Testurteil: "6.5/10"
Test: Einzeltest: Tom Clancy´s Splinter Cell Trilogy HD
Zitat: Pro: + Drei Spiele in einer Sammlung
+ Spielerisch nach wie vor klasse
+ Hübschere Grafik, 3D-Unterstützung
Contra: - Nervige Ruckler und zuweilen Abstürze
- Ausser schärferen Texturen keinerlei Überarbeitung
- Matschige, pixelige Spielfilmchen
- Keine nennenswerten Verbesserungen
- Lediglich Stereosound
- Nicht an heutige Standards angepasst
Diese HD-Collections sind eine feine Sache, denn sie geben mir die Gelegenheit, vergessene oder nie gespielte Klassiker in hübscher Grafik zu geniessen. Sie taugen aber nichts für Fans, denn die dürften das Original ohnehin noch im Schrank haben. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Abgesehen von der marginalen Grafikpolitur nebst 3D-Spielerei bietet die Splinter Cell HD Trilogy nichts Neues. Im Gegenteil: Ich muss mich noch mit lästigen Rucklern abgeben, die es komischerweise im knapp zehn Jahre (!) alten Seriendebüt nicht gab. Von allen HD-Kollektionen, die ich bisher gesehen und gespielt habe, ist Sam Fishers Sammlung eindeutig die schlechteste. Daher kann ich sie auch niemandem wirklich empfehlen, zumal man sich alle drei Teile mittlerweile zum Spottpreis vom Grabbeltisch kaufen kann. Mit der Zeit kam der Wandel: Heute ballert sich der Geheimagent Sam Fisher in Splinter Cell - Conviction reihenweise durch seine Feinde. Geschlichen wird nur noch, weil die Heimlichkeit einst die Serie grossmachte. Ganz anders damals, da knipsten wir noch vornehmlich Glühbirnen aus und hielten uns im Schatten verborgen. Mit der Splinter Cell HD Trilogy flimmern die alten Zeiten erneut über den heimischen Bildschirm. Ubisoft unterzog die ersten drei Splinter Cell-Teile einer HD-Politur nebst 3D-Unterstützung. Das Dreierpack hat die Zeitreise aber nicht ohne Verluste überstanden. Euer bester Freund: die Dunkelheit Sam Fisher ist ein alter Hase, und ein grauer noch dazu: Schon in seinem Erstauftritt von 2002 kann er seine grau melierten Borsten nicht verbergen. Aber das braucht er auch gar nicht, denn Sam Fisher ist ein Splinter Cell, ein Geheimagent der National Security Agency - und damit ein Profi, wenn´s ums Beschaffen von verdeckten Informationen geht. Wie ein Geist schleicht er lautlos durchs Zielgebiet, infiltriert Gebäude unbemerkt und agiert überwiegend aus dem Hinterhalt. Seine Feinde, und davon hat Sam reichlich, bemerken ihn erst, wenn es bereits zu spät ist. In Splinter Cell war es sogar möglich, das Spiel zu absolvieren, ohne eine einzige Person zu liquidieren. Doch das gelang nur mit Sam Fishers bestem Freund, der Dunkelheit.