Testurteil: "48%"
Test: Einzeltest: Sniper: Ghost Warrior
Zitat: Pro: + spannende PS3-Exklusivmissionen
+ teils weitläufige Areale
+ verbessertes Schleichen durch die dichte Vegetation
+ gelungene Synchronisierung
Contra: - nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad annähernd realistische Ballistik
- unglaubwürdige Levelgrenzen
- viele Grafik-, Sound- und Logikfehler
- einfallslose Reißbrettgeschichte
- Ruckler
- unfaire Rücksetzpunkte
- Zeitlupeneffekt passt nicht zum Spielprinzip
Als ich Sniper: Ghost Warrior das erste Mal in meine PS3 legte, konnte ich kaum glauben, was ich da auf dem Bildschirm sah. Diese grauenhafte Grafik; diese hölzernen Animationen; und diese von Aussetzern geplagte KI. Mir hallen noch die Versprechen der Entwickler in den Ohren. Wollte City Interactive nicht die gröbsten Fehler beheben? Jegliche Schönheitsfalten glattbügeln? Davon ist nichts zu sehen; die Aufzählung auf der Verpackungsrückseite spottet dem tatsächlichen Inhalt. Mir ist schleierhaft, was man in den vergangenen elf Monaten getan hat. Ein Kaufgrund sind die marginalen Dreingaben jedenfalls nicht. Letztendlich ist das Spiel zwar kein totales Desaster, denn es macht durchaus Spaß, lautlos durch den Dschungel zu kriechen, aber Sniper: Ghost Warrior strotzt vor vertanen Chancen. Geplagt von Tearing, Clipping, Rucklern, optischer Monotonie und Sound-Aussetzern, zieht die PS3-Version sogar den Kürzeren. Die Flut an Spielfehlern kann man leider nur selten ausblenden.