in allen Kategorien
in Computer
in Telekommunikation
in Hifi | Audio
in TV | Video | Foto
in Haushalt
in Freizeit
in Mode & Accessoires
in Haus & Garten
in Beauty & Gesundheit
in Auto & Motorrad
John von Düffel, Beste Jahre
Abbildung ggf. abweichend

John von Düffel, Beste Jahre

Hersteller: Diverse
John von Düffel, Beste Jahre
Abbildung ggf. abweichend
ab 19,901 AngebotHersteller: DiversePreisalarmPreisverlauf
Verlag: Dumont Literatur und Kunst Verlag
Alle Produktdaten anzeigen
Anzeige
Angebot
Bester Preis
19,90
Versand: frei!
Hersteller:
Diverse
Meinungen
mehr Ergebnisse anzeigen
Anzeige

Angebot

Sortieren:
Beste Treffer
inkl. Versand
Beste Jahre: Roman 3832180354
prodImage
19,90
19,90
Versand: frei!
Versand: frei!

Produktdaten

Beschreibung
Verlag: Dumont Literatur und Kunst Verlag

Preisverlauf

1M 3M6M
John von Düffel, Beste Jahre
Preisalarm
guenstiger.de-Preis

12 Meinungen**

Neueste
Handlung! Handlung! Handlung!
Autor: Amazon.de Kunde
|
09.09.2013
|
Wenn John von Düffel nicht vergessen würde, dass ein Roman auch der HANDLUNG bedarf und nicht nur der Reflektion und des Wortspiels (beides beherrscht er nämlich geradezu meisterlich), stünde er ganz sicher auch bei den LESERN in der ersten Reihe deutscher Schriftsteller. So und nicht anders lautet mein Resumee nach Lektüre dieses Romans.
Nicht überzeugend
Autor: Amazon.de Kunde
|
27.10.2011
|
Protagonist des Romans ist ein Schauspieler Anfang 40, der müde geworden zu sein scheint. Seine Ziele sind erreicht (in dem Alter schon?!), das Leben plätschert, nur mit dem Nachwuchs klappt es zunächst nicht. Als es endlich doch so weit ist, steigert sich der werdende Vater (typisch für eine Generation, die mit Anfang 40 erst - und auch nur noch auf reproduktionsmedizinischem Wege - Eltern wird?!?) in seine Rolle hinein - was zuweilen amüsant,...mehr hier und da ein bisschen und da und dort auch einfach komplett zuviel ist. Welche Frau will übrigens über die Maßen geschont und von ihrem Mann letzten Endes behandelt werden wie eine leicht Schwachsinnige, nur weil sie schwanger ist?!? Was tatsächlich passiert, ist eine beginnende Entfremdung - wie sie in dem Anfangs- und Endgedanken mit dem Japaner und in der (ebenfalls ansonsten unverständlichen) Knappheit des Endes recht gut ausgedrückt wird. Als Leser/in fragt man sich schon: Ist dieser Mann wirklich im Erwachsenendasein angekommen? Oder verliert er in seiner 'Lebens-Schläfrigkeit' langsam den Zugriff auf die Realität? Bis dahin ist das alles noch ganz nett zu lesen und manche Beobachtung schön beschrieben. Mit dem Ende des Buches sieht es anders aus. Wollte der Autor von Anfang an nur einen zutiefst sinnlosen doppelten Ehebruch mit zwei obendrein unfreiwilligen Tätern (oder doch eher Opfern?) inszenieren?!? Der ist jedenfalls mehr als schwach motiviert: Konkrete Aussagen zum Thema Reproduktionsmedizin kommen im Grunde nicht vor. Hat der Autor sich wirklich damit beschäftigt??? Eine TESE mit anschließender ICSI z.B. wäre für einen gut verdienenden Staatsanwalt problemlos auch wiederholt finanzierbar gewesen; Hodenkrebs ist heutzutage in vielen Fällen kein zwingendes Aus mehr für eigenen Nachwuchs. Aber diese Vokabeln fehlen im Buch. Auch die Idee, den alten Jugendfreund zu so einem Dienst heranzuziehen, ist alles andere als überzeugend. Warum ausgerechnet einen Mann, der selbst nur mit Hilfe der Reproduktionsmedizin ein Kind zeugen konnte?!? Warum HCs unglaubliche Rücksichtslosigkeit v.a. gegenüber den Gefühlen seiner Frau, aber auch denen des Freundes?!? Warum die überzogene Eile (terminsichere Eisprünge lassen sich öfter herstellen)?! Und wer - außer einem Mann, der mit der Realität so oder so seine Schwierigkeiten hat und sich (mal wieder, und daher vorhersagbar?) in so etwas hineinsteigert - würde auf so ein billiges Druckmittel überhaupt anspringen?!? Eine heterologe Samenspende für eine künstliche Befruchtung im Reagenzglas wäre nicht nur vollkommen legal gewesen, sondern hätte auch deutlich höhere Befruchtungschancen geboten als bloßer Sex zum Eisprungstermin - und nebenbei die Gefühle aller Beteiligten geschont. Was natürlich vergleichsweise undramatisch und damit kaum erzählenswert gewesen wäre. Dennoch: Warum um alles in der Welt hat der Autor diese Mängel nicht behoben (und z.B. über zwei seit langem befreundete Paare geschrieben, die in einem längeren Prozess zu so einem Entschluss gelangen, und darüber, wie sie hinterher damit klarkommen, darüber, was die verschiedenen Formen von Elternschaft heute bedeuten (können))?!?!?! Alles in allem eine eher hirnrissige Geschichte, mit deren Protagonisten ich nicht 'warm werden' konnte (was aber vielleicht auch gar nicht beabsichtigt war). Ein Gesellschaftsporträt?!? Wenn so unsere 'besten Jahre' aussehen sollten - oh je! P.S. Den Übergang zwischen den Ich-, Du- und Er-Passagen fand ich ziemlich gut gemacht, im flüssigen Lesen fielen sie zunächst nicht auf (vorausgesetzt, man lässt sich auf die Geschichte ein und ist nicht eh' nur am Mäkeln).weniger
Anfangs ermüdend, aber dann ...
Autor: Amazon.de Kunde
|
23.07.2011
|
Ich habe schon mehrer Bücher von JvD gelesen, und allesamt gerne. Bei diesem Werk (das ich mehr oder weniger "blind" gekauft hatte) tat ich mich anfangs schwer, oder das Buch tat es - das anfängliche Thema (Hormonmanipulation/Schwangerschaftserlangung) interessierte mich nicht sonderlich und langweilte mich. Schon kurz davor, die Lektüre vorzeitig zu beenden, nahm die Geschichte Tempo auf (wobei ich v.Düffels "langsames...mehr Erzählen" sehr schätze), wurde spannender, nahm überraschende Wendungen und hielt mich bis zum Schluss in Bann.weniger
Vom Sinn unseres Lebens
Autor: Amazon.de Kunde
|
14.12.2008
|
Mittlerweile kann man den promovierten Philosophen und Dramaturgen gut und gern als Experten für Familiengeschichten betrachten. Mehr oder weniger alle seine Romane sind sehr erfolgreiche Bücher, in denen Familiengeschichten im Mittelpunkt stehen. Und von Düffel bleibt sich treu. Auch der neueste Roman beschäftigt sich auf außergewöhnliche Weise mit diesem Thema. Der namenlose Ich-Erzähler, erfolgreicher Schauspieler, knapp über die vierzig,...mehr glücklich verheiratet, beginnt, sich mit dem Älterwerden zu befassen. Längst sind die wilden Jahre vorbei. Man(n) und Frau, auch sie Schauspielerin, sind etabliert. Nur eines fehlt noch zum Glück: die Elternschaft. Statt "fruchtbar zu sein und sich zu mehren", was auf natürliche Weise nicht ging, die biologische Uhr tickt unüberhörbar, machen die modernen Reproduktionstechniken möglich."Wir waren die Avantgarde der Familienplanung". Mit Erfolg. "Wir sind schwanger". Wunderbar leise und einfühlsam beschreibt von Düffel den Weg zur Familie, die Beschwernisse, die Gefühle, das Glück später Eltern, das nicht nur die werdende Mutter empfindet, sondern auch der "schwangere Mann". "Obsklappt?" hat sich als liebevoller Name erhalten - und ist ein Stück Realität geworden. Die Frage nach dem "Sinn unseres Lebens" wird gestellt - und nach der Verantwortung. Hier zeigt sich der Autor als ausgezeichneter Beobachter, der sowohl in die Geheimnisse der Psyche eindringt, als auch in die gesellschaftliche Diskussion der kinderlosen Vierziger. Ein brillantes Psychogramm. In diese Idylle bricht HC ein. Ein ehemaliger Freund aus Studienzeiten, der nicht nur alte Zeiten wieder aufleben lässt, sondern auch einen sehr eigenartigen Wunsch damit verbindet. Er ist zeugungsunfähig und wünscht sich, das der werdende Vater an seiner Stelle seiner Frau zur Schwangerschaft verhilft. Dass sich diese Frau als ehemalige Flamme aus längstvergangenen Zeiten herausstellt, macht die Sache besonders pikant. Eine "Geschichte der Zerstörung" auf der einen Seite und des Glücks auf der anderen Seite: Julian, 51 cm, 3430 Gramm. John von Düffel ist ein nachdenkliches Buch gelungen: Über die vermeintlich besten Jahre des Mannes und wie und mit welchen Folgen sie vergehen. Es ist ein Buch voller Gespür - erstaunlicherweise auch für die Psyche der Frau in der besonderen Situation. Und es ist ein Buch auch über das Wesen der Schauspielerei, besipielhaft dargestellt an den Lehr- und Wanderjahren des Helden von der Provinzbühne bis zum erfolgreichen Mimen an einem großen Theater. Hier erscheint dem Leser plötzlich der Autor, der sich hinter der ganzen Geschichte versteckt. Eine Art "Schlüsselroman" also - auch wenn von Düffel wohl etwas augenzwickernd diesen Gedanken von sich weist.weniger
Thema dringend gesucht !!!
Autor: Amazon.de Kunde
|
27.03.2008
|
Von den bisherigen Büchern von John von Düffel war ich begeistert - besonders von "Zeit des Verschwindens". Messerscharf geschrieben. Doch "Beste Zeit" hat mich bis auf das erste Kapitel enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, es wird dringend ein Inhalt für ein neues Buch gesucht und verschiedene Themen aneinander gereiht. Kind kriegen - Probleme bei der Schwangerschaft - alter Jugendfreund und dann noch dies unleidige...mehr Befruchtungsepisode. Ich musste mich fast zwingen, das Buch zu Ende zu lesen. Schade.weniger
Der Rezensent, selbst im Alter von 50 spät Vater geworden, ist begeistert von diesem ehrlichen und gleichzeitig lustigen Buch
Autor: Amazon.de Kunde
|
20.02.2008
|
John von Düffels neuer Roman ist ein Männerroman, ein Roman über das Vaterwerden und das Vatersein. Vor allen Dingen ist es ein Roman über das teilweise Überflüssigwerden des Mannes nach der Geburt seines Kindes. John von Düffels namensloser Held ist Anfang Vierzig und arbeitet als Schauspieler an einem Hamburger Theater. Er, der frühere Frauenheld, der nichts ausliess, lernt in einem langen Prozess die Gegenwart zu schätzen und das Jetzt:...mehr "Er musste nicht mehr unbedingt mit dieser oder jeder Frau schlafen, auch nicht länger seinen Vater umbringen. Er hatte keinen Konflikt mehr mit der älteren Generation und noch keinen mit der jüngeren." Es gibt nichts mehr Dramatisches in seinem Leben, nicht ganz ohne negative Folgen für seinen Beruf. Doch bald ist eine neue Dramatik in seinem Leben. Nach langen, schmerzhaften und quälenden Versuchen, ein Kind zu bekommen, sagt seine Frau eines Tages zu ihm . "Du wirst Vater." Und nun beginnt eine spannende Zeit, die John Düffel in einer genau beobachtenden Sprache erzählt, so genau, dass mit Fug und Recht vermutet werden darf, dass dieser köstliche und gleichzeitig anspruchsvolle Roman viele autobiographische Züge hat. Mit diesem Werk, das auf der Liste für den Deutschen Buchpreis stand, ist John von Düffel ein wunderbares Porträt eines Mannes in den "besten Jahren" gelungen. Der Rezensent, selbst erst vor einigen Jahren später Vater geworden und sich auch in den besten Jahren wähnend, war jedenfalls begeistert.weniger
Normalo-Probleme
Autor: Amazon.de Kunde
|
15.02.2008
|
Das hier ist ein langweilig geschriebenes langweiliges (um nicht zu sagen ödes) Buch über Normalo-Probleme von Intelektuellen-Normalos die, was heute ja normal ist (wirklich? das wussten wir ja noch gar nicht!), sich erst relativ spät entscheiden, Kinder zu bekommen und sich dann mit Unruchtbarkeitsproblemen, Altersangst etc. herumschlagen und sich und andere bis zum abwinken damit nerven bis sie dann endlich bei der sechsten IVF Erfolg haben...mehr und dann stolz mit 43 Papa und Mama werden - alles nichts neues, alles schon hundert mal gehört und wahrscheinlich schon durch zwanzig Serien im Hamburger Abendblatt abgedeckt für dessen Leser dieser Normalo-Autor offenbar schreibt. Was dieses wirklich quälend langweilige und konventionelle Buch über einen uninteressanten Schauspieler-Charakter (es passiert auch gar nichts) auf der longlist des DBP verloren hat, werden wohl nur die Architekten des üblichen Verlagsproporzes wissen. Am schlimmsten ist, dass es in all seiner Konventionalität den Leser zustäzlich mit Perspektiv-Spielereien gymnasialer Originalität aufhält (Ich Du Er (!)) und diese bis zum Ende durchgezogene Fruchtbarkeits-späte-Eltern-Leier mit einer ganz und gar unrealistichen Alter-Freund-Geschichte auf Groschenroman-Niveau unterlegt, um wenigstens irgendwoher etwas Spannung zu besorgen. Und dann diese Auflösung, dass er wirklich tut, was von ihm verlangt wird! Warum? Wie erklärt sich das aus dieser Figur? Und das pathetisch knappe Ende! Was ist das für ein Blödsinn. Geht zum Frauenarzt und lasst euch eine Broschüre geben, wenn ihr etwas über Fruchtbarkeitsprobleme wissen wollt. Aber lasst dieses Buch stehen.weniger
Nicht ganz ausgeschöpft
Autor: Amazon.de Kunde
|
09.01.2008
|
Dass er schreiben kann, das braucht John von Düffel niemandem mehr zu beweisen - und tut es dennoch auch mit diesem Roman. Manchmal traut er sich sehr nah an grammatikalische Grenzen heran, doch das mindert keineswegs die Qualität seiner Worte. Und der Inhalt? Von Düffel hat ein aktuelles und brisantes Thema gewählt: späte Familie für den Preis der Natürlichkeit. Es ist auch ein facettenreiches Thema für einen Roman, eines, aus dem man ebenso...mehr gut Dramen wie Komödien machen kann, eines mit vielen ausschmückbaren Einzelheiten. Von Düffel hätte sich meiner Ansicht nach in dieser Hinsicht mehr austoben können. Zu Anfang beschreibt er noch häufiger, auf welchem Weg seine Frau nach einigen Problemen schließlich schwanger wurde, doch mit der ganzen Wahrheit rückt er nie raus, und irgendwann verlieren sich auch die netten Kleinigkeiten. Die Geschichte verlagert ihren inhaltlichen Schwerpunkt, als es plötzlich um den Studienfreund HC geht, mit dem sich der namenlose Protagonist immerzu vergleicht; mehr und mehr wendet der Erzähler (manchmal Ich, manchmal Er) den Blick nach innen. Das ist etwas schade.weniger
Zu alt
Autor: Amazon.de Kunde
|
24.12.2007
|
Vielleicht sollte man ein Buch lieber nicht lesen, wenn man sich in derselben Lebenssituation befindet wie der Protagonist. Denn ständig fühlt man sich zum Widerspruch herausgefordert. Nein, meine Wirklichkeit ist doch ganz anders. Wie kann man nur so empfinden wie im Buch beschrieben? Und so bleibt einem vieles fremd, und die für die Wirkung eines Romans so wichtige Empathie mit den handelnden Personen bleibt aus. Ein Schauspieler an einem...mehr Provinztheater hat die 40 gerade überschritten. Seine Frau, auch nicht viel jünger, ist schwanger. Es ist vielleicht ein typisches Bild für die aktuelle Generation, dass bei den beiden zuerst die Karriere und dann das Kinderkriegen kamen. Denn permanent erhält man den Eindruck, dass unser Schauspieler schon ein alter Mann ist. Er empfindet es als erleichternd, dass seine wilden Zeiten vorbei sind. Er muss - wie er schreibt - in seinem Leben nicht mehr "Ich" sagen. Seine Träume sind entweder realisiert oder erloschen. Was ich hier lese, ist ein so tiefes Ruhen in der engen Wirklichkeit Oldenburgs, dass ich als Großstädter schon fast von vorgezogenem Tod sprechen würde. Und so sind mir die merkwürdigen Krisen des Protagonisten auch nur bedingt nachvollziehbar. Kaum wird über den Abschied vom schnellen, wilden und vielleicht auch verantwortungslosen Leben reflektiert, der für werdende Eltern sonst eine so große Rolle spielen und das Leben verändern kann. Auch die Auswirkung, die der Nachwuchs auf solche Themen wie Karriere und Mobilität hat, spielt hier keine Rolle. Denn die Karriere der werdenden Eltern im Buch ist eigentlich schon abgeschlossen. Man ist verbeamtet, wenn auch an einem Theater. Und die Rolle des jugendlichen Liebhabers rückt aus Altersgründen langsam ohnehin aus dem Fokus. Ehrlich gesagt, diese Eltern werden dem Kind sehr schnell fremd werden, das war der Gedanke, der mich beim Lesen des Buches oft verfolgte. Kein Wunder übrigens, dass die Elternschaft auch nur mit medizinischer Nachhilfe geglückt ist. Ist dies nun ein gelungenes Bild einer Generation zu später Eltern? Wenn ja, ist es ein trauriges Bild. Die Krise, der Konflikt, durch den der Protagonist dann durch muss, stammt natürlich nicht aus seiner Gegenwart, sondern aus seiner Vergangenheit. Sein wichtigster Jugendfreund taucht auf, und auch die Erinnerung an eine verlorene Liebe spielt plötzlich eine Rolle. Mich hätte hier die Frage bewegt, ob das Kind mit einer anderen nicht den endgültigen Abschied von der idealen, weil letztendlich unbekannten Schönen bedeutet. Aber nein, unser Protagonist hat ja selbst das schon hinter sich. Die schöne Dame aus der fernen Vergangenheit (und dem fernen Stendal) spielt auch schon keine Rolle mehr in der Gefühlswelt. Dabei wollte man damals doch sogar einen Roman schreiben, um ihr Herz zu gewinnen. Aber gegen Ende kommt dann doch kurz ein bisschen Aufregung in das Leben, als die verschiedenen Handlungsstränge des Romans professionell zusammengeführt werden. Aber mir ist das alles für einen wirklich gelungenen Roman zu wenig. Zumal das schon kreative Ende doch letztendlich ohne gravierende Folgen bleibt. Es weht ein zu leichtes Lüftchen, möchte ich sagen. Ich lese lieber von Stürmen in einem Roman. Weiterhin fällt auf, dass die falschen Fährten, die im Lauf der Handlung gelegt werden, doch recht schnell durchschaubar sind. Oder sollte hier nur die Weltfremdheit des erzählenden Protagonisten erläutert werden? So oder so, ich musste der Versuchung widerstehen, einige Seiten zu überblättern. Gelungen dagegen sind einige der Perspektivwechsel in der Erzählweise. Trotzdem das Buch durchgehend aus der subjektiven Sicht des Erzähler beschrieben ist, schafft der Wechsel in die zweite und dritte Person an entscheidenden Stellen eine wichtige Distanz. Eine interessante Technik. Zusammenfassend: Noch drei Sterne.weniger
Der Schwangerschaftsentertainer
Autor: Amazon.de Kunde
|
11.11.2007
|
John von Düffel berichtet über die Schwierigkeit eines Kinderwunschprojektes zwischen der post-koitalen Überflüssigkeit eines werdenden und dem himmelhoch jauchzenden Gefühl des zu erwartenden Vaterseins. Der namenslose Held in von Düffels großartigem Roman, der früher jedem Rockzipfel hinterher jagte und seinem Ich eine überdurchschnittlich große Bedeutung zukommen ließ, bemerkt im Jetzt, mit Anfang Vierzig, eine tiefe innere...mehr Zufriedenheit. Und trotzdem befindet er sich in einer Umbruchszeit. Er, Schauspieler an einem Hamburger Theater und seine ebenfalls schauspielernde Frau Lisa, haben ihre biologische Familienplanung etwas nach hinten verlagert. Erst mit dem Einzug in ein neues Heim und dessen Wohnungszuschnitt, stellte sich für beide die Frage, ob denn dem zusätzlichen "Gästezimmer" nicht durchaus eine andere Funktion zukommen sollte. Das Resultat: beide sind schwanger "Seine Frau (...) mit ihrem Kind und er mit seiner neuen Rolle, die ihn nun schon im vierten Monat beschäftigte." Aber ganz so einfach und problemlos ließ sich dieser Zustand nicht herbeiführen. Der Autor lässt seinen Helden von den Bemühungen der beiden Eheleute berichten, endlich den erwünschten Nachwuchs zu bekommen, der aufgrund der widrigen Umstände schon mal den Pseudonamen "Obsklappt" erhält. Da wird über verschiedenste Formen der "Fortpflanzungsermöglichungsmedizin" sinniert oder aber über veritable Empfängniskiller, Hormon-Manipulation und Spermiogramm diskutiert. Das hört sich alles weniger nett an. Aber wie Düffel darüber berichtet ist einfach großartig. Wunderbar leicht, mit jeder Menge Humor, Charme, aber auch tiefgehenden Selbstreflektionen überzeugt er den Leser von den Schwierigkeiten eines späten Kinderwunsches, den genetischen Demütigungen und der Leere einer beginnenden Midlife-Crisis auf hohem literarischem Niveau. Einen zusätzlichen, treibenden Spannungsbogen und überraschenden Richtungswechsel der Erzählung erreicht er mit dem Auftauchen seines ehemaligen besten Freundes "HC". Ihre gemeinsame Vergangenheit kurz nach dem Mauerfall in Stendal spielt eine entscheidende Rolle für die weitere Romanhandlung. Gerade diese Erinnerungen gehören zu den großartigsten und witzigsten Passagen in seinem Buch. Hier ist ihm ein wunderbarer und scharfsinniger Einblick in die damalige epochale Umbruchsstimmung gelungen, gewürzt mit einer Prise großartigen Humors. Jener Freund "HC" sorgt gleichfalls dafür, dass die Geschichte am Ende mit Vollgas auf eine Pointe zurast, mit der die Natur beim menschlichen Zeugungsprozess augenzwinkernd wieder in ihr Recht gesetzt wird. Die Rahmenhandlung der Erzählung spielt in der Zeit des 4. und 5. Schwangerschaftsmonats von Lisa. Von Düffel erweitert diese Zeit um Rückblicke in seine "wilden Jahre" und die schwierige Zeit der Versuche, ein Kind zu bekommen. Dabei wechselt der Roman mehrfach die Erzählperspektive, verfällt aus der neutralen 3. Person in die 1., manchmal gar die 2. Person oder berichtet in der 1. Person Mehrzahl. Diese Wechsel erfolgen jedoch harmonisch und werden vom Leser keineswegs als störend empfunden, im Gegenteil: so verdeutlicht von Düffel die multiplen Persönlichkeiten und Rollen seines Protagonisten hervorragend. Fazit: "Beste Jahre" erzählt die Geschichte zweier Menschen, die jahrelang alles getan haben, um Kinder zu verhüten, und nun alles dafür tun, um ein Kind zu bekommen. John von Düffel, der sich als genauer Beobachter und souveräner Erzähler erweist, ist damit ein wunderbares Porträt eines Mannes in den "besten Jahren" sowie ein großartiges Buch über das Älterwerden gelungen.weniger
Mit Bewertungen von

John von Düffel, Beste Jahre Gesamte Bewertungen

3.4out of 5
Basierend auf 12 Nutzer-Meinungen
5
3
4
4
3
2
2
1
1
2

Teile uns deine Meinung zum Produkt mit!

Angebotsdetails
Gutschein

Code kopiert

Kopieren
Zum Shop
* Die Preise und Versandkosten können sich seit der letzten Aktualisierung beim jeweiligen Händler verändert haben. Alle Preise sind Angaben des jeweiligen Anbieters inklusive Umsatzsteuer, zzgl. Versand - alle Angaben ohne Gewähr. Unser Angebot umfasst nur Anbieter, die für Ihre Weiterleitung an den Shop eine Klick-Provision an uns zahlen. Die Reihenfolge der angezeigten Händlerangebote erfolgt nach Preis, das niedrigste Angebot (ohne Versandkosten) steht oben. Bei zwei oder mehr identischen Preisen entscheidet das Zufallsprinzip über die Reihenfolge.

** Es ist uns nicht möglich zu prüfen, ob die veröffentlichten Bewertungen von Verbrauchern stammen, die die Produkte tatsächlich verwendet oder erworben haben.
Zu teuer?
Jetzt Preisalarm setzen!
Preisalarm

Wir benachrichtigen Dich, sobald das ausgewählte Produkt zu Deinem Wunschpreis erhältlich ist.
Wir benachrichtigen Dich, sobald das Produkt im Preis fällt.
1. Wunschpreis eingeben
Bitte geben Sie Ihren Wunschpreis ein
Aktueller Preis 19,90 €
Inkl. Versandkosten
3.
Zukünftig zum Preisalarm auch andere exklusive Deals und interessante Infos per E-Mail erhalten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Zukünftig zum Preisalarm auch andere exklusive Deals und interessante Infos per E-Mail erhalten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
John von Düffel, Beste Jahre

John von Düffel, Beste Jahre bewerten

zurücksetzen
Bitte gib Deine Sterne-Bewertung ab
Teile uns deine Meinung zum Produkt mit!
max. 150 Zeichen
Zwischen min. 10 und max. 8.000 Zeichen
Um das Formular zu vervollständigen, wähle die Schlagwörter aus und füge sie deinem Kommentar hinzu.
Zukünftig exklusive Schnäppchen-Deals und spannende Neuigkeiten per E-Mail erhalten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Es gelten die Nutzungsbedingungen
So funktioniert es:
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse an. Nachdem Sie Ihre Bewertung abgegeben haben, schicken wir an diese Adresse eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst wenn Sie Ihre E-Mail bestätigt haben, können wir Ihre Bewertung bearbeiten. Ihre E-Mail-Adresse ist für andere nicht sichtbar.
Das hat leider nicht funktioniert!
Die Seite konnte nicht aufgerufen werden, bitte versuchen Sie es später nochmal.
Review Submission Failure Image
Formular schließen?
Nicht gespeicherte Änderungen gehen verloren. Speichern Sie das Formular, um Ihre Änderungen zu behalten.
mozilla/5.0 applewebkit/537.36 (khtml, like gecko; compatible; claudebot/1.0; [email protected])
x-pixel