist irreführendAlso wer sich für Flugzeuge und Schiffe interessiert ist gut bedient,nurwer auf Raketentechnik und Panzer wartet ist hier leider fehl am platz !!!