Testurteil: "7.5/10"
Test: Einzeltest: Evolution GT
Zitat: Pro: + Komplex-fordernde Fahrphysik
+ Viele Strecken, viele Autos
+ Rollenspiel-Elemente
+ Sinnvolle Features wie der Tigereffekt
+ Einsteigerfreundliches Tutorial
Contra: - Technisch nur Mittelmass
- Mässige künstliche Intelligenz
- Wenige Spielmodi
- Schwaches Geschwindigkeitsgefühl
- Schadensmodell ohne spielerische Auswirkung
Solange es Entwickler wie diese gibt, werden Rennspiele nicht so schnell langweilig. Die Rollenspiel-Elemente machen Sinn und sorgen für Langzeitmotivation, die Features wie der Tigereffekt lockern die stellenweise etwas eintönigen Rennen auf. Der Fuhrpark weiss mit vielen lizenzierten Vehikeln zu gefallen, die Fahrphysik ist anspruchsvoll, mir aber einen Tick zu kompliziert. Auch die technische Verpackung hat mir nur bedingt gefallen. Macht aber nix, denn der Fahrspass stellt sich ein und lädt immerhin für das ein oder andere schnelle Rennen zwischendurch ein. Rennspielpuristen können zugreifen, wer nach einem schnellen Arcade-Racer sucht, dürfte bei Evolution GT aber falsch sein. Betrachtet man den Grossteil der erhältlichen Rennspiele und Rennsimulationen, fällt eines schnell auf. Egal, in welchem Cockpit man sitzt, egal ob man sich auf Arcade-Strecken oder realen Nachbildungen bewegt, es zählt immer nur eins. Die Power des Fahrzeugs. Dass das aber falsch ist, weiss hoffentlich jeder, der eine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Denn der schnellste Ferrari oder der bulligste Mercedes machen keinen Sinn, wenn der Fahrer eine Schnarchnase ist. Genau diesen Punkt beleuchten die Entwickler von Milestone mit ihrem neuen Rennspiel Evolution GT. Auch hier nützt das schnellste Auto nichts, wenn die Fähigkeiten des Fahrers irgendwo in Bodennähe herumgurken. Also gilt es fleissig zu trainieren und Erfahrungspunkte sammeln in dieser brandneuen Rennsimulation. Wobei, irgendwo haben wir das alles doch schon einmal gesehen? Evolution Corsa Automobile GT?