Militärtechnologie im Wandel
Die DVD mit dem etwas schwerfälligen Titel "Die Kriegsmaschinerie" enthält zwei Filmdokumentationen. Beide widmen sich dem durch den Zweiten Weltkrieg ausgelösten Entwicklungsschub im Bereich der Waffentechnik. In der ersten geht es vorrangig um die Ablösung der Schlachtschiffe als bedeutendste Waffenplattform der Marine durch die Flugzeugträger. Der zweite Streifen hat die Entwicklung bei den Luftstreitkräften zum Gegenstand. Hier wird vor allem die Herausbildung einer strategischen Bomberwaffe beschrieben. Beiden Dokumentationen gelingt es recht gut, die "Atmosphäre verzweifelter Kreativität" auf dem Gebiet der Waffenentwicklung nachzuzeichnen, die die Jahre zwischen 1939 und 1945 gekennzeichnet hat. Schlüsselereignisse wie der Luftangriff der Briten auf den italienischen Flottenstützpunkt Taranto, Pearl Harbor oder die letzte große Seeschlacht der Geschichte bei Leyte werden zurecht hervorgehoben. Der Film zu den Luftstreitkräften arbeitet das fehlende Verständnis der deutschen Militärplaner für strategische Bombenflugzeuge heraus. Die Briten und Amerikaner waren hier - auch dies zeigt der Film auf anschauliche Weise - lernbereiter und sind so zu Pionieren dieser Waffengattung geworden. Mit der Entwicklung der Boeing B 29 Superfortress kulminierte diese Entwicklung schließlich im ultimativen strategischen Bomber des Zweiten Weltkrieges. In der Gesamtdarstellung sind die beiden Filme somit recht ansprechend. Auch das verwendete Filmmaterial kann sich sehen lassen. Doch wie oft bei solchen Projekten lauert der Fehlerteufel im Detail. Inwieweit dabei einfach nur eine falsche Übersetzung des englischen Originalkommentars verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen. Hier einige Beispiele für diese lästigen Nachlässigkeiten. So wären die amerikanischen Bomberbesatzungen arm dran gewesen, hätten sie tatsächlich "Maschinenpistolen" statt Maschinengewehre als Abwehrbewaffnung besessen. Das japanische Schlachtschiff hat Yamato geheißen und nicht "Yamoto". Der amerikanische Jagdflieger aus dem Ersten Weltkrieg hatte den Namen Eddie Rickenbacker und nicht "Rickenbacher". Beim großen Luftangriff auf Köln seien "30 Millionen Pfund Sprengstoff" abgeworfen worden, wird behauptet. Eine völlig utopische Summe. Eine amerikanische Luftwaffeneinheit bekommt den seltsamen Namen "509. zusammengesetzte Truppe". Diese Beispiele sollen genügen, um zu demonstrieren, daß hier offensichtlich keine Fachleute am Werk waren. Die DVD ist wiederum ein Beispiel dafür, wie man gute Ansätze durch schlampige Recherche im Detail beeinträchtigen kann.
gute Bilder, fehlerhafte Info
Also zuerst, die Dokumentationen sind gut und verständlich gemacht und bieten gute Bilder.Und wenn es da nich noch ein ABER gäbe, dann wäre die DVD sehr gut...ABER1.) Infos sind tw falsch. zB.: Der erste Überfall auf Japan wurde von B-25 Bombern durchgeführt (Doolittle Raid auf Wikipedia), die DVD behauptet es wären B-52, die erst in den 50ern als Folge des Weltkrieges designt und gebaut wurde...2.) Die DVD behauptet über den "War that changed War" zu berichten, läßt, zumindest im Schiffsbereich, den Atlantik und Europa fast komplett aus...Also, Schnitt und Verständlichkeit hätten sich 5 Sterne verdient, durch die fehlerhafte, und damit unzuverlässige Information nur 3...