Technisch und erzählerisch makellos, aber gleichzeitig stark zeitgebunden
Gute Unterhaltung, ein Melodram mit allen Höhen und Tiefen wie man es vom handwerklich meisterlichen Veit Harlan erwarten darf.Der erst zweite deutsche Farbfilm (Agfa-Color) macht jedoch keinen Hehl daraus, Blut und Boden filmisch emporzustilisieren.Die Prager Stadtbewohner kriegen ihr Fett weg, ganz auf Linie der damaligen Politik. Die vollends ideologische Färbung bekommt der Film aber erst ganz am Ende, das so von Goebbels durchgesetzt wurde. Man muss auch wissen, dass wir es hier mit der geschnittenen Nachkriegsversion zu tun haben (einige Szenen mit besonders rassenideologischen Implikationen wurden entfernt).Dennoch aufgrund der ansonsten fesselnden Familiengeschichte mit seinen doch vielfältigen Motiven zeitgeschichtlich sehr interessant und sehenswert.Auszug aus einer Filmbesprechung (ACHTUNG VORSCHAU AUF HANDLUNG):'DIE GOLDENE STADT (1942). Veit Harlans Melodram ist in einer von der FSK gekürzten Fassung zugelassen, so vehement forderte das Publikum in den 1950er Jahren das Wiedersehen mit dem großen Kinoerlebnis. In der geschnittenen Nachkriegsfassung blieb das subtil rassistische Bild tschechischer Städter und die Kontrastierung der Reinheit des Landes mit der verdorbenen Großstadt jedoch erhalten. Entfernt wurden Szenen, die einen jüdischen Dieb und einen heruntergekommenen tschechischen Onkel zeigen. Ohne diese Kürzungen stünde Harlans Film heute also »unter Vorbehalt«. Die erste Zensur kam jedoch von Goebbels selbst: Er ordnete persönlich den Neudreh des Schlusses an, der nun Kristina Söderbaum als Konsequenz von Rassenschande in den Freitod schickt Nicht zuletzt die damals visuell überwältigende Farbgebung in Agfacolor führte zu einem durchschlagenden Erfolg an der Kinokasse (31 Milionen Zuschauer im Deutschen Reich, im Ausland der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten).' Quelle: Felix Moeller,
Toller, niveauvoller melodramatischer Film.Vorher am besten nicht die Zusammenfassung lesen, sonst bekommt man zu viel verraten.Toller Regissieur, tolle Söderbaum.
Dass sich ein Paul Klinger und ein Rudolf Prack für dieses Machwerk des Herrn Veit Harlan hergegeben haben, ist höchst bedauer!ich. Und dies nur weil er ein so genannter Star Regisseur war. Nun, wer solch völlig überdreht pathetische Filme mag, ist hier gut bedient. Allen anderen kann man nur abraten! Denn die Reichswasserleiche Christina Soederbaum läuft hier zur Höchstform auf.
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