Buchzustand ok. Preis fair. Lieferung dauerte ein wenig.
Tolles Buch schön geschrieben
hölzern, langweilig, ohne Spannung
Beim dritten „Peter Brandt“-Krimi in Folge scheine ich mich langsam dran gewöhnt zu haben. Vielleicht habe ich mich damit abgefunden, dass die Personen so hölzern miteinander kommunizieren; die Charaktere so blutleer sind; und dass die Ermittlungen von unerklärlichen Geistesblitzen vorangetrieben werden. Jedenfalls fand ich den dritten Band der Reihe jetzt gar nicht mehr so unerträglich wie die ersten beiden. Na, wenn das nicht mal was heißen will.Da ich aber den ersten beiden Bänden jeweils zwei „Gnaden-Sternchen“ gegeben habe, müsste ich diesem hier eigentlich und folgerichtig drei Sterne geben. Aber soweit gehe ich dann doch nicht.Die Geschichte dümpelt so vor sich hin. Spannend fand ich sie nicht, gefesselt hat sie mich auch nicht. Keinen Moment war ich so im Bann, dass ich das Buch nicht hätte aus der Hand legen können. Wenn man Krimi definiert als „Aufklärung eines Verbrechens“ - dann war es ein Krimi. Aber einen Spannungsbogen gibt es eben nicht; eine Geschichte irgendwie auch nicht so recht, denn es passiert einfach nichts. Und das, was passiert, ist dann auch noch ziemlich seltsam.Wo soll ich anfangen? Es gibt so viele seltsame Szenarien, Nebengeschichten, Wendungen und Schilderungen. Nur ein paar Punkte:*** Achtung Spoiler ***Die wunderschöne Allegra, die aus dem Koma erwacht, weil Brandt ihre Hand hält. Und weil sie ihm etwas Wichtiges sagen muss (was war das eigentlich? Irgendwie ist mir das entgangen. Denn wesentlich trägt sie zur Aufklärung ja nicht bei...)Ja, und dieser so überirdisch gutmütige Caffarelli... was ging mir beim Lesen diese ständige Betonung seiner Güte auf die Nerven...Was ich völlig unverständlich und an den Haaren herbeigezogen fand: das Rätsel um den Pastor, der so fröhlich und lebenslustig war und dann von einem Tag auf den anderen introvertiert wurde, trank und nicht mehr lachte. Und mittlerweile seit über drei Jahren introvertiert und deprimiert vor sich hin lebt.Warum? Weil (wie umschreibe ich das jetzt möglichst „spoilerarm“?) ihm ein Mord gebeichtet wurde.Hä? Okay, das ist schrecklich. Ja. Und sicherlich ist man entsetzt und trägt schwer an diesem Geheimnis. Aber von einer Stunde zur anderen auszusehen, als „hätte er den Teufel in Person gesehen“ (Zitat) und alle Lebenslust zu verlieren... naja... das ist schon seltsam.*** Okay, dann mal Spoiler-Ende. ***Mannmannmann... das alles ist so dilettantisch zusammengestrickt, unglaubwürdig, lieblos und leblos geschrieben, spannungsarm (bis -los), das Ende vorhersehbar..Wie auch immer.Trotz der Aufreger habe ich von Herrn Franz schon (noch) Schlechteres gelesen. Was aber drei Sterne dennoch nicht rechtfertigen würde...Trotzdem werde ich auch den vierten Band noch in Angriff nehmen. Das Buch tut mir nichts - und ich tue ihm auch nichts. Man kann es wunderbar zum Einschlafen lesen, am Strand oder im Flugzeug. Eine Beschäftigung ehe man vor Langeweile stirbt. Aber für irgendetwas anderes ist es keine Alternative.
mehr Ergebnisse anzeigen