Wallboxen sind gemeinhin die schnellste, bequemste und unkomplizierteste Möglichkeit, ein E-Auto zu laden. Die Vorteile dürften auf der Hand liegen: Wer den Akku seines Fahrzeugs von zu Hause aus aufladen kann, spart nicht nur Zeit und Geld, sondern profitiert auch von der Tatsache, dass das Aufladen während der Standzeiten geschieht, wenn das KFZ ohnehin nicht benötigt wird. Im besten Fall ziehen Verbraucher einen günstigen Stromtarif heran, mit dem das Aufladen sehr viel weniger kostet, als es an einer öffentlichen Ladestation der Fall wäre. Wichtig ist, dass die Wandladestation vom Stecker über das Kabel bis hin zur Ladeleistung auf das Fahrzeug abgestimmt ist. Beliebte Hersteller von Wallboxen sind ABL, Mennekes, Heidelberg, Tesla, ABB, EVBox, Go-e, Innology und Webasto.
Was ist eine Wallbox?
Vereinfacht gesagt kann man sich unter einer Wallbox eine an der Wand installierte Ladestation für das Aufladen von E-Autos vorstellen. Sie gewährleistet, dass dem Akku möglichst schnell möglichst viel Strom zugeführt wird, damit das KFZ zeitnah wieder einsatzbereit ist.
Zu diesem Zweck operieren Wandladestationen mit sehr viel höheren Ladeleistungen als herkömmliche Haushaltssteckdosen. Statt den üblichen 2,3 kW sind hier bis zu 22 kW möglich. Für maximale Sicherheit verfügen Wallboxen über geeignete Schutzvorrichtungen gegen Überlasten, Gleich- und Wechselstromfehler sowie Fehlerströme, die verhindern, dass Personen im Falle einer defekten Leitung einen Stromschlag bekommen.
Wie funktioniert eine Wallbox?
Der Einbau von Wallboxen erfolgt üblicherweise an einer Wand oder Standsäule in Garagen oder Carports. Dort sind die Ladestationen gut vor Wind und Wetter geschützt. Eine herkömmliche Wandladestation für den privaten Gebrauch hat entweder einen oder zwei Ladepunkte für den Typ 2. Ausgelegt sind sie auf die Übertragung von Wechselspannung.
Über den Ladepunkten befindet sich ein LED-Display, auf dem Nutzer auf einen Blick den aktuellen Ladestatus ablesen können. Des Weiteren verfügen alle handelsüblichen Wandladestationen über einen Electric Vehicle Charge Controller (EVCC), um den Ladevorgang und die Ladeleistung durch ständige Kommunikation mit dem Auto zu überwachen und zu steuern. Geeignete Sicherheitselemente wie integrierte Leitungs- und Fehlerstromschutzschalter schützen das Ladekabel vor einer Überlastung.
Was sollte man vor dem Kauf beachten?
Die Kosten für eine Wallbox setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen – darunter die Kosten für die Ladestation, die Kosten für weitere notwendige Komponenten und die Kosten für die Installation. Entsprechend ist die Preisspanne groß.
Verbraucher, die eine Wandladestation kaufen möchten, sollten sich daher sehr genau über mehrere Faktoren informieren. Wichtig ist vor allem die Frage, mit welcher Ladeleistung sich das Auto überhaupt aufladen lässt – und ob der Ladevorgang ein- oder dreiphasig erfolgt. Hier gibt es von Modell zu Modell Unterschiede.
Idealerweise beziehen Käufer nicht nur ihr aktuelles KFZ in ihre Überlegungen mit ein – auch das nächste Auto sollte bei der Planung einer Wallbox eine Rolle spielen. Entsprechend lohnt es sich, in eine hochwertige und leistungsfähige Wandladestation zu investieren.
Ebenso sollten Verbraucher sich über die möglichen Förderungen frühzeitig informieren. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bewilligt auf Antrag relativ unkompliziert Förderungen in Höhe von 900 Euro. Gefördert werden Ladestationen in Garagen und an Stellplätzen, die zum Wohngebäude gehören – Ladestationen also, die nur privat zugänglich sind. Die Liste der förderfähigen Wallboxen der KfW umfasst mittlerweile mehr als 300 Produkte. Voraussetzung für den Erhalt der Förderungen ist, dass für die Wandladestation Strom aus erneuerbaren Energien genutzt wird. Außerdem darf die Wallbox eine Ladeleistung von 11 kW nicht überschreiten.
Die Gesamtkosten müssen mindestens 900 Euro betragen. Die Montage und Inbetriebnahme hat durch ein Fachunternehmen zu erfolgen. Sehr alte Elektroinstallationen müssen zuvor unter Umständen modernisiert werden. Für eine professionelle Einschätzung empfiehlt es sich hier, einen Elektriker hinzuzuziehen.
Fazit
Das Aufladen von E-Fahrzeugen von zu Hause aus gestaltet sich dank einer eigenen Wallbox schneller, bequemer und unkomplizierter als an einer E-Tankstelle. Mit der Zeit zahlt sich eine Investition in eine hochwertige und leistungsfähige Wandladestation auf jeden Fall aus – vor allem dann, wenn Verbraucher, die eine Wallbox kaufen möchten, die Förderungen der KfW in Anspruch nehmen. Für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb ist es unerlässlich, dass Käufer auf eine kompetente Beratung und professionelle Installation durch ein Fachunternehmen setzen.









































