Jedem, der sich in der Geschichte der populären Musik auskennt und der trockenen Humor mag, dem kann dieses Buch empfohlen werden. Ich habe mich über die abstruse Geschichte der Erfindung des Rock N Roll jedenfalls köstlich amüsiert und mich von dem Buch bestens unterhalten gefühlt. Und wer weiß: Vielleicht war es ja wirklich so.
Die Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, ist an sich nicht schlecht. Doch eine Idee, und sei sie noch so gut, erzeugt noch lange keine Bestseller. Und ich denke, dass wird Pop essen Mauer auf" auch nicht werden.
Es drängen sich Vergleiche nahezu auf. Der Aufbau erinnert doch sehr an Neue Leben" von Ingo Schulze, die Thematik ähnelt Brussig's Helden wie wir".
Dass Teile des Romans in Rostock angesiedelt sind, macht mir dieses Buch ein wenig sympathischer. Und das einige musikalische Lieblinge hier erwähnt werden, gibt noch einen Bonuspunkt. Überhaupt hätte ich mich nicht getraut, so viele noch lebende Musiker zu verwenden. Ich habe an vielen Stellen gelacht, aber mir dann auch vorgestellt, wie die Musiker darauf reagieren könnten.
Die Idee zu diesem Buch ist gut und ausbaufähig. Aber der Zug, der sich gut und schnell in Bewegung setzt, erlahmt, und zwar, als Ludger Bauer auf Duttweiler trifft. Und überhaupt, das Ende der Geschichte. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass der letzte Teil schnell niedergeschrieben wurde. Da fehlt der Biss. Das wirkt mir alles zu konstruiert mit der Halle und all dem Gedöns da drinnen. Die Selbstbeweihräucherung nimmt überhand, es wird für mich als Leser immer unglaubwürdiger.
Schade, denn ich bin mir sicher, dass man aus diesem Stoff hätte mehr machen können. Es ist nette Unterhaltung, wenn es draußen mal wieder regnet. Aber man vergisst es auch schnell wieder.
was man nicht alles nicht gewusst hat...
Darum gehts nämlich im neuesten Buch von Stefan Maelck.Dass Elvis Presley ursprünglich Elvira Prassler hieß,und vom ostdeutschen Kommunismus installiert wurde,um die westliche Welt zu untergraben.Oder die rettende Einbürgerung von Peter Maffay,der eigentlich als Peter Alexander Makkay im heutigen Rumänien geboren wurde,jedoch wegen eines unglücklichen Zwischenfalls im Schloss des Grafen Dracula seine Heimat verlassen musste.Bis hin zur Erfindung von Dieter Bohlen,der nichts weiter ist,als eine zum Leben erweckte Puppe...(so abstrus die meisten der Einfälle scheinen,so real könnten sie auch sein...Bohlen als Roboter???warum nicht...)
Beste Unterhaltung,für all jene,die sich immer schon Gedanken über die Entstehung gewisser musikalischer Strömungen gemacht haben,jedoch nie ganz dahinter gekommen sind!
Eindeutig 5 Sterne und eine 100%ige Empfehlung!
Zugegeben, die Grundidee ist genial - aber das wars dann auch schon. Obwohl ich die Verachtung des Autors für die Farianklone, Maffays und Phil Collinse dieser Welt teile, hat sich doch nie so was wie Lesevergnügen eingestellt. Manche Dinge sind so hölzern, daß man z.B. vermuten könnte, Margot sei ein unerfüllter Knabentraum des Autors gewesen, und was man nicht kriegt, muß man schlechtreden.
Das Thema an sich böte die Grundlage für eine sprühende Satire voll schwarzen Humors (und es ist schade, daß nicht Günter Brödl diese Idee hatte). So kommt alles irgendwie holprig rüber und irgendwie habe ich dauernd das Gefühl, daß es der Autor 15 Jahre danach "denen" noch mal zeigen muß.
Aus meiner Sicht geht sich nur ein Stern aus - vielleicht liegts auch nur daran, daß ich die Hintergründe und die Umgebung nicht kenne und den dunkeldeutschen Schmäh einfach nicht verstehe ...