Testurteil: "7.8 / 10"
Test: Einzeltest: Killzone
Zitat: Pro: + stellenweise bombastische Grafik, sehr gute Waffenund Kriegsgeräusche, fordernder Schwierigkeitsgrad, stimmige Atmosphäre, sehr guter Onlinemodus, gelungene Lokalisierung, 60Hz Modus
Contra: dämliche KI auf beiden Seiten, sehr lineares und abwechslungsarmes Gameplay, keine Interaktivitäten, stellenweise starkes Ruckeln, seltsame Sterbe-Verrenkungen, fehlende Sprachanimationen bei deutschen Dialogen, auf Dauer nervendes Helghast-Geröchel
Wer gerne mal einen Egoshooter spielt, aber mittlerweile die Nase von Weltkriegs- und Vietnamshootern endgültig voll hat, ist bei Killzone genau richtig. Die düsteren und extrem fies aussehenden Weltraum-Nazis der Helghast-Streitmacht sind endlich mal wieder neue und mitunter auch äußerst fordernde Gegner. Die Atmosphäre dieses Spiels stimmt einfach und dank der technisch sehr eindrucksvollen Inszenierung möchte man alleine schon deshalb bis zum Ende spielen. In spielerischer Hinsicht macht Killzone allerdings nur eine sehr durchschnittliche Figur: Wo man bei anderen Genrevertretern mit verschiedensten Vehikeln durch ein abwechslungsreiches Abenteuer düst, sitzt man bei Killzone meist nur hinter wenig interaktiven Kisten und ballert auf die nicht enden wollenden Horden an heranstürmenden Gegnern. Die Umsetzung von packender Action hat man in Videospielen auch schon wesentlich besser hinbekommen. Hinzu kommen die mehr als dämlichen Teamkameraden, welche alles andere als hilfreich sind und sich sogar noch dümmlicher verhalten als die unintelligenten Truppen der Helghast. Der gelungene Onlinemodus und das einfach gestrickte Gameplay haben wiederum auch ihre Reize, weshalb Genrefans durchaus einen genauen Blick wagen können. Killzone ist zwar nicht der versprochene Halo-Killer geworden, dafür aber ein durchschnittlicher Egoshooter mit einer sehr guten Grafik und stimmiger Atmosphäre.