Die reinste Geld- und Zeitverschwendung. Anfangs kann man noch irgendeinen Faden erahnen. Für das Bemühen, einen guten Ideen-Ansatz mit leben zu füllen, gibt es den einen Stern. Mehr geht aber beim besten Willen nicht. Die Geschichte geht mit raschem Tempo in wirrer Abfolge von konstruierten Ereignissen unter, umgeben von einer klar umrissenen Gut-Böse Welt, die ein Nachdenken über den Ursprung gewisser Katastrophen gar nicht erst aufkommen lässt. Dazu noch diese pseudophilosophischen und religösen Betrachtungen über das Woher und Wohin der Menschheit. Kellinghaus ist wohl angetreten, einen Thriller mit politischer und gesellschaftlich hochbrisanter Vision zu schreiben. Herausgekommen ist leider nicht mal finsterster Hollywood Kitsch. Wo da andere Rezensenten neue Dimensionen sehen, ist mir schleierhaft.
Diesen Rezensenten empfehle ich einen Dan Simmons, dessen literarische Werke ich mit ähnlichem befassen und dessen amerikanische Weltsicht ich auch nicht unbedingt teile, der aber wirklich spannend und glaubhaft phantasievoll schreibt und dessen Protagonisten Tiefgang haben. Selbst ein doch zuletzt immer mehr schwächelnder Frank Schätzing ist gegen den Kellinghaus Hochliteratur.
...Herr Kellinghaus, wie kommen sie darauf, dass die christliche Religion ist die Grundlage der menschlichen Werte sei... umgekehrt wird wohl eher ein Schuh draus. Denn ohne diese Werte hätte es gar keine Menschwerdung geben können. Die Welten der Antike mit einem Platon, einem Aristoteles oder Sokrates, die griechische Demokratie wären finsterste Barbareien gewesen. Dabei war es gerade das christlich bestimme europäische Mittelalter, dass man eher als barbarisch ansehen musste. Zudem würde die konfessionslose ostdeutsche Bevölkerung keine menschlichen Werte kennen.
Die CSU wird von ihrer kruden Theorie möglicherweise begeistert sein.
Ich bin mehr als enttäuscht ...
Ich habe mir aufgrund der guten Bewertungen dieses Buch schenken lassen.
Ich war tatsächlich davon ausgegangen, auf einen echten Geheimtipp gestoßen zu sein. Dem war leider ganz und garnicht so.
Irgendwie wurde nie Spannung aufgebaut, die platte Story plätscherte vor sich, weiter gelesen habe ich nur in der Hoffnung, dass noch etwas passieren könnte. Leider bedeuten viel zu viele Handlungsstränge, jeder für sich irgendwie vorhersehbar, nicht, dass eine Geschichte dadurch spannend wird. Mächtig überladene Handlungsabläufe. Weniger ist manchmal mehr! Teilweise hatte ich schon keine Lust mehr den immer wieder vorkommenden religiösen Monologen zu folgen.
Heute habe ich das Buch ausgelesen, das Ende war mehr als schwach.
Es war eigentlich kein Ende, die Kurve, in irgendeine Richtung, hat die Geschichte nicht bekommen.
Den Höhepunkt der Geschichte habe ich bis zum Schluß nicht gefunden. Gut vielleicht war ein gelungenes Ende dann auch nicht zu erwarten.
Ich bin kein großer Bücherwum. Vor kurzem aber hatte ich mal wieder Lust auf ein Buch bekommen. Ein Polit-Thriller sollte es sein. Über eine Empfehlungsliste im Forum von Amazon bin ich dann auf dieses Buch gestoßen.
Nachdem zugegeben etwas verwirrenden Einstieg, entwickelt das Buch ein rasend schnelles Tempo. Globale Verschwörungen zwischen CIA, Mossad, China, Islamisten, Vatikan u.v.m entwickeln sich zu einem Plot der einfach nur fesselt. Glaubt man am Anfang des Buches noch, dass es sich hier um einen Sci Fi Thriller handelt, so werden bald die globalen politischen Entwicklungen deutlich. Das erschreckende Szenario des Autor ist deshalb so erschreckend, weil es nicht wirklich unrealistisch ist.
Dieses Buch ist ein absoluter Geheimtipp und für mich der beste Politthriller der letzten Jahre. Einziger Nachteil: Das Buch ist mit 280 Seiten relativ kurz..ich hätte gerne mehr gehabt :)
Ein Politthriller mit vielen versteckten Wahrheiten
Wenn ich die Rezension über ein Werk eines mir bislang völlig unbekannten Autors studiere und dann sowohl 5-Sterne als auch 1-Stern-Rezensionen vorfinde, dann werde ich notgedrungen neugierig. Wie ist das möglich? Wie kann die Einschätzung eines vermutlich sehr breit gefächerten Leserkreises dermaßen weit auseinander liegen? Ich hab mir das Buch von einem Professorenkollegen ausgeliehen, auf dessen Urteilsvermögen ich mich in Sachen Politthriller eigentlich immer verlassen kann. In diesem Fall sagte er aber gar nichts, er drückte mir das Buch einfach nur in die Hand und meinte: Lies das mal.
Ich hab das Buch in zwei Tagen ausgelesen und mein Fazit lautet, tja, beide Rezensentenlager haben Recht, je nachdem, von welcher Seite man das Buch betrachten will.
Was die 1- bzw. 2-Sterne-Rezensionen betrifft - der Autor beherrscht die hohe Kunst, komplexe Zusammenhänge in einen flüssigen Text und in eindringliche Bilder zu übersetzen, wirklich perfekt. Es lebe Hollywood! Eine Verfilmung drängt sich auf! Aber lassen wir uns nicht täuschen. Jeder, der über ein paar einschlägige Kenntnisse der Schlapphutszene verfügt, erkennt doch auf Anhieb, dass der Mann nicht über Schneewittchen und die sieben Zwerge schreibt. Die Art, wie er profunde Dinge und brisante Zusammenhänge subtil verklausuliert, ist genial. Trotzdem, für 5 Sterne reicht es nicht. Für viereinhalb? Vielleicht. Guten Gewissens kann ich 4 Sterne vergeben. Reale Zusammenhänge und Fantasie sind spannend vermischt. Das Buch ist flüssig zu lesen, die Handlung nicht vorhersehbar. Die ersten 50, 60 Seiten sind gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen: etwas zu abgefahren, aber danach schwenkt das Buch in eine Richtung ein, bei der die Spannung auf hohem Niveau durchgehend erhalten bleibt. Das Finale ist wirklich geil. Mit 352 Seiten ist Operation Centaurus endlich mal kein dicker Schinken.
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