Testurteil: "8 / 10"
Test: Einzeltest: Resonance of Fate
Zitat: Pro: + Erfrischend anders, komplexes aber gelungenes Kampfsystem, interessante Charaktere, originelle Oberweltkarte mit witzigem Puzzlesystem, stark aufrüstbare und modifizierbare Waffen, gelungenes Steampunk-Setting
Contra: Bisweilen schwache Texturen und magere Details, recht graues Spektakel, extrem schwieriger Einstieg dank eines unzureichendem Tutorials, sehr komplexes und von der Handhabe unnötig kompliziertes Kampfsystem, kein Spiel für schwache Nerven dank zahlreicher anfänglicher Frustmomente, wenig unterschiedliche Waffen
Segas und tri-Aces neuestes Werk „Resonance of Fate“ will anders sein und schafft es tatsächlich, sich gewaltig vom Einheitsbrei der Rollenspielkollegen abzuheben. Das Fundament bestehend aus einer interessanten Story, einem gelungenen Wechsel zwischen Auseinandersetzungen mit zahlreichen skurrilen Gegnern und ungewöhnliche Knobelaufgaben sowie einem Kampfsystem mit starkem Hang zu strategischen und taktischen Einlagen zeigt, dass es nicht immer das klischeehafte „Final Fantasy“ sein muss. Doch birgt dieser Titel einen gewaltigen Vorschlaghammer, welcher viele Spieler innerhalb der ersten Stunden mit unvorstellbarer Wucht vor den Kopf stoßen wird! Wer danach noch immer nicht klar sieht, sollte wohl aufgeben. Denn so anders das Spiel dank der Schusswechsel und den Puzzleeinlagen ist, so hardcore-mäßig gibt sich das Gameplay, welches extrem tiefgründig und geradezu undurchschaubar komplex ist. In den ersten Stunden wird geflucht, geschwitzt und ordentlich Frust aufgebaut, doch wer nach all den Enttäuschungen dennoch das rettende Ufer erreicht, sprich das Spielsystem tatsächlich durchschaut, wird reichlich entlohnt und seine wahre Freude mit „Resonance of Fate“ haben. Erstaunlich, denn dieser Titel gehört wohl zu den wenigsten RPGs, die man sich auch mal kurz aus der Videothek ausliehen kann, nur um festzustellen, ob der Funke über springt oder man lieber die Finger davon lässt!