Multimessgeräte, oder auch Multimeter genannt, gibt es grundsätzlich in analoger und digitaler Form, wobei sich letztere durchgesetzt hat. Die Geräte unterscheiden sich hinsichtlich der Messkategorien, innerhalb derer sie eingesetzt werden dürfen. Die Messkategorien werden mit CAT I bis CAT IV bezeichnet und sind auf den Geräten abgedruckt oder geprägt. Bekannte Hersteller sind Fluke, Benning und Voltcraft. Auch bei Aldi und Lidl sind öfter Multimeter im Angebot.
Gleichstrom vs Wechselstrom
Bei Gleichstrom fließt der Strom nur in eine Richtung, bei Wechselstrom wechselt die Spannung ständig die Richtung. Ein Beispiel für Gleichstrom sind Batterien, eines für Wechselstrom sind Netzsteckdosen. Nicht alle Multimeter können beide Stromarten messen, was mit den unterschiedlichen Messkategorien zu tun hat.
Ist das Multimeter nicht beschriftet, ist es nur für CAT-I-Messungen zugelassen. Das heißt es darf nur für Geräte verwendet werden, die nicht am Stromnetz hängen. Multimeter mit CAT-II-Zulassung dürfen an Geräten eingesetzt werden, die mit einem Stecker am Stromnetz angeschlossen sind. Stationäre Verbraucher wie Elektroherde werden mit CAT-III-Multimetern gemessen. Zu CAT IV gehören Niederspannungsfreileitungen oder Hausanschlüsse.
Analog vs Digital
Analoge Multimeter sind mit einem Zeiger ausgestattet, der sich über eine Skala bewegt. Je nach Gerät sind mehrere Zeilen auf dieser Skala aufgedruckt. Stark schwankende Messwerte sind bei analogen Geräten durch schnelle Zeigerbewegungen besonders gut erkennbar. Bei einem Digital-Multimeter werden die Daten in numerischer Form auf einem LCD angezeigt, wobei es auch Geräte gibt, die Graphen anzeigen und mit einer Computerschnittstelle ausgerüstet sind. Analoge Multimessgeräte sind ungenauer als digitale Geräte, wobei die Fehlerabweichung bei etwa drei Prozent liegt. Bei digitalen Messgeräten liegt die Abweichung bei 0,5 Prozent und weniger. Digitale Multimeter sind allerdings auch teurer als analoge Geräte und können mit ihren Messspitzen teilweise weitere Werte wie Temperaturen, Kapazitäten und Frequenzen messen.
Maximaler Widerstand
Digitalmultimeter (DMM) können auch elektrische Widerstände messen. Diese werden in Ohm angegeben (Ω), wobei in Praxis Werte von einigen Milliohm (mΩ) bis in die Höhe von mehreren Milliarden Ohm auftreten. Die gebräuchlichen Multimeter arbeiten von 0,1 Ohm bis hin zu 300 Megaohm. Beachten Sie, dass eine Widerstandsmessung nur durchgeführt werden darf, wenn das durchzumessende Gerät abgeschaltet ist, da es sonst zu Schäden kommen kann. Einige Digitalmultimeter sind auch mit einem Schutz gegen Beschädigungen bei Widerstandsmessungen ausgerüstet.
Zubehör
Für Multimeter gibt es zahlreiches Zubehör in Form von Messleitungen und Kabeln mit Krokodilklemmen, Bananensteckern, SMD-Prüfklemmen und Prüfspitzen. Flexible Sonden sind ideal für die Durchgangsprüfung von Leiterplattenkomponenten. Kolben-Minihaken werden ebenfalls zur Durchgangsprüfung genutzt und verfügen über einziehbare Cliphaken und Verlängerungskabel. So wird eine sichere und zuverlässige Verbindung ermöglicht. Spitzenstiftköpfe sind zum Messen von kleinsten Schaltungen in beengten Gehäusen nützlich.
Fazit
In aller Regel ist ein Digitalmultimeter einem analogen Messgerät vorzuziehen. Wenn Sie nicht nur akkubetriebene Geräte durchmessen wollen, müssen Sie auf die Messkategorien des Multimeters achten. Mit dem richtigen Zubehör lassen sich auch kleinste Schaltungen durchmessen. Achten Sie beim Kauf zudem darauf, dass das Multimeter Ihrer Wahl Widerstandsmessungen für Ihre Anwendungsbereiche durchführen kann. Zu guter Letzt sollte auch die Bedienungsanleitung des Geräts ausführlich erklären, wie bestimmte Messungen am Gerät eingestellt werden können.





































